Fristlose Kündigung des Vermieters, Unterschrift?

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8 Antworten

Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung eines Vertragspartners gegenüber dem anderen Vertragspartner.

Der Vertragspartner dem die Kündigung zugehen soll muß diese weder unterschreiben noch den Empfang bestätigen.

Wichtiger, für Deinen Vater, ist jedoch das die Kündigung an alle Personen der Vertragspartei Mieter gerichtet ist und, falls Dein Vater nicht alleiniger Vermieter ist, von allen Personen der Vertragspartei Vermieter kommt und unterschrieben ist.

Ohne die Nennung aller am Vertrag beteiligten Personen (mieter- und vermieterseitig) und Unterschrift vermieterseitig wäre die Kündigung unwirksam.

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Nach den Anweisungen meines Vaters soll ich am Ende des Schreibens den Namen des Mieters hinschreiben, damit dieser auch unterschreibt.

Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, die die Gegenseite nicht "quittieren" muß um wirksam zu sein.

Ist das wahr oder reicht es, wenn nur mein Vater die Kündigung unterschreibt?

Wenn Dein Vater alleiniger Vermieter ist, dann reicht das aus. Ist auch Deine Mutter Vermieterin dann sollte sie mit unterzeichnen.

Achtung:

Im Kündigungsschreiben ist es wichtig auch noch "hilfsweise die ordentliche Kündigung" innerhalb der gesetzlichen Kündigungsfrist von 3 Mon. auszusprechen, denn durch eine Zahlung des Betrages kann der Mieter die fristlose Kündigung unwirksam machen. So wird gleichzeitig klargestellt, daß eine Fortsetzung des Mietverhältnisses auch nach der Zahlung ausgeschlossen ist.

http://www.pro-wohnen.de/Kuendigung-Wohnung.htm

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Die Kündigung eines Mietvertrages ist immer ein einseitiger Rechtsakt - hier also des Vermieters. Die Unterschrift des Mieters ist also mehr als überflüssig. Einverstanden muss er damit auch nicht sein.

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Der Mieter muss nicht unterschreiben. Aber Du kannst den Eingang der Kündigung quittieren lassen. Aber wenn er nicht unterschreibt, ist es besser, einen Zeugen dabeizuhaben oder die Kündigung gleich per Post als Einschreiben mit Rückschein zu schicken.

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Kommentar von Cornyx
04.07.2011, 20:51

Selbst beim Einschreiben sollte beim Eintüten des Briefes in den Umschlag ein Zeuge dabei sein, sonst könnte der Mieter behaupten du hättest ihm ein weißes Blatt geschickt.

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Also dem Teil mit der einseitign Willenserklärung stimme ich ohne widerspruch zu. Jedoch wenn ihr euch als Vermieter nicht so gut auskennt in Sachen Mietrecht, dann würde ich euch folgenden Vorschlag machen: http://www.mieterbund.de/mieterlexikon.html . Seht Euch das mal an. Das Buch kostet so um die 15€ (+/-). Es stehen da extrem viele wertvolle Infos drinnen. Heißer Tipp von mir.

Was jedoch jetzt eure akut Situation angeht: Ganz so einfach ist das mit der Fristloskündigung nicht. Zunächst solltet ihr, falls ihr das nicht schon wisst, in Erfahrung bringen, von wem erhaltet ihr die Miete? Von der Mietpartei selbst? Oder beziehen die Mieter Arbeitslosengeld und die Miete wird durch ein Amt z.B. das Arbeitsamt gezahlt? In diesem Fall wäre die fristlose (und auch ordentliche) Kündigung unwirksam, wenn die Zahlung wegen Verwaltungsarbeiten am Amt (z.B. Überprüfung der Gültigkeit bei Arbeitslosengeld) in Verzug kommt. Dann bekommt ihr eine Kündigung wegen verspätetem oder nicht erfolgtem Zahlungseingang niemals durch. Wenn das jedoch nicht der Fall ist, muss Dein Vater der Mietpartei zunächst eine Frist setzen, in welcher die Forderung nachgekommen werden soll. Hilfsweise kann man in diese Zahlungsaufforderung schreiben, dass man letztmalig dazu auffordert ( ...daher fordere ich Sie hiermit letztmalig auf...). Wenn die Frist abläuft, kann dein Vater erst weitere Schritte einleiten. Undzwar die fristlose Kündigung aus wichtigem Grund. Für den Fall, dass der Mieter der Aufforderung nachgekommen ist, um die fristlose Kündigung zu umgehen, kann man, um die Kündigung durch zu setzen, ein unzumutbares Mietverhätnis vor Gericht darstellen. Am besten hierfür auch einen Anwalt einschalten, denn da sollte man alle Details in Ruhe besprechen können, um abzuwägen, was am Besten wäre. Ich hoffe für Euch, dass das keine Mieter sind, die selbst nach einer rechtskräftigen Kündigung die Wohnung nicht verlassen, das wird dann etwas unschön werden.

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Der Mieter muss nicht unterschreiben, aber Ihr müsst den Zugang beim Mieter beweisen können, was mit der Unterschrift erledigt wäre...

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Dein Vater muß die Kündigung unterschreiben, der Mieter nicht. Allerdings sollte die Kündigung entweder per Einschreiben mit Rückschein geschickt oder mit Zeugen übergeben werden. So kann der Mieter nicht behaupten, die Kündigung nicht erhalten zu haben.

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Wichtig ist, das du jmd hast der bezeugt, dass der Mieter die von deinem Vater unterschriebene Kündigung bekommen (erhalten) hat.

Zur Zustimmung wirst du den Mieter - in Form seiner Unterschrift - bestimmt nicht bewegen können!

ich glaub auch kaum, das dir der Mieter den Erhalt der Kündigung quittieren wird, daher der Zeuge!

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