Fristlose Kündigung in der Elternzeit?

3 Antworten

Während der Elternzeit sind ordentliche, außerordentliche (fristlose) und arbeitskampfbedingte Beendigungs- oder Änderungskündigungen verboten, allerdings kann in Ausnahmefällen auf Antrag des Arbeitgebers von der zuständigen Behörde eine Kündigung erlaubt werden. Das Kündigungsverbot gilt auch für Massenänderungskündigungen in der Insolvenz des Arbeitgebers.

geh damit zum Arbeitsgericht

quelle Kündigungsschutz.com

arbeitsgericht !

wer nichts gemacht hat, kann auch nicht fristlos gekündigt werden

"...wer nichts gemacht hat..."

Woher weißt du das?

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@PeterSchu

Ich hatte nicht mal die Möglichkeit dazu da ich im Berufsverbot war.

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@Sd2007

Ich bin ja ebenfalls der Meinung, dass du gegen die Kündigung klagen solltest. Ich bezog mich nur auf den Satz "Ein Grund wurde nicht genannt" in der Frage. In der Kündigung muss nämlich auch kein Grund genannt werden, aber vorm Gericht wäre ich sehr gespannt, woher der Betrieb einen Grund nehmen will.

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@PeterSchu

Da ich mit meinem Chef zusammen arbeiten würde, frag ich mich ob es nicht besser wäre das ich die Kündigung so hinnehme und mir was anderes suche nach meiner Elternzeit. Ich denke eine Abfindung würde nicht in Frage kommen oder ? Mich würde nur aus reiner Neugier interessieren was sie sich für ein Grund ausgedacht haben damit sie mich fristlos kündigen können da ich mir ja wirklich nichts zu schulden kommen lassen hab.

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@Sd2007

Klar Abfindung wirst du relativ sicher kriegen. Kannst auch ohne Anwalt Klage einreichen und die kündigung angreifen und sagen das kein kündigungsgrund vorliegt. Dann muss dein AG mal mit der Sprache rausrücken

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@nanfxD

auch wenn ich erst Februar 2019 dort angefangen habe ? Werde mich morgen mal beim Jobcenter melden eventuell können die mir ja weiterhelfen?

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@Sd2007

Eine Abfindung könnte durchaus in Frage kommen, wenn sich vor Gericht herausstellt, dass eine Kündigung ungerechtfertigt wäre. Eine fristlose Kündigung muss auch innerhalb von 2 Wochen nach dem "Vorfall" ausgesprochen werden, und welcher Vorfall sollte in dieser Zeit passiert sein?

Betriebe kündigen oft auch ohne schlagkräftigen Grund, weil in der Regel nur ein geringer Teil der Beschäftigen dagegen klagt. Ich fände es durchaus gut, wenn man das nicht immer widerspruchslos über sich ergehen lassen würde. Aber jeder muss selbst entscheiden, ob man den Kampf aufnimmt.

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@Sd2007

also es gibt keinen Anspruch auf Abfindung aber der AG will dich ja nicht mehr, also wird er dir deine Klage quasi abkaufen. Lass dich nicht über den Tisch ziehen berechne alles ein, kostenloses Essen etc

du darfst dir nicht zu lange Zeit lassen sonst präkludiert dein Anspruch (du kannst nicht mehr klagen)(3 Wochen)

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@nanfxD

Vielen Dank . Ich werde mir morgen mal ein anwalt suchen !

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@Sd2007

Denk dran im Arbeitsprozess zahlt jeder den Anwalt selbst(in der 1. Instanz). Falls du selber klagen willst, zumindest wie du das prozessual machst, hilft dir das arbeitsgericht.

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@Sd2007
Mich würde nur aus reiner Neugier interessieren was sie sich für ein Grund ausgedacht haben

Dann musst Du Deinen Arbeitgeber auffordern, Dir die Gründe für die fristlose Kündigung zu nennen.

Dazu ist er nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 626 "Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund" Abs. 2 verpflichtet:

Die Kündigung kann nur innerhalb von zwei Wochen erfolgen. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Kündigungsberechtigte von den für die Kündigung maßgebenden Tatsachen Kenntnis erlangt. Der Kündigende muss dem anderen Teil auf Verlangen den Kündigungsgrund unverzüglich schriftlich mitteilen.
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Arbeitsgericht. Einfach gegen klagen. Die Kündigung ist nicht rechtskräftig!

Die Kündigung ist nicht rechtskräftig!

Selbstverständlich wird die Kündigung - wie fehlerhaft und unberechtigt sie auch sein mag - wirksam, wenn nicht fristgerecht (innerhalb von 3 Wochen nach Zugang) gegen sie geklagt wird.

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