Freundin verstorben - wie komme ich aus der Depression raus?

13 Antworten

Hey,

erstmal tut es mir sehr leid für euch! Es ist erstmal eher Trauer, das hatte ich (w/17) mal mit 15/16 Jahren. Meine Oma starb damals (Ende 2013) und ich war total neben mir...

  • ich hatte keinen Hunger
  • ich schlief schlecht
  • ich kapselte mich komplett ab
  • ich war die ganze Zeit deprimiert
  • ich zeigte irgendwann autoaggressives Verhalten auf (was leider wegen anderer Probleme noch heute besteht)
  • ich wurde plötzlich extremst schlecht in der Schule, schrieb nur 5er und 6er, zog mich auch im Unterricht komplett zurück und wurde auch von Lehrern angesprochen, was mit mir los sei
  • wenn mich irgendwer ungewollt ansprach, wurde ich sofort aggressiv und schrie denjenigen an
  • etc.

Also relativ viel. Das Problem ist: Du musst versuchen, die Trauer zu verarbeiten. Wenn du die Trauer nicht zulässt, dann wird sich nichts ändern, ich spreche aus Erfahrung. Ich habe zu Beispiel nie geweint, da ich es als Zeichen von Schwäche sah. Ein fataler Fehler! Ich habe so halt alles in mich hinein gefressen und das macht es nicht gerade besser. Lasse Tränen zu, sie können ein Ausdruck für Trauer, aber auch ein Ventil sein und dir beim Verarbeiten helfen. 

Es gibt auch andere Möglichkeiten, mit der Trauer umzugehen. Man kann Tagebuch schreiben (das habe ich in der Zeit sehr intensiv gemacht), REDEN (Reden kann wirklich sehr helfen!), Sport treiben (ich bin leider ein Sportmuffel)...es gibt sehr viele Möglichkeiten, die Trauer zu verarbeiten, du musst eben für dich den besten Weg der Verarbeitung suchen.

Bist du gläubig? Für viele Gläubige ist ihr Glaube ein guter Weg, um mit dem Tod "abzuschließen" und die Trauer zu verarbeiten. Ich bin Atheistin, weshalb ich mich zu dieser "Methode" nicht wirklich äußern kann.

Wichtig ist jetzt vor allem Eines: Lass dich von der Trauer nicht beherrschen! Klar, in den ersten Tagen ist das normal, aber depressiv bist du noch nicht. Ich hatte diese Phase die ersten drei Monate sehr extrem und bin trotzdem nicht depressiv (laut Therapeutin, der ich Glauben schenken kann). Wenn du wirklich damit nicht allein fertig werden solltest, dann ist eine Therapie auch eine Möglichkeit, um dieses Ereignis verarbeiten zu können - diesen Weg wählen glaube ich sogar relativ viele. Es gibt ja für alles Mögliche Therapien, auch dafür.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass es für dich auch bald wieder bergauf geht. Der Verlust ist schwer, aber man sollte sich davon nicht gefangen nehmen lassen - es bringt niemanden weiter, am wenigsten dich! Als ich da drin steckte, waren meine Lehrer auch ratlos...weil ich mich halt davon hab gefangen nehmen lassen....wie gesagt, das ist falsch. Sei zuversichtlich, so schwer es dir auch fällt! Ich wünsche dir die Kraft, dieses Tief zu überstehen. Auch du kannst es schaffen :)

Wenn du wen zum Reden brauchst, kannst du mich gern anschreiben. Ich wünsche dir alles, alles Gute.

LG ShD

Ein tolles Kommentar, ich hätte wahrscheinlich etwas ähnliches geschrieben.
Man konnte die Betroffenheit spüren, trotz dem eher sachlichen Schreibstils.

Wünsche dir, Haytham, viel Kraft und Hoffnung zu dieser schweren Stunde.

Gruß Kuro

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Danke dir für dein mitgefühl ich hoffe das dies sich bald alles etwas normalisiert aber vorerst brauche ich denke ich wirklich ein bisschen ruhe..

2

Hallo HaythamKenway,


erlaube Dir selbst, um sie zu trauern. Erlaube Dir, um sie zu weinen. Das wird Dir helfen.

Denk an sie und versuche, besonders an die schönen Dinge zu denken. Freude und Spaß, den Ihr zusammen hattet.

Das bewahrt ihr Andenken.

Sprich mit anderen Menschen über Deine Trauer. Dies ist ganz wichtig und glaube nicht, daß andere davon genervt sein werden.

Trauer dauert unterschiedlich lang. Du brauchst Dich nicht schuldig zu fühlen, weil Du weiterlebst. Freu Dich, daß Du sie und Eure Freunschaft gehabt hast und halte Dich an diesen schönen Erinnerungen fest.

Und ganz wichtig: nimm Dir Zeit für Trauer und Einsamkeit, aber nimm Dir auch Zeit für anderes. Igel Dich nicht ein und friß Deine Traurigkeit nicht in Dich hinein.

Ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem Weg,


klickybunti

Nachtrag.... schreibe ihr einen Brief mit all Deinen Gefühlen und verbrenne oder vergrabe ihn...




Ich danke dir von herzen für diese netten zeilen, ich denke oft an die schönen zeiten nur möchte ich nicht das ich jemand mjt meiner schlechten laune jemand damit anstecke oder nerve

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@HaythamKenway

Natürlich sind Menschen, die nicht direkt betroffen sind, schneller "ungeduldig", wenn es um das immer wiederkehrende Thema geht. Aber es ist wichtig, daß Du Dich anderen Menschen mitteilst. Und ob Du diese mit Deiner schlechten Laune ansteckst, ist momentan nicht so wichtig.

Es ist ein schwerer Weg...

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Deine Freundin ist tot (das ist sehr traurig, wenn jemand so jung sterben muss, sogar noch trauriger, als wenn sonst jemand stirbt), Du aber lebst! Sie hätte bestimmt nicht gewollt, dass Du jetzt nie wieder lachst, nie wieder liebst und nie wieder jemanden für Dein Leben findest.

Natürlich musst Du um sie weinen und trauern, sonst kannst Du das nicht verarbeiten. Aber denk auch an die vielen, schönen Momente, die Ihr miteinander hattet. Sieh Dir Fotos an, wo Ihr gemeinsam und/oder auch mit anderen Freunden zu sehen seid. Mach Dir eine Fotocollage und häng sie in Dein Zimmer. Sprich mit anderen Freunden über sie, nach dem Motto: Weist Du noch, letztes Jahr?

Ich wünsche Dir viel Kraft, um das durchzustehen. Und irgendwann wirst Du wieder lächeln, wenn Du an sie denkst :)

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