Fristlose Kündigung da mit miete laut Vermieter im Verzug

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10 Antworten

Welcher Monat ist das denn, mit dem Du in Verzug bist ?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du eine fristlose Kündigung bekommst, weil Du, wie Du schreibst, manchmal nicht bis zum 3. des Monats zahlst. Das klingt in meinen OHren so, asl würdest Du auch manchmal am 4. oder 5. zahlen, das ist noch kein Beinbruch, aber Du zahlst dann bestimmt viel später, oder ?

Es kann auch schon wegen 1. Miete gekündigt werden, wenn diese Miete schon lange fällig geworden ist, denn die Verwaltung verrechnet das nicht automatisch, sodass immer nur die letzte Miete offen ist, sie rechnet ab dem Zeitpunkt, an dem Du in Verzug geraten bist.

Und diese mündliche Vereinabarung, nun ja, du sagst, dass es nichts schriftliches darüber gibt, aber Du musst doch seitdem 4 Betriebskostenabrechnungen erhalten haben, darin steht doch die aktuelle Mietforderung drin, auch im Mietspiegel ist das zu sehen.

Und wenn es nichts schriftliches gab und Du nicht einverstanden warst, warum hast Du dann 4 Jahre lang 50€ mehr gezahlt ?

Enschuldige, aber ich glaube, Du sagst da nicht ganz die Wahrheit, das passt nämlich nicht zusammen.

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Kommentar von dakilla86
06.05.2011, 01:18

Ja das stimmt es gibt Monate da kann ich die Miete erst am 15 oder 20 des Monats zahlen. Es ist so ich miete ein Haus und sowas wie eine Betriebskostenabrechnung habe ich noch nie erhalten. Muss mir der Vermieter so etwas geben? Also für das Haus was ich miete war eine Miete von 300 euro vereinbart da das ganze Haus abriss fähig war und ich mit dem Vermieter es vereinbart habe das die Miete so wenig ist und ich das Haus auf eigene kosten renovieren (bewohnbar) machen muss. und die 50 euro mehr wollte ich erst nicht zahlen habe mir aber gedacht das die Miete sowieso ziemlich gering ist und habe diese 50€ mehr seitdem einfach immer Mietüberwiesen.

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Die hilfweise ordentliche Kündigung ist wegen fortlaufender verpäteter Mietzahlungen auf jeden Fall gerechtfertigt.

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Auf jeden Fall baut der Vermieter vor, denn mit der hilfsweisen ordentlichen Kündigung macht er Dir klar, daß er das Mietverhältnis auf keinen Fall mit Dir fortsetzen will, auch wenn die fristlose Kündigung nicht wirksam sein sollte.

Normalerweise kann eine fristlose Kündigung erst bei 2 ausstehenden Monatsmieten ausgesprochen werden. Allerdings kann bezüglich eines schon öfter unpünktlichen Zahlungsverzug sehr wohl die fristlose Kündigung ausgesprochen werde, und zwar vorausgesetzt, daß der Vermieter die pünktliche Zahlung angemahnt hat.

Eine Mieterhöhung muß schriftllich angekündigt werden und Du kannst dann daraufhin schriftlich widersprechen. mMn hast Du jedoch durch Dein konkludentes Handeln, nämlich die stillschweigende Zahlung von 50,-€ die Mieterhöhung praktisch anerkannt. Eine Nichtzahlung als Antwort auf die mündliche Mieterhöhung  wäre juristisch eindeutiger gewesen.

Im übrigen muß der Vermieter rückständige Mietzahlungen nicht anmahnen, sondern Du bist ab dem 4. Werktag des Monats im Zahlungsverzug, da der Mietzahlungseingang spät. am  3. Werktag des Monats im Mietvertrag vereinbart wurde.

 

 

 

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Kommentar von dakilla86
06.05.2011, 01:26

Die pünktliche zahlung wurde aber nie vom Vermieter angemahnt. Und wäre der Vermieter einfach zu mir gekommen und hätte es mir einfach gesagt das ich immer punktlich zahlen soll dann und er das so eng sieht dann Hätte ich mich auch darum gekümmert das die Miete immer pünktlich da wäre aber das der einfach zum Anwalt springt und mich gleich Kündigt finde ich ziemlich blöd von ihm. Was wäre denn wenn ich jetzt ein a_r_sch wäre und sagen würde das gespräch wegen der Mieterhöhung von 50€ gab es nie und ich diese 50€ immer mitgezahlt habe falls ich mal in Mietverzug kommen würde damit immer die Miete im plus bleibt.

 

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Dass du Widerspruch einlegen kannst, muss in der Kündigung unbedingt drin stehen! Das muss der Anwalt aber wissen. Wenn nicht weis ihn ruhig mal darauf hin!

Wenn du wirklich mit nur einer Monatsmiete  in Verzug bist, dann kann er dir nicht kündigen, aber grade aus diesem Grund (weil der Anwalt das weiß und ja nicht doof ist), hat er dir wegen Zuspätzahlung gekündigt. Diese Kündigung ist gerechtfertigt und selbst wenn du da noch was gegen zu halten hättest, was ich mir kaum vorstellen kannst, denn du sagst ja, dass du unpünktlich gezahlt hast, dann hat er dir noch hilfsweise gekündigt. Diese Kündigung, das kannst mir glauben ist so gut abgesichert, dass du kaum dagegen angehen kannst. Die Anwälte sind nicht doof, die wissen schon was geht und was nicht. Klar kannst du Widerspruch einlegen. Dann klagt dich der Vermieter eben raus. Das Gericht wird dir aber kaum recht geben.  Das mit der Mieterhöhung können wir hier nicht prüfen, aber wenn ihr das mündlich vereinbart habt und du durch die regelmäßige Zahlung gezeigt hast, dass du einverstanden bist, hast du auch in diesem Punkt pech gehabt. 

 

WAs du nun machst, bleibt dir überlassen, aber du kannst mir glauben, deine Chancen dagegen anzugehen sind so gering, das sag ich dir aus Erfahrung!!!

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da isser´ wohl im Recht. "Fortdauernd unpünktliche Mietzahlungen begründen eine außerordentliche fristlose Kündigung gemäß §" bla bla http://www.finanztip.de/recht/mietrecht/br-miet-238.htm ôÔ

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Kommentar von dakilla86
06.05.2011, 01:00

also ich lese aus dem Artikel heraus das er nicht im Recht ist da er mich vorher Abmahnen muss:

Kündigung kann bereits berechtigt sein, wenn der Mieter nach Erhalt der Abmahnung ein weiteres Mal die Mietzahlung unpünktlich leistet (BGH-Urteil vom 11.01.2006 - VIII ZR 364/04).

Eine Abmahnung ist immer erforderlich, um dem Mieter vor der Vertragsbeendigung noch eine Chance einzuräumen, zum vertragsgemäßen Verhalten zurückzukehren.

 

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Fakt ist, soweit zu lesen ist, ist eine Miete voll im Rückstand, hinzu kommt dass eine 2. erst am 15. bzw. 20. des Monates bezahlt wird, obwohl der Mietrückstand am 4. Werktag bereits die Tatsache erfüllt, dass zwei Mieten im Rückstand sind. Aufgrund von 2 Monatsmieten Rückstand kann der VM spätestens am 15. des 2. Monatsrückstandes fristlos kündigen.

Die hilfsweise Kündigung dürfte hilfsweise deshalb augesprochen worden sein, weil die Dinge um z.B. 50€ mon. Zuzahlung und unklares Verhalten hinsichtlich der Betriebskosten-Abrechnungen u.U. eine Wandlung der Fristlosen Kündigung sinnvoll macht. Mahnungen hinsichtlich Mietrückständen muss der VM nicht schreiben. Da wird davon ausgegangen das ein Mieter einen sog. geregelten "Finanz"-Haushalt führt und somit  seine Verpflichtungen kennt. Das der VM nicht abgenahnt hat, könnte demselben nachteilig angerechnet werden.

Ich rate in dem Zusammenhang zu einer ordentlichen Rechtsberatung. Es gäbe da Möglichkeiten, sofern der VM grundsätzlich an einem Fortbestehen des Mietverhältnisses Interesse hat.

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Klar kannst Du Widerspruch einlegen,das hättest Du schon bei der Erhöhung von 50,- Euro tun sollen.Aber ich denke,das Du mit dem Widerspruch nicht durch kommen wirst,denn die Anschuldigungen sind heftig.Das erste,woran jeder zuerst zahlen muss,ist die Miete und die anderen festen Kosten.Du zahlst unpünktlich,bist im Rückstand,das kann nur eine Kündigung rechtfertigen.

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Kommentar von dakilla86
06.05.2011, 01:10

Was für anschuldigungen? Das ich mit der Miete um einen Monat in Rückstand geratten bin hatte was damit zu tun das ich einen schweren unfall hatte und dadurch hohe kosten entstanden sind die sofort bezahlt werden mussten. Und wenn ich von mir aus seit 4 Jahren 50€ mehr jeden Monat zahle ohne irgendeine Mieterhöhung unterschrieben zu haben ist die Kundigung doch nicht gerecht da der Vermieter ja eigentlich 2400€ mehr hat zu diesem Zeitpunk!

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Nu, auf jeden Fall muss er zuallererst mal mahnen, wenn er das nicht gemacht hat, kannst du zumindest mal Widerspruch einlegen. Allerdings würd ich mich nicht so sonderlich auf deine "zuviel" gezahlte Miete verlassen, dadurch, dass du gezahlt hast, hast du ja quasi dein Einverständnis gegeben.

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Kommentar von konstanze85
06.05.2011, 00:56

Sehe ich auch so, durch stille Zahlung gibt man sein Einverständis, sofern die 50 € nicht jeden Monat unter Vorbehalt auf ein separates Konto gegangen sind.

Und den unregelmäßigen Mietzahlungen hätte man mit einem Dauerauftrag oder einem Lastschritfteinzug entgehen können.

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Kommentar von dakilla86
06.05.2011, 01:05

(1) Das Mieterhöhungsverlangen nach § 558 ist dem Mieter in Textform zu erklären und zu begründen.  

Die Erklärung hat dem Mieter gegenüber in Textform zu erfolgen, eine Begründung unter Benennung des Erhöhungsbetrages oder der neuen Endmiete ist ebenfalls Voraussetzung eines wirksamen Erhöhungsverlangens, § 559b BGB.

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ich würde an deiner stelle mal zum mieterschutzbund gehen.

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ganz schnell zum Mieterschutzbund gehen!!!

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