Freundin ist Suizidgefährdet, bekommt keinen Klinikplatz

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Man muss zwischen 2 Arten von Klinikaufenthalten unterscheiden.

  1. Bei akuter Suizidgefahr geht man in die psychiatrische Institutsambulanz (PIA) des Klinikums der Stadt. Dort wird man auf jeden Fall aufgenommen und zwar solange, bis man wieder stabilisiert ist. Das bedeutet: man bleibt da solange, bis man garantieren kann sich nichts mehr anzutun. Wichtig hierbei: dieser Aufenthalt ist KEINE Therapie. Zwar kann man hin und wieder mit einem Arzt reden und bekommt auch Medikamente, eine richtige Therapie ersetzt das aber natürlich nicht. Die Psychologin hat insofern recht, als dass viele nach einer Nacht in der PIA wieder soweit runter gekommen sind (und mit Hilfe diverser Medikamente), als dass sie dann wieder als stabil gelten und entlassen werden. Auch gut zu wissen: in vielen PIAs wird einem geholfen eine stationäre oder ambulante Therapie zu finden und im optimalen Fall geht diese dann direkt im Anschluss los.
  2. Die zweite Variante ist eben die sogenannte stationäre Therapie. Da begibt man sich für mehrere Wochen oder Monate in ein Krankenhaus auf eine geeignete Station, um dort intensiv an einer Therapie teilzunehmen. Hier ist nicht das Ziel einfach nur zu stabilisieren, sondern zu "heilen". Dh. man will dem Patienten ganz viel Handwerkszeug in die Hand geben, um mit seinem Leben und den Problemen die es gibt klar zu kommen. Das dauert natürlich eine Weile. Für stationäre Therapien gibt es oft lange Wartezeiten (kann bis zu mehrere Monate dauern, bis man einen Platz bekommt). In dieser Zeit sollte man sich nicht scheuen regelmäßig zur PIA oder einem Psychiater zu gehen. Auch der sozialpsychiatrische Dienst der Stadt (kostenlos+anonym), Seelsorger, Schulpsychologen oder Pfarrer können helfen, die Wartezeit zu überbrücken.

In jedem Fall ist es wichtig sich ein gutes Netzwerk aufzubauen, damit man in jeder Situation weiß an wen man sich wenden kann. Hilfreich ist hierbei ein Zettel, den man immer bei sich trägt. Auf dem stehen die Telefonnummern von PIA, Psychiater, Pfarrer, Sozialpsychiatrischen Dienst usw.. Darauf stehen die "Öffnungszeiten" der einzelnen. Darauf steht auch, wie man zu denjenigen kommt (Bus (welche Linie), Taxi, usw.).

So ein Zettel kann Gold wert sein, denn in ganz schlechten Phasen ist man oft nicht mehr in der Lage klar zu denken und erkennt einfachste Sachen nicht. Und dann hilft dieser Zettel.

Bringe deine Freundin in eine UNI-Klinik. Die haben einen Behandlungsauftrag und dürfen niemanden wegschicken! (Z. Bsp. UNI Heidelberg)

Sie war in einer Uni Klinik, und wurde eben an diese Psychologin geschickt, weil die zu der für uns zuständigen Klinik gehört.

0

Gehe mit ihr in eine Klinik und erklaert dort ihre Situation, dann wird sie auch aufgenommen.

Am besten geht sie nicht mehr zu dieser Psyscholgin und sucht sich einen anderen Psyschologen.

Dann koennt ihr auch zu ihrem Hausarzt gehen und ihm alles erklaeren, der wird dann eine Ueberweisung ausstellen und sie wird dann in eine Klinik als Notfallpatient aufgenommen werden.

Sie wurde ja zu dieser Psychologin überwießen, weil sie bei der Klinik arbeitet.

0

sie soll es so versuchen wie du schon sagst, oder sonst zu einem anderen Psychologen weil man normal mit suizidgedanken eig. im normallfall immer eingewiesen wird wenn man das möchte

aber an sich mag sie die Psychologin

0

Ich finde sie sollte an die guten Momente ihres Lebensdenken. An die guten Menschen, die ihr beistehen.

naja, ihr geht es schon seit 2 jahren so, das hilft jetzt auch nicht mehr weiter.

0

Was möchtest Du wissen?