Freundin sucht Studienplatz (Sprachen)?

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2 Antworten

Wer zwingt sie denn, Dolmetscher zu werden? 

Auch wenn das der Beruf ist, bei dem die meisten Leute landen, nachdem sie Historische oder Vergleichende Sprachwissenschaft studiert haben – und natürlich, wenn man einen ähnlichen Zweig studiert wie deine Freundin, dessen erklärtes Ziel das Übersetzen ist.

Will sie Russisch und Englisch ohne Schwerpunkt Übersetzen studieren? Ist das die Frage?

Denn auch wenn sie die beiden Richtungen studiert, kann sie nach dem Abschluss Lektor oder Texter oder alles, was ihr beliebt, werden. Frage ist nur, ob das sinnvoll ist.

Okay, ich entschuldige mich, ich habe den ersten Satz anscheinend nicht gelesen. Dann will sie vermutlich Anglistik, Slawistik oder generell etwas im Bereich Osteuropakunde studieren, nehme ich an, oder?

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Kommentar von wolle12345
03.06.2016, 19:49

der Beruf sollte natürlich sinnvoll sein und einen normalen Lebensstil möglich machen. Ein vernünftiger Beruf wäre übersetzten jedoch würde sie auch gerne wissen was vernünftige alternativen wären

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Keine Angst: Lediglich ein Bruchteil der Sprachstudenten ist gut genug, um ueberhaupt an eine Dolmetscher- oder Uebersetzertaetigkeit denken zu koennen.

Sofern man sein Studium als Berufsqualifikation nutzen moechte, kann man am Ende ueberall da arbeiten, wo es wichtig ist, dass jemand neben der eigenen Sprache (und Englisch) auch noch eine weitere Sprache beherrscht und mit/in der entsprechenden Kultur arbeiten kann.

Wenn man Experte fuer eine Sprache sein moechte, dann ist man immer auch Verbindungsstueck zwischen den betroffenen Laendern. Zwar wird es niemanden geben, der nur uebersetzt oder dolmetscht, aber das wird immer dazugehoeren.

Wo und wie sich ein moeglicher Job dann gestaltet, haengt von den Faehigkeiten, den Kontakten, den Arbeitserfahrungen (Praktika, Auslandsaufenthalte), dem Zweitfach und nicht zuletzt der Kreativitaet, Hartnaeckigkeit und Lernbereitschaft ab.

Wichtig ist allerdings, dass die betroffenen Sprachen alle (inkl. der eigenen Muttersprache und Englisch) auf einem sehr hohen, im Beruf verwendbaren und mit einem Muttersprachler nahezu gleichzusetzenden Niveau beherrscht werden. Dazu muss man zu den besten Absolventen des Jahrgangs gehoeren -- und das schaffen nicht viele, weswegen sich hartnaeckig das Geruecht haelt, dass man mit einem Sprachfach keine Optionen hat.

Der ganz grosse Rest macht irgendwas anderes, was teilweise noch nicht einmal mit dem Zweitfach zu tun hat. Das ist aber nicht unbedingt ein Sprachstudiengang-Phaenomen, sondern hat insbesondere viel mit der Einstellung der Studenten zu tun. Viele beherrschen ihr Fach ganz einfach nicht und da muss man sich dann nicht wundern, wenn die Jobmoeglichkeiten ausbleiben. ; )

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