Freundin verheimlicht Kind

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7 Antworten

Hallo lana2345

erst einmal zu dir. Deine Freundin kann sich glücklich schätzen, dich als Freundin zu haben.

Vielleicht kannst du sie doch noch überreden, dass die ihrem Freund das so schnell als möglich erzählt. Irgendwann wird sie sich der Situation stellen müssen. Irgendwann kommt es vielleicht durch einen dummen Zufall heraus. Es ist nie zu spät, ihm das zu sagen. Wenn er sie liebt, dann wird er Verständnis für sie haben.

Deine Freundin war ja selber noch ein halbes Kind, als sie Mutter wurde und wenn sie seinerzeit mehr oder minder zum GV gezwungen wurde, dann kann man sich schon vorstellen, dass die durch die Umstände wie sie Mutter wurde, vielleicht deshalb keine Bindung wie andere Mütter zu ihrem Kind entwickeln konnte.

Aber sie hat das Sorgerecht und sie sieht ihr Kind immerhin in Abständen. Je länger sie damit wartet ihr "Geheimnis" zu lüften, desto schwieriger wird ihre Beziehung belastet. Sollte ihr Freund wider Erwarten kein Verständnis dafür haben, dann wäre er eh nicht der richtige und je eher sie mit ihm spricht, desto erleichtert wird sie im nachhinein sein.

Aber schön, dass du ihr da diskret zur Seite stehst.

Juristisch mögen sie Mutter und Tochter sein, aber die Beziehung sieht real ja anders aus. Ich habe einmal gerechnet. Als das Kind auf die Welt kam, war deine Freundin ja höchstens 14 Jahre alt, selbst fast noch ein Kind. Wie reif mag sie damals gewesen sein? Das Kind in eine Pflegefamilie zu geben wird damals die richtige Entscheidung gewesen sein. Im Nachhinein kann man die damaligen Umstände kaum beurteilen. Weder du, noch ihr Freund oder sie selbst kann darüber jetzt noch urteilen.

Es wird wohl nie dazu kommen, dass dieses Kind mit seiner Mutter zusammenleben wird. Sie hat keine Muttergefühle dem Kind gegenüber. Der Status Quo ist daher für das Kind, seine Entwicklung usw. sicher besser. Man kann das Verhältnis der beiden zueinander auch einordnen wie Tante und Nichte. Für das Kind ist diese Situation sicher besser, als immer wieder hin und her gezerrt zu werden.

Bisher ist die ganze "Sache" auch nicht rausgekommen.

Du schreibst, als ob es darum ginge, deine Freundin eines Verbrechens zu überführen. Da habt ihr aber beide die falsche Sichtweise.

Was wird passieren, wenn er von der Tochter erfährt? Wie wäre es, wenn er ein Kind mit einer anderen hätte, das er nur hin und wieder einmal sieht? Das wäre doch eine vergleichbare Situation. Großartige Vatergefühle würde er auch nicht entwickelt haben, oder? Also warum macht sie sich da so viel Kopf?

Um in einer Partnerschaft ganz verschwiegen zu werden, ist die Sache aber zu umfangreich. Sie sollte es ihm lieber sagen, bevor er doch einmal ganz zufällig dahinter kommt. Der richtige Moment ist dafür übrigens jederzeit, wenn die beiden unter sich sind.

@Bethmannchen: DH, sehr gut analysiert!!! Ich sehe es genauso.

Möglicherweise steckt aber zusätzlich noch dahinter, dass sie nicht möchte, dass Ihr derzeitiger Partner, der sicher genauso gut rechnen kann wie Du ;)) auf diese Art erfährt, wie frühzeitig sie sich bereits mit einem Jungen eingelassen hat ohne mögliche Folgen einzurechnen. Das läßt sie nicht unbedingt in einem guten Licht dastehen, so dass sie Angst davor hat, dass sie der neue Partner als leichtfertige Person ansehen könnte.

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@Adlerblick

Nach neun Jahren kann man das doch wohl als Jugendsünde abhaken. Was hat man in dem Alter nicht sonst noch alles für Dummheiten gemacht. Als Erwachsener sollte man das doch mit mehr Abstand sehen.

Und so schlimm ist das nun doch nicht im Vergleich zu einer so dicken Tatsache, die da verschwiegen wird. Dazu gehört auch, dass man seine Animositäten beiseite packt. Eine Buckel könnte sie ja auch nicht verschweigen.

Sie steckt da in einer Klemme, die von unserer Gesellschaft impliziert ist. Der erste spontane Gedanke in so einem Fall ist immer: "Eine Mutter gibt ihr Kind doch nicht weg!" Im Nachhinein ist immer leicht "ver-urteilen". Die selbe Entrüstung erntet manche Frau, wenn sie erzählt, dass sie einmal ein Kind hat abtreiben lassen.

Von anderen ist der Vorwurf "Wie konntest du nur..." immer schnell und leicht gesagt. So kann man dann auch ganz leicht Prinzipienreiterei treiben und Moralvorhaltungen machen. Man steckte ja nicht selbst in der Situation, war nicht beteiligt und nicht einmal dabei. Da ist dann leicht sagen, das hättest du damals nicht tun dürfen.

Merkwürdig ist in unserer Gesellschaft, dass in der umgekehrten Situation so einem "frühen Vater" kaum jemand Vorhaltungen macht. Da denkt man dann wohl, es gibt ja Wasser und Seife, Hauptsache er bezahlt den Unterhalt.

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Den richtigen Zeitpunkt soll es nicht mehr geben? Aber die Zeit bleibt nicht stehen, im Gegenteil. Wenn sie ihm nun noch das Geständnis machen würde und das Ganz vernüftig einleitet und aufzieht, wird er es verstehen. Im Gegenteil, vielleicht, wenn die beiden eine richtig gute Beziehung führen, wird es vielleicht sogar eine Rückführung geben können. Natürlich nur wenn beide das wollen.

In jedem Fall scheint sie eine ernsthafte Beziehung mit ihrem Freund führen zu wollen, die offensichtlich unabsehbar Bestand haben soll. Also wird sie ihm das Kind nicht immer geheimhalten können. Das würde sie ihr Leben lang unter Druck setzen.

Was die Angabe des leiblichen Vaters angeht. Auch das ist sehr wichtig, gesetzt der Fall, das Kind benötigt zum Beispiel mal eine Knochenmarkspende. Außerdem ist der Vater auch unterhaltspflichtig, wenigstens der Pflegefamilie gegenüber, was wahrscheinlich bisher das Jugendamt übernimmt.

Im Übrigen rückt Deine Freundin sich überall in ein schlechtes Licht. Wenn ich das richtig verstehe, ist das Kind durch eine Vergewaltigung gezeugt worden, sie nimmt alles auf ihre Kappe und der Vater muss sich nicht im GERINGSTEN verantworten.

Erstmal zu Dir..ich denke, Du verhälst Dich genau so, wie man sich in dem Fall auch verhalten sollte als Freundin.

Zwingen kannst Du sie natürlich nicht ihr aber raten..mal ganz tief in sich zu gehen und sich dazu durchzuringen, ihm die Augen zu öffnen! Dazu kann es nie zu spät sein und wenn wahre Liebe seinerseits vorhanden ist, dann wird er sich..sicher nach einem Schock auch daran gewöhnen und..wahre Liebe kann so einiges verzeihen..sie soll sich dazu bekennen..und das so schnell es geht!! Sag ihr bitte..ich wünsche ihr Kraft und auch Mut, dem ins Auge zu sehen..

Ich kann verstehen, dass es ihr sehr schwer fällt überhaupt über dieses Kind zu reden und warum sollte das dann ihr Partner der sie liebt nicht können, wenn das sogar Fremde können? Kleiner Haken bei der Sache, der Schock im ersten Moment wird für ihn sehr viel stärker sein, d.h. es kann schon sein, dass er im ersten Moment nicht so verständnisvoll reagiert, doch ich finde das kann man ihm verzeihen, ja sogar zugestehen. Auch mein Rat: Sie sollte es ihm umgehend erzählen, es wird nicht besser durch abwarten, den richtigen Moment für so etwas gibt es ohnehin nicht. Es ist zwar im Leben nie zu spät, solange er es nicht selbst herausfindet, doch später wird es halt schon und je später desto schwerer wird für ihn zu verstehen sein warum sie so lange kein Vertrauen zu ihm aufbringen konnte. Denn genau das ist es worum es geht, indem sie ihm ihr Kind verheimlicht vermittelt sie ihm das Gefühl ihm nicht genug zu vertrauen um damit zu ihm zu kommen.

Es gibt da so eine Regel: Lebenslügen kommen immer zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt ans Licht, daher ist es eben besser selbst die Regie zu behalten und sie aufzudecken, dann hat man wenigstens noch ein wenig Einfluss auf den Gang der Dinge.

erstmal fand ich deinen text gut geschrieben;) hinzu kommt das ich es ziemlich gut finde das du dir so ernsthafte gedanken machst!

situationen und lebensumstaende entstehen. hier darf bzw sollte man deiner freundin in meinen augen schon mal keine vorwuerfe machen! da du dies nicht tust sondern nach liesungen fuer ihre momentane gefuehls und gewissenswelt dir machst, gilt auch hier dir mein respekt. sicherlich auch nicht ganz einfach hinter dingen zu stehen die man selbst anders handhaben wuerde!

so nun zur frage! ich wuerde ihr zwingend ins gewissen reden reinen tisch zu machen.sie muss lernen irgendwann mal fuer dinge die sie tut oder halt nicht tut auch gerade zu stehen!ich finde es ist ein derber schlag wenn diese"sache" mal ans tageslicht kommt... ein paar wochen oder monate is ja ok... aber jahre?! wir reden auch wenn sie kein bezug zum kind hat nicht ueber irgendwas, sondern ueber ein leibliches kind! vielleicht is es fuer sie nix grosses aber fuer andere vielleicht schon! ich persoenlich halte sowas fuer sehr wichtig und zwingend erzaehlenswert! sie sollte ehrlich berichten wieso dinge passiert sind wie sie passiert sind und offen sein.... ein mensch der liebt wird sie nicht fallen lassen!

reagieren, ich würde sie verstehen...

rate ihr, sich ihm anzuvertrauen

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