Freundin wurde in Kindheit vergewaltigt

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7 Antworten

Einige Lösungsvorschläge hier sind sehr gut, dennoch will ich auf folgendes Aufmerksam machen: JA, eine Behandlung ist vielleicht wichtig und unumgänglich, damit sie eine vernünftige Beziehung führen kann.

ABER: Das liegt in IHRER Verantwortung. Du kannst sie darauf aufmerksam machen und ihr berichten, wie es bei DIR ist. Aber BITTE: Mach keine eigene Therapie mit ihr. Da gehört eine vernünftige Ausbildung zu und nicht jeder geht gleich mit diesem Problem um. Lass das jemanden machen, der Ahnung davon hat. Und noch was: Sie muss sich anmelden. Überrede sie nicht. Du kannst mit Fehlern diesen Weg für immer verschließen, ihn jedoch nicht offenlegen...

Hängt davon ab... Bei sexuellem Mißbrauch ruht die Verjährungsfirst bis zur Voljährigkeit.

Wie du schon richtig erkannt hast wäre eine Therapie sehr zu empfehlen. Um die Warezeiten zu überbrücken käme bei sehr akuten Beschwerden auch eine zusätzliche medikamentöse Behandlung in Frage.

Eine Beratungsstelle ist sicher auch eine gute Idee.

Die Dunkelziffer ist sehr hoch. Ich habe im Radio gehört, das in jeder Schulklasse in Deutschland, statistisch 1 Kind sitzt das sexuelle Übergriffe erdulden musste. Wenn die Opfer dann Anzeige erstatten, gibt es meist keine Zeugen oder es ist verjährt. Du solltest deiner Freundin beistehen. Sie sollte mit einem Therapeuten darüber sprechen. So eine Therapie kann Jahre dauern. Jedoch sollte Sie das machen um irgendwann mit dem erlebten umzugehen und dann ein normales Leben führen zu können.

Kopf hoch. Diese Täter gehören weggesperrt und nicht mehr raus gelassen.

Soviel ich weiss ist das so wenn man das 18 Lebensjahr vollendet hat dauert es 20 Jahre bis es verjährt.

Ja geh mit ihr zu einer Beratungsstelle, ansonsten gib ihr Telefonummern von Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen. Bei uns (Schweiz) gibt es auch so eine Opferhilfe, vielleicht könnte sie sich da melden. Ansonsten, ich persönlich musste zuerst lernen, dass es auch Männer gibt die einem nichts tun wollen.

Liebe Grüsse. Coleen.

Bei uns in Deutschland sind es 10 Jahre Verjährungsfrist ab Volljährigkeit. Und auch in deutschen Städten gibt es Opferhilfen.

Ansonsten: DH für deine Antwort!

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Ich bin ein alter Mann. Kann also nicht so fühlen wie eine Frau. Aus meiner Lebenserfahrung rate ich deiner Freundin, die Vergangenheit abzuhaken und das Leben neu beginnen. Ausgehen und einen Freund finden und mit ihm darüber reden. Wenn er für sie Verständnis hat und sie über alles redet., werden die Albträume bald verschwinden. Ein Sprichwort sagt: Die Zeit heilt Wunden.

Es hat nach dem 2. Weltkrieg viele von Russen vergewaltigte Frauen gegeben. Damals hat es garnicht so viele Therapeuten wie vergewaltigte Frauen gegeben. Eine gut Bekannte von mir war vergewaltigt worden, hat ein Kind bekommen und gleich zur Adoption freigegeben. Sie hat einen verständnisvollen Mann gefunden und war glücklich verheiratet.

Zu deinem 2. Absatz: das war für diese arme Frau vielleicht schlimmer, als du es dir vorstellen kannst - es kam ausser der Vergealtigung noch die Schwangerschaft inclusive Kindsbewegungen, und später eine über Stunden schmerzhafte Geburt hinzu. Und wer weiß, wie oft sie mit ihren Gedanken bei diesemKind ist, dass "zur Hälfte" ja auch ihres ist.

Mag diese Frau das auch abgehakt haben, ich glaube, die meisten könnten nicht so leicht damit umgehen.Kenne eine Frau aus der Zeit, die erst jetzt, wo sie über 80 ist, manchmal von ihrer Heimat erzählt, und wenn es ganz hoch kommt erzählt sie auch von der Flucht, aber niemals verbunden mit dem, was die Frauen speziell anging.

Aber deinen Rat in dem 1. Absatz deines Beitrags sollte man sich wirklich mal überlegen. Ich selbst nenne das "Manchmal hilft es auch, einfach einen Deckel draufzutun." Manchmal eben.... Interessanter Beitrag! Liebe Grüße, ahoi

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@ahoi1

Ich kann natürlich nicht die Gefühle dieser Frau wiedergeben. Sie war meine Trauzeugin. Über ihre Erlebnisse haben wir nie gesprochen. Ihr Schicksal wurde mir von ihrer Mutter geschildert. Diese Frau war aber nicht die Einzige in der damaligen Zeit, die so etwas erlebt hat. Ist nur später tot geschwiegen worden.

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Sehr gut das Du ihr Hilfst! Falls du nicht weiterweist, spreche das mit Fachpersonen ab.

Das ist ein ziemlich heisses Thema und sollte nicht unbedingt im Forum breitgetreten werden. Aber ich an deiner stelle würde mit ihr zu einer Beratungsstelle gehen. Die gibt es ja auch von diversen Hilfsorganisationen wie BRK, Malteser; Johanniter.......

Viel Glück

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