Fristlose Kündigung des Mietvertrages vor dem Einzug?

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Eher als die fristlose Kündigung (die vermutlich nicht anerkannt würde bzw. nicht greift) wäre hier die Anfechtung des Mietvertrages zu empfehlen. Und zwar wegen Irrtums oder Täuschung. In diesem Fall gälte der MV von Anfang an als nicht existent. Es müssten also auch gegebenenfalls Kaution und Maklerprovision erstattet werden.

Immer verzwickt, wenn man vorher schon etwas macht obwohl man nicht definitiv drin wohnt. Das tut man dann nämlich auf eigene Gefahr. Hättet/habt ihr die Möglichkeit zum Rücktritt, dann könnte der Vermieter unter Umständen auch verlangen, dass ihr das Haus in den "Urzustand" versetzt. Einige freuen sich, dass sie sich einen Makler gespart haben, aber da liegt auch ein Haken....der private Vermieter darf unwissend sein, der Makler als Fachmann nicht. Das bezieht sich natürlich nur auf erkennbare Mängel bzw. Schäden. Vom Makler würde man aber schon verlangen, dass er einen "alten" von einem "neuen" Elektroschaltkasten unterscheiden kann und somit auf den Zustand der Elektrik. Wichtig für euch ist, habt ihr diesbezüglich vom Vermieter schriftlich zugesagte "Ausführungen" zum Objekt?! Hat er euch den jetzigen Zustand schriftlich ganz anders zugesichert? Nur dann könntet ihr den Vertrag anfechten. Wenn nicht, dann bleibt nur die Möglichkeit der 3-monatigen Kündigungsfrist.

Hm... eine gute Frage. Ich würde eventuell mal beim Mieterschutzbund nachfragen, ob es da eine rechtliche Regelung gibt. Ich denke, selbst wenn eine fristlose Kündigung unzulässig ist und sich der Vermieter nicht kulant zeigt, müsstet ihr ja sofort zum nächstmöglichen im Vertrag festgelegten Zeitpunkt kündigen können.

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