Freundliches Hallo an die Runde! Ich wohne mittlerweile 10 Jahre in einem Mehrfamilienhaus zur Miete. Seit ca. 2Jahren stinkt es erbärmlich aus der Erdgescho?

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3 Antworten

Hallo Eisi 62,

mutig (oder auch dumm) von dir, die Miete wegen erbärmlichen Gestanks nach altem Mann, dessen Fäkalien und kaltem Zigarettenrauch aus einer anderen Wohnung, um 10% zu mindern, nachdem du das Ganze bereits 1-2 Jahre "erduldet" hast.

Gerade bei Mietminderung wegen "üblen Geruchs" gibt es so dermaßen viele und sehr konträre Urteile quer durch die Republik, dass seriöse Experten niemals eine Mietminderung von 10% empfehlen. Denn das Empfinden von Gestank ist sehr unterschiedlich und muss ggf. vor Gericht und durch einen Sachverständigen bewiesen werden. Die Entscheidung, ob dann eine Mietminderung --und wenn ja in welcher Höhe--  gerechtfertigt ist, trifft das Gericht und ist somit immer einzelfallabhängig.

Zwar gibt es ein Grundsatzurteil aus Karlsruhe, aus dem hervorgeht, dass Fäkalgeruch grundsätzlich nicht hingenommen werden muss, es wird aber in diesem auch betont, dass es sich hierbei um ein Basisurteil handelt, das nicht geeignet ist, daraus generell einen Mietmangel und Mietminderung abzuleiten.

Zu der Geruchsbelästigung durch kalten Zigarettenrauch gibt es viele Urteile, die die Belästigung der Mitbewohner eines Hauses als so gering einschätzen, dass daraus kein Mietmangel hervorgeht. Es gibt auch Urteile, die darin einen Mietmangel sehen, da musste dann aber schon der Rauch durch undichte Türen in die Wohnung desjenigen, der den Geruch bemängelt, gezogen sein.

Ob der erbärmliche Gestank nach altem Mann ein Minderungsgrund ist, wage ich erheblich zu bezweifeln, denn dieser Vorwurf käme schon einer Diskriminierung nahe, und daher dürfte es unmöglich sein, ein Urteil, das daraus einen Mietmangel + Minderung ableitet, zu finden.

Die Androhung der Kündigung und Kündigung an sich wegen Mietschulden ist allerdings rechtens. Auch darf ein Vermieter wegen "Störung des Hausfriedens" nach ungefruchteten Verhandlungsversuchen und Abmahnung, dem "Störenfried" kündigen......und hier ist die Frage, wen er nun für einen solchen hält: die "Stinker" oder den ewigen "Stänkerer".....

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Freuen Sie sich, dass Sie 8 stinkefreie Jahre verbringen durften. Ihre empfindliche Nase und die insoweit unbegründete Kürzung der Miete wurd Ihnen die Suceh nach eine neuen Wohnung erleichtern, bis die Kündigung durch den Vermeiter greift. Nach inzwischen 2 Jahren sollten Sie sich wohl an den angeblichen Gestank gewöhnnt haben, indem Sie nun auch wissen, dass der von verkürzter Miete nicht weniger wird, oder tatsächlich von sich aus was neues stinfreies suchen.

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kann es sein, dass das Verteidigungsdüfte aus dem EG und OG sind? Vieleicht überprüfst Du einmal Deine eigenen Düfte von ev. Haarsprays, Deodorands, Shampoos, Nagellack oder Parfüms auf allgemeinverträglichkeit.

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