Fristgerechte Kündigung ohne Grund

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7 Antworten

Wenn ihr einen Betriebsrat habt, geh zu ihm. Der muss informiert sein und die Kündigungsgründe kennen. Allerdings vermute ich, dass ihr keinen habt. Der hätte sonst mit Dir gesprochen (wenn er seine Arbeit anständig macht).

Die Frist zum Einreichen der Kündigungsschutzklage beträgt drei Wochen ab Zugang der Kündigung. Spätestens dann muss der Kündigungsgrund genannt werden. In der Kündigung selbst braucht er nicht zu stehen.

Für die Kündigungsschutzklage gehst Du zum Arbeitsgericht. Dort gibt es eine Rechtsantragstelle bei der kostenlos Klagen zu Protokoll gegeben werden können. Außerdem solltest Du Dir einen Anwalt für Arbeitsrecht suchen. Wenn Du in der Gewerkschaft bist, übernehmen die das. Solltest Du dort kein Mitglied sein und auch keine Rechtsschutzversicherung haben, kannst Du auch Prozesskostenhilfe beantragen.

Für Abfindungen gibt es kein Gesetz. Diese werden entweder vor Gericht ausgehandelt oder der Arbeitgeber bietet von sich aus eine an. Zum Jobcenter musst Du unbedingt so schnell wie möglich. Solltest Du erst in ein paar Wochen hingehen bekommst Du eine Sperre des ALG.

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Hallo,

habe recherchiert und dies bei "wer.weiss.was gefunden :

Die Kündigungsfrist ist abhängig von der Anzahl der Beschäftigungsjahre und ist im BGB §622 geregelt.

"§ 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen (1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

(2) Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen

  1. zwei Jahre bestanden hat, einen Monat zum Ende eines Kalendermonats,
  2. fünf Jahre bestanden hat, zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  3. acht Jahre bestanden hat, drei Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  4. zehn Jahre bestanden hat, vier Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  5. zwölf Jahre bestanden hat, fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  6. 15 Jahre bestanden hat, sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  7. 20 Jahre bestanden hat, sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Bei der Berechnung der Beschäftigungsdauer werden Zeiten, die vor der Vollendung des 25. Lebensjahrs des Arbeitnehmers liegen, nicht berücksichtigt.

Also, sieht so aus, als ob dir eine längere Kündigungsfrist zustehen würde.

Der Arbeitgeber macht es sich leicht, oder er ist nicht informiert. Gibt es bei euch einen Betriebsrat ?

Der Gang zu einem Arbeitsrechtler könnte sich lohnen. Beim Arbeitsgericht gibt es keine Kosten.

Vorerst den Arbeitgeber nicht informieren. Sich einkapseln ist kein Grund für eine Kündigung ! Die Tatsache, ob du die Pausenzeiten mitberechnet hast, könnte eventuell ein Grund sein, abr es hängt auch von den Begebenheiten am Arbeitsplatz (du durftest dein Arbeitsplatz nicht verlassen, z. B.)..

Ein Arbeitsrechtler kann dich aufklären. Auf jeden Fall gibt dir eine längere Kündigungszeit mehr Luft. Du kannst in aller Ruhe eine andere Arbeit suchen. Aber vielleicht läßt sich diese Kündigung nicht mal begründen, und der AG muß die K. zurücknehmen. Nun ist es in solchen Fällen dann schwierig ein gutes Verhältnis zum AG zu pflegen..

Laß dir auf jeden Fall ein Zwischenzeugnis geben. Der Anwalt sollte auch diesen überprüfen.

In Zukunft so wenig wie möglich über deine Probleme, bzw. familiären Verhältnissen dem AG bekannt geben. Ich sehe nur, daß er dich vielleicht los werden will, weil du jetzt alleinstehende Mutter bist, mit all den Konsequenzen : dir stehen mehr freie Tage zu, wenn du x Kinder zu versorgen hast... usw... Außerden ältere oder alteingesessene Mitarbeiter sind teuerr als solche die gerade ihren Abschluß gemacht haben...

Erkuundige dich auf jedem Fall bei einem Arbeitsrechtler.

Viel Erfolg, Gruß, Emmy

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Kommentar von DMelli
01.04.2012, 12:33

Vielen dank! Und ja ich dürfte den Arbeitsplatz nicht verlassen! Wo finde ich kostenlose arbeitsrechtler? Und die Frist ist korrekt!

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Dringend eine Kündigungsshutzklage einreichen!

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Kommentar von johnnymcmuff
01.04.2012, 12:13

Dann natürlich zur Agentur für Arbeit und Antrag auf ALG I stellen.Ggf, bei der Arge ersatzweise Hartz IV beantragen falls der Arbeitgeber keine Lohn zahlen sollte.

Ob es eine Abfimdung gibt kann ich nicht sagen. In der regel nur wenn es tariflich vereinbart ist oder im Vertrag steht.Dazu kann Ihnen Ihr Anwalt mehr sagen.

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auf jeden fall Küschuklage einreichen. Wenn er dich kündigt sollte auch ein echter grund gegeben sein. ( betriebsbedingte kündigung, personenbedingte kündigung als bsp. ) allein nur nen oder 2 gründe mündlich nennen ist schon etwas komisch. Suche dir am besten einen anwalt, der macht alles !

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Kommentar von DMelli
01.04.2012, 12:09

Wo wende ich mich hin? Kostet das was?

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Eine fristgerechte Kündigung muss keinen Grund haben - sie ist ja fristgerecht.

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Kommentar von Memmenie
01.04.2012, 12:07

falsch, fristgerecht heisst ja nur dass eine frist eingehalten wird, allerdings nicht der grund !

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Abfindung nur wenn es im Arbeitsvertrag steht oder tariflich geregelt ist ansonsten hast du keinen gesetzlichen Anspruch darauf.!

Wo Fang ich jetzt an? Erst zum Jobcenter? Ich komme aus Berlin!

Ja! am besten das von Berlin ! ;)

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Kommentar von DMelli
01.04.2012, 12:07

Haha! Vielen dank!☺

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Kommentar von emily2001
01.04.2012, 12:34

Hallo,

ich würde sagen auch so bald wie möglich zum Anwalt, eine(n) Arbeitsrechtler/in, also ein Anwalt spezialisiert auf Arbeitsrecht !

Beim Arbeitsgericht entstehen dir keine Kosten !

Du kannst dir einen Beratungsschein beim Arbeitsgericht besorgen, wenn du geringverdiener bist...Diesen Schein dann beim Anwalt abgeben. Dich aber vorher vergewissern, ob der Anwalt ihn entgegennimmt. Manche Kanzleien tun sich da schwer. Also erst der Sektretärin fragen, wenn du mit einem Beratungsschein ankommst. Wegen evtl. Prozeßkostenhilfe (Gebühren des Anwalts werden übernommen, nachher, je nach dem, braucht man nichst zahlen, oder man erstattet die Kosten auf Raten).

Anwalt sorgfältig auswählen, er / sie muß eine gewisse Erfahrung haben (kompetent sein) und einigermaßen sympathisch und ehrlich sein.. Wichtig : der Anwalt muß , wenn nötig, schell reagieren können. Manche schieben leider alles auf die lange Bank..

Gruß, Emmy

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Gabs vorher eine Abmahnung?

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Kommentar von DMelli
01.04.2012, 12:08

Gar nichts! Es hat mich gestern total unverhofft getroffen!

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