Frieren Bäume ein?

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7 Antworten

https://www.welt.de/wissenschaft/article11684983/Warum-Baumstaemme-im-Winter-nicht-durchfrieren.html

„Baumstämme frieren nicht durch, denn sie enthalten gar nicht so viel Wasser“, sagt Heike Bohne vom Institut für Zierpflanzen- und Gehölzwissenschaften der Leibniz Universität in Hannover. Ein Baumstamm ist aus verschieden Schichten aufgebaut, von denen nur die Leitgewebe und das so genannte Kambium mit Pflanzensaft gefüllt sind. Sie sind die lebenden Anteile des Baumstammes und bilden eine dünne Schicht unter der Rinde. Hier findet auch das Dickenwachstum des Baumes statt: Zellen im Kambium bilden nach innen Holz und nach außen Bast, das im Verlauf der Zeit zur Borke wird.

„Diese verholzten Teile enthalten nur wenig Feuchtigkeit - hier bildet sich also auch kein Eis“, sagt Bohne. Die Borke wirkt wie ein Mantel für den Baum: „Sie besitzt viele Lufteinschlüsse und bildet dadurch eine Wärmedämmung.“

Bäume frieren nicht ein, weil es eben nicht nur Wasser ist, was sie in den "Adern" haben, sondern eine Lösung verschiedener Salze. Also quasi Wasser mit Frostschutz - genau wie in Deinem Autokühler und hoffentlich auch in der Scheibenwaschanlage.

Hallo!

Grundlegend: Nein, Bäume frieren nicht ein.

Es gibt verschiedene Baumarten. Natürlich sind die Bäume hier bei uns in der Umgebung die Wetterlage eher gewohnt, als z.B. ein Baum vom Tropenbereich.

Im Winter "fängt der Baum die Sonnenstrahlen", d.h. die Rinde speichert die Wärme und bei Frost, kann diese nach und nach verbraucht werden.

Die Blätter fallen im Winter bei einem Laubbaum ab, weshalb nicht mehr so viel Wasser benötigt wird. Dies ist ein Schutzmechanismus. Das ist ein sehr interessantes, aber auch umfangreiches Thema.

Bei Nadelbäumen (da die Nadeln nicht abfallen), wird der Baum mit der gespeicherten Energie / Wärme durchgehend versorgt, sodass die Nadeln nicht abfallen müssen, um den Baum zu schützen.

Ich hoffe, man kann verstehen, was ich erklären wollte :)

Liebe Grüße

Der Stamm selbst ist relativ geschützt gegen Frost, denn wenn das Wasser im Stamm friert, dann ist der Baum erledigt.

Die Blätter selbst sind da anfälliger, weshalb die auch schon eher absterben und dann abgeworfen werden.

Bei Nadelbäumen ist es außerdem so, dass die  Blätter zu Nadeln geformt sind, damit sie eine möglichst kleine Fläche haben, auf der die Biowärme entweichen kann.

Aber wenn ich bedenke, dass Schneeglöckchen sich mit ca 10°C Biowärme durch den Schnee durch schmelzen beim wachsen, dann könnte es sein, dass Bäume sich auch selbst wärmen. Immerhin verbrauchen Pflanzen auch selbst Sauerstoff, wenn auch weniger, als sie produzieren. Und diese Reaktion erzeugt Wärme.

Nadelbäume "duften", weil sie ätherische Öle enthalten, die erst bei viel tieferen Temperaturen einfrieren als das Wasser/Saft, der in den Blättern von Laubbäumen enthalten ist. Und deshalb behalten Nadelbäume ihre "Blätter" im Winter, aber "warm" sind sie deswegen trotzdem nicht.

Im Winter betreiben Pflanzen keine Photosynthese - sondern leben von ihren Reserven ... also kein Wasserkreislauf.

Manche Bäume tricksen die Natur aus, indem sie ihren Pflanzensäften Zucker als Frostschutzmittel zugeben ... diese können nach dem abzapfen zu Ahornsirup eingekocht werden.

Nein.

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