Freundin liegt im Krankenhaus aufgrund Suizidversuch wieso tut sie mir das an?

11 Antworten

Zuerst einmal, das ist eine sehr schwere Phase durch die du Gerade gehst. Die Menge an Stress und Emotionen, viele negative, sind kaum zu vergleichen, nur mit extremen Situationen. Mein Beileid.

Du musst bedanken das ihr psychisches Leid nichts mit dir zu tun hat. ich weiß das das wahrscheinlich schwer ist, aber versuch es nicht persönlich zu nehmen. Wenn man unter der Art Stress steht und diese psychische Qualen hat, kann man nicht mehr an andere Denken.

Es ist sehr wohl möglich das sie dich noch liebt und das auch die ganze Zeit getan hat. Aber für jemanden der Borderline oder Depressionen nie erlebt hat, ist es unmöglich nachzuempfinden, wie es einer Person in solch einer Lage geht. 

Wie alt ist deine Freundin? Wie alt bist du? Wie lange seit ihr zusammen? Bekommt sie Hilfe? Therapie? Psychopharmaka? Stationäre oder ambulante Behanldungen? 

Es kann sein, auch wenn ihr einander liebt und zusammen sein wollt, sie einfach nicht in der Lage ist eine Beziehung zu führen. Auch wenn ihr eine Gute Beziehung hattet/hättet. Vielleicht kann ich das in einer Art Metapher ausdrücken:

Die Beziehung ist in diesem Fall Physiotherapie die jemand macht, nachdem er sich beide Beine gebrochen hat. Aber das kann er nicht in dem Moment anfangen wo er mit zwei gebrochenen Beinen auf der STraße liegt. Da muss erstmal die Notfalls versorgung ran. 

Was ich sagen will: Deine Freundin braucht dringend Therapie und wahrscheinlich Medikation. Sie ist, in dem jetzigen Zustand nicht in der Lage Energie in eine Beziehung zu stecken. Auch wenn es schmerzhaft ist, sie sollte sich wirklich auf sich selbst konzentrieren. Ihre persönliche Heilung. 

Wenn es ihr besser geht und sie sich ein stabiles Leben aufgebaut hat, wo sie mental gesund ist, mit Tiefs umgehen kann und einen geregelten Lebensablauf hat, kann sie sich wieder mit Beziehungen beschäftigen.

Und für dich will ich noch sagen, es ist keine Schande sich hilfe zu holen. Du machst eine sehr schwere Zeit durch und es wäre sehr nachvollziehbar wenn auch du dir Hilfe von professionellem Personal holen würdest. Davon kann jemand der soetwas mitmachen muss durchaus profitieren. 

Wie egoistisch Menschen doch sein können. 
Es wäre für deine Freundin wahrscheinlich echt besser, sich von dir Egomanen zu trennen. Mal ganz ehrlich, du schreibst, dass du mit ihr seit vielen Jahren zusammen bist. Scheinst dich aber mit dem Krankheitsbild Borderline und/oder Depression noch nicht wirklich auseinander gesetzt zu haben. 

"Warum tut sie mir das an? Liebt die mich gar nicht?"

Butter bei die Fische Jung. Bei einem Suizidversuch geht es nie um die anderen Menschen, sondern ausschließlich um den Menschen, der den Suizidversuch begeht. Sie tut also dir damit nichts an, sondern ausschließlich sich selbst. 

Wenn du dein verdammtes Ego mal zurück stellst, hinterfragst du vielleicht mal die Gründe für diesen Versuch. Vielleicht hast du sie zum Teil auch dazu getrieben. Hört sich jetzt hart an, aber anstatt rumzuheulen, solltest du dir mal lieber in die Richtung Gedanken machen und mit ihr gemeinsam ergründen wo es Probleme gibt, an denen ihr beide gemeinsam effektiv ggf. mit professioneller Hilfe arbeiten könnt. 

Es hat nichts mit lieben oder nicht lieben zu tun, wenn ein Mensch einen Suizidversuch begeht. Die Gründe sind viel tiefgreifender und tiefgründiger. Um das aber zu begreifen, muss man seine eigene Wohlfühlzone verlassen und sich mit der Erkrankung beschäftigen. In einer Partnerschaft haben sich beide über die Krankheit zu erkundigen. Soviel wie möglich kommunizieren und das hemmungs- und tabulos ist da schon mal ein wichtiger Schritt. 

Einfach nicht miteinander reden und sich aus dem Weg gehen ist schon mal ein Zeichen, dass die Beziehung mehr als das Problem einer psychischen Erkrankung und mehrerer Suizidversuche hat. 

Ein Partner, wie du es zu sein scheinst, verehrter Fragesteller, ist für Erkrankte mehr schädigend als hilfreich. Vielleicht versuchst du mal deine Empathie einzuschalten und sich in deine Partnerin hineinzuversetzen. Aber das bedarf einer gewissen Anstrengung. Wenn dir deine Partnerin auch nur das Geringste bedeutet, stehst du ihr in dieser schweren Zeit bei, egal was sie noch bringt. 

Beschäftige dich also ausführlich mit dem Krankheitsbild, werde empathischer und vor allem höre mit dem Selbstmitleid auf, denn hier geht es nicht um dich! Kommuniziere mit deiner Partnerin und gebe ihr die Sicherheit, dass du bei ihr bist, egal was da war oder noch kommen wird!

Wenn du zu all dem nicht fähig bist oder einfach unwillig bist, weil dir dein Ego mehr bedeutet als deine Partnerin, würdest du ihr wirklich einen Gefallen tun, wenn du aus ihrem Leben verschwindest. 

So verehrter Fragesteller, nun habe ich dir hoffentlich ein bisschen was zum nachdenken gegeben. Und bevor hier wieder irgendwelche komischen Kommentare kommen. Nein ich hate den Fragesteller nicht, aber in meiner jahrelangen Praxis als Seelsorger, habe ich eindeutig festgestellt, dass weniger die psychisch Erkrankten Probleme mit einer Beziehung haben, sondern das meist egoistische und ahnungslose Partner hinter den Beziehungsproblemen stecken. 
In 99,5 Prozent dieser Fälle ist es extrem erfolgreich, diesen egoistischen Partnern mal ordentlich den Kopf zu waschen und einen ordentlich Tritt in den Allerwertesten zu geben. Denkanstöße zu bekommen muss eben auch manchmal schmerzhaft sein um effektiv zu wirken. Wer mich dafür hassen will, soll dies bitte tun, ist mir dann aber auch egal. ;)   

Erstmal tut mir die Situation leid.

Zweitens. Die Frage sollte nicht sein "wieso tut sie mir das an?", sondern "wieso tut sie sich das an?" Das mag jetzt wie eine Entschuldigung für ihren Suizidversuch klingen, aber viele Menschen mit psychischen Krankheiten können nicht in dem Maße an andere denken, wie man es von 'gesunden' Menschen erwarten würde.

In solchen Momenten sieht man die Welt, als sei alles und jeder gegen einen, und diese Last kann so erdrückend werden, dass man nur noch will, dass es aufhört. Das ist schwer zu verstehen, wenn man es nicht selbst erlebt bzw. überlebt hat.

Nun ist das alles keine Entschuldigung und es ist sehr verständlich, dass Du mit alledem überfordert bist. Das wäre jeder. Man möchte nicht, dass der Mensch, den man liebt, stirbt und erst Recht nicht durch die eigene Hand. Vielleicht hast Du Gedanken wie "kann ich denn nichts tun?" oder "bin ich nicht wichtig genug für sie?"

Du kannst wenig tun. Du kannst nur da sein, ihr beiseite stehen und versuchen, ihren Schmerz zu lindern. Du bist ihr sicherlich wichtig, das steht nicht zur Debatte. Es ist ihr Kampf. Ihr Kampf mit sich selbst. Da kann niemand anderes mit kämpfen. Der Kampf kann nur positiver ausgehen, wenn er positiv beeinflusst wird (Unterstützung, Medikamente, Therapie etc.). Sie jetzt im Stich zu lassen ist einfacher, als das mit ihr durchzustehen, aber es kann negative Auswirkungen haben.

Wenn Du Dich dazu entschließen solltest, das mit ihr durchzustehen: hole Sie selbst Hilfe. Es gibt viele Psychologen oder Selbsthilfegruppen für Angehörige von Menschen, die mit schweren Depressionen /mentalen Krankheiten / Suizidgedanken kämpfen.

Das schaffst Du auch nicht allein.
Passt auf euch auf.

Alles erdenklich Gute
Noeru

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