fristlose kündigung, erste instanz gewonnen, zweite fristlose künfigung erhalten, wie geht es weiter, kann mir bitte helfen?

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4 Antworten

Wenn die Kündigungsschutzklage gewonnen wurde, kann es sich bei der zweiten Kündigung nur um einen neuen Fall handeln. Das hat nichts mit zweiter Instanz zu tun.

Wenn du ein rechtskräftiges Urteil hast, bekommst du eine vollstreckbare Ausfertigung. 

Damit kannst du den Gerichtsvollzieher los schicken.

Also, deine Frage ist natürlich sehr schwer zu beantworten, da du anwaltlich vertreten bist und wahrscheinlich eine sehr dicke Prozessakte bereits existent. Wir alle kennen weder den Arbeitsvertrag noch die genauen Hintergründe und letztendlich sollte dein Rechtsanwalt eine bestimmte Taktik im Auge haben.

Die Konditionen im Rahmen der Verhandlung über die Auflösung eines Arbeitsverhältnisses sind erst einmal reine Verhandlungssache. Die entsprechenden Ziele musst du gemeinsam mit deinem Rechtsanwalt abstimmen. Es macht keinen Sinn, dass der Kollege eine Vorstellung hat und du eine Vorstellung hast. Ihr solltet euch beide argumentativ für die Güteverhandlung vorbereiten und natürlich eine gemeinsame Vorstellung präsentieren. Je größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Kündigung unwirksam sein wird, desto eher sind auch die von dir genannten Gesichtspunkte durchsetzbar.

Im Hinblick auf die prozessuale Situation erscheinen mir 18 Gehälter bei 26 Jahren der Betriebszugehörigkeit er im unteren Bereich als Forderung zu liegen. Wie geschrieben ist dies aber für mich sehr schwer zu beurteilen. Aufgrund deines Lebensalters, aber auch der prozessualen Situation solltest du in der Lage sein erheblich höhere Forderungen zu stellen. Also von daher solltest du dich kurzfristig noch vor dem Gütetermin mit deinem Anwalt zusammensetzen und eure Argumentation gemeinsam abstimmen, aber auch die Forderung mit der ihr in den Gütetermin geht.

Anbei ein kleiner Link als Unterstützung bei der Ideensammlung

http://www.kanzlei-mudter.de/aa-lexikon.html

Im Hinblick auf die prozessuale Situation erscheinen mir 18 Gehälter bei 26 Jahren der Betriebszugehörigkeit er im unteren Bereich als Forderung zu liegen.

Das ist ja lediglich der Höchstbetrag nach dem Kündigungsschutzgesetz § 10 "Höhe der Abfindung" Ans. 2 Satz 1, wenn das Gericht eine Abfindung festlegt. 

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@Familiengerd

Das hört sich für mich eher so an, als ob sich hier jemand als "Kollegen" des Anwalts bezeichnet, der das gar nicht darf.

Eine kostenlose Rechtsberatung darf ein Anwalt gar nicht leisten.

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@DerHans

Hallo Hans, Deinen Kommentar kann ich nicht ganz nachvollziehen. Warum sollte ich nicht Kollege schreiben dürfen? Das mit der kostenlosen Rechtsberatung ist so nicht ganz richtig. Ein Anwalt darf eine kostenlose Ersteinschätzung geben. Mein Verständnis ist die einer pro Bono Tätigkeit. Ein Graubereich insowweit, als ein Anwalt im Extremfall auch für eine kostenlose Beratung "Haften" muss. Ich versuche einfach Menschen mit einer Einschätzung zu helfen und meine Mandanten (Führungskräfte, Arbeitgeber) sind hier eher nicht vertreten. Bleibt die Frage: Wer darf wen nicht als Kollegen bezeichnen?

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@DerHans

Eine kostenlose Rechtsberatung darf ein Anwalt gar nicht leisten.

Bei der Diskussion von Rechtsproblemen in Medien (also auch in Foren wie hier) handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Rechtsberatung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz RDG - siehe dazu § 2 "Begriff der Rechtsdienstleistung" Abs. 3 Nr 5:

Rechtsdienstleistung ist nicht: [...] die an die Allgemeinheit gerichtete Darstellung und Erörterung von Rechtsfragen und Rechtsfällen in den Medien [...].

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@Robert Mudter

Ergänzung:

Bei den Antworten/Aussagen von RoCMu handelt es sich also nicht um eine kostenlose Rechtsberatung - ob er nun Anwalt ist oder nicht.

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@DerHans

Ich habe um guten Rat gebeten, den habe ich erhalten, warum muss gleich kritisiert werden wenn ein Mensch, der Ahnung hat, einem anderen Menschen kostenlos hilft?

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@didle

Es ging um die Klärung der Frage, ob es sich bei einer bestimmten Antwort um eine unerlaubte kostenlose Rechtsberatung handelt - was nicht der Fall ist; es gibt wohl Leute, die da sehr "empfindlich" sind; aber alles gut (jedenfalls was die Frage der Rechtsberatung angeht)! :-)

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Didle schreibt:

Mein Anwalt sagte wir können nicht in Berufung gehen, da wir ja die Kündigungschutzklage gewonnen haben.

Die war doch für die erste Kündigung.

Jetzt wurde wieder gekündigt; also für mich eine neue Verhandlung, bereits erfolgter erneuter Gütetermin und ggf. erneute Verhandlung vor dem Arbeitsgericht.

Ist meine Einschätzung richtig?

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Das kann dir dein Anwalt besser erklären. Die erste Klage gewonnen.Gut das ist damit abgeschlossen. Jetzt gibt es wieder eine Kündigung und die musst du jetzt genau so angehen wie die erste. Eioe zweite Instanz gibt es nicht weil es ja keine Fortsetzung ist sondern ein neuer Fall. Es sei den dein Anwalt findet einen Weg.

Generell würde ich sagen die wollen dich unbedingt loswerden. Wenn das jtzt wieder scheitert wird man es weiter versuchen. Vielleicht findet man irgendwann einen Grund dich fristlos raus zu schmeissen. Versuch in der Güteverhandlung auszuloten was es deiner Firma wert ist wenn du gehst. Überleg dir eine Maximalforderung um zu gehen. Runtergehen kannst du dann immer noch. Die 18 Gehälter naja geh auf 26 , für jedes Jahr ein Monatsgehalt. Versuch die Anwaltskosten abzudrücken es wird dir zwar nicht gelingen aber... usw. Hol das beste raus. Glücklich wirst du dort nicht mehr

Mein Anwalt sagte wir können nicht in Berufung gehen, da wir ja die Kündigungschutzklage gewonnen haben.

Die war doch für die erste Kündigung.

Jetzt wurde wieder gekündigt; also für mich eine neue Verhandlung, bereits erneuter Gütetermin und ggf. erneute Verhandlung vor dem Arbeitsgericht.


Ja, aber auch in der zweiten Kündigung sind die gleiche Gründe wie in der ersten, aber Sie behaupten ich hätte bei der mündlichen Verhandlung gelogen, obwohl das Gericht dass anders sieht. Bei der Güterverahndlung sagte der Richter es gäbe keine zweite Verhandlung , da ja das erste Urteil zutrifft

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@didle

Na der Richter wird es dann wohl wissen. Anhand deiner gestellten Frage sah es anders aus.

Ihr, Du und ein Anwalt könntet dem Arbeitgeber einen Vorschlag machen mit dem Du zufrieden bist ( ruhig etwas höher ansetzen ) und halt klar machen, dass ihr das sonst bis zum Ende durchzieht.

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