friedensmöglichkeietn zwischen denn Juden und denn araber?

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4 Antworten

Es ist ein kaum zu lösendes Puzzle. Auf der einen Seite die Israelis (ich halte es lieber politisch und nicht religiös) sind auf der Suche nach eigener Identität, was tendenziell eher in Richtung Abgrenzung deutet, was auch über die Politik deutlich wird. Wer nach der eigenen Identität sucht, tut sich unglaublich schwer darin, Kompromisse einzugehen, aber die Lösung von Konflikten geht immer über eine gegenseitige Kompromißbereitschaft. Ähnlich geht es den Palästinensern, die durch die Errichtung von Israel auch entwurzelt wurden. Sie haben zwar gerade dadurch zu einem kollektiven Identitätsbewußtsein gefunden, welches aber gerade auf Israel als Feindbild aufbaut. Auch steht, dies aber auf beiden Seiten, der Stolz einem Kompromiß entgegen.

Hinzu kommt eine kulturelle Problematik. Im Nahen Osten geht sehr viel über Ehre und Stärke. Wer zuerst zaudert, einen Schritt zurück macht, verliert sein Gesicht. Es geht nur, wenn beide sich zeitgleich die vermeintlich gleiche Blöße geben. Alleine dies steht einer Lösung im Weg und hier hat Israel schon fast eine neurotisch zu bezeichnende Position eingenommen. Es wird mit der eigenen Position der Stärke der weitestgehende Erhalt des Friedens als auch der eigenen Existenz verknüpft. Dies erinnert ein wenig an den Kalten Krieg, der Unterschied besteht darin, daß es weniger ein Reißbrett-Kalkül ist, sondern stärker emotional geprägt. Emotionalität und Rationalität liegt in nahöstlichen Kulturen weit enger zusammen, als es sich Europäer träumen lassen, was nicht vergessen werden darf. Hier sind Europäer oft recht egozentrisch geprägt (weshalb auch die Einflußnahme von Staaten mit europäischer Prägung, dazu gehört auch die USA, nicht selten eher kontraproduktiv wirkt, weil man europäisches Denken voraussetzt).

Neurotische Strukturen auf kollektiver Ebene sind extrem schwer zu knacken, besonders dann, wenn mindestens auf einer Seite noch eine ökonomische Dimension hinzu kommt. Dies kann regelmäßig nur bottom-up erfolgen, dazu sind aber gerade kaum Tendenzen zu erkennen, auch der zunehmende Fanatismus läßt nicht wirklich hoffen.

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Stimmt denn das Gegenüber?

Es gibt europäische Juden und andere Juden und arabische Juden.

Es gibt Araber, die sind Christen, es gibt Araber, die sind Moslems, es gibt Araber, die sind jüdisch.

Bis die Engländer sowohl den Juden wie auch den Arabern (jetzt lasse ich mich selber auf dieses problematische Gegenüber ein) dasselbe Land versprochen haben, haben Juden und Christen und Araber an vielen Orten seit Generationen friedlich zusammen gelebt.

Warum soll es also keine Friedensmöglichkeiten geben?

Solange aber der Hass geschürt wird, indem z.B. auf der einen Seite Siedlungen forciert werden oder indem auf der anderen Seite die Angehörigen von (Selbstmord-) Attentätern reich entschädigt werden oder indem wieder auf der anderen Seite in einer Form von Sippenhaft die Häuser eingerissen werden, wird die Angelegenheit auf allen Seiten nur Leid bewirken.

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Wird es hoffentlich bald geben.

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Eine Tüte deutsch.

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