Freund von der Wissenschaft überzeugen?

17 Antworten

In dieser Welt leben wir seit ca. 6000 Jahren, das stimmt (1.Mose 1,3-26).

Die "Urwelt" (nach deren Schöpfung) ist jedoch wesentlich älter (1.Mose 1,1).

Der Erzengel Luzifer hatte sich gegen Gott erhoben und bekämpfte Ihn und wurde aus dem Himmel geworfen (Jes.14,12).

Durch diese Kampfhandlungen wurde das Universum zerstört (1.Mose 1,2).

Zur Strafe für den Unglauben Eva's nach der Neuschaffung bekamen die Menschen dann den früheren Luzifer als Herrscher (1.Mose 3,1-7), um zu begreifen, wie falsch ihre Entscheidung war.

Nach etwa 4000 Jahren erbarmte sich unser ewige Vater und sandte Seinen Sohn, der für unsere Schuld starb (Mt.1,21) und uns damit von der Todesstrafe befreite (Röm.6,23).

Doch nur wenige glauben das (Lk.6,46) in dieser verführten Welt (2.Kor.11,14; Offb.17,1-6)

und somit ergibt der Plan Gottes (Joh.6,44), dass der Großteil der Menschheit in Gottes Reich wiedergeboren wird, wenn der "Gott dieser Welt" gefangen ist (Offb.20,2),

um dort ohne Belastung Satans zu leben (Jes.65,17-20; Offb.20,5).

Woher ich das weiß:Recherche
Wie kann ich ihm beweisen,dass ich recht habe?

Überhaupt nicht. Streng Gläubige wollen glauben - nicht wissen. Mit Logik und Wissenschaft ist da nichts zu machen. Alles manipuliert, alles eine satanische Täuschung.

Du bist Atheist. Kein höheres Wesen hat Dir aufgetragen, Deine Mitmenschen zu missionieren. Du bist Deiner Vernunft verpflichtet. Wäre es vernünftig, Deinen Freund mit Naturwissenschaften zu konfrontieren, seinen Glauben in Frage zu stellen, ihn in Gewissenkonflikte zu stürzen? Erleidet er einen Schaden durch seinen Glauben? Muß er vor diesem Schaden bewahrt werden? Oder kann er einfach nur Dein Freund sein und ihr beide akzeptiert die unterschiedlichen Weltanschauungen? Welche der beiden Alternativen erhöht die Gesamtsumme an individueller Zufriedenheit in Eurer "Zwei-Mann-Gesellschaft"?

Hallo Dummefragenet94,

Du kannst allenfalls sagen, dass Dir eine andere Erdgeschichte, die sich wissenschaftlich mit Modellen und Beobachtungen (z.B. archeologischen Funden) deckt, plausibler als die Auffassung einer 6000 Jahre alten Erde ist. Wenn er sich für Details interessiert, kannst Du diese Plausibilität belegen. Ihm mag etwas anders plausibel erscheinen.

Es muss ja keiner den anderen von seiner Ansicht überzeugen. Ihr beide dürft gerne getrennter Ansicht sein.

Ferner kann mitschwingen, dass sich Dein Freund in seinem Glauben nicht wertgeschätzt fühlt. Da kannst Du ihm entgegenkommen und mal nach seiner Wahnehmung von Gott rein aus Interesse fragen. Vielleicht hatte er mal was von Gott erlebt. Oder was fasziniert ihn an Gott? Was vielleicht auch weniger? Dabei darf es um ihn persönlich gehen, was er persönlich meint - und nicht um Glaubensinhalte, die er ggf. wiederholen mag.

Vielleicht ist das, was er anführt, nicht alles logisch - aber das darf es ja mal sein.

Er sieht sich dann wahrgenommen und von Dir angenommen - und so darf es in einer Freundschaft ja auch sein.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Nachfolgendes habe ich eben als Antwort auf einen Kommentar gegeben, finde aber, dass es auch als Antwort für dich interessant ist. Es geht um das Dokument "Leben: Reiner Zufall?" Du sagst ja, dass du ein logisch denkender Mensch bist. Zu diesem Gedanken finde ich den letzten Kommentar des dritten Users sehr passend.

Erster User :Bin ja dir bekanntlich Nicht-Christ.

Mir geht es nicht darum, welche Kirche jetzt die bessere oder schlechtere ist. Das erwähnte Dokument des Lebens finde ich gut - sorgfältig zusammengestellt und mit viel Hintergrundwissen. Es richtet sich an junge Gläubige, welche z.B. in Schule oder Studium mit ET konfrontiert werden. Man würde eine "Hirnwaschung" erwarten - das Gegenteil ist jedoch der Fall.

2. User: Ich habe mir einiges auf diesen Seiten durchgelesen. Nein, nicht einmal der Vatikan produziert Derartiges. Was allerdings eine klare Sicht bei Einzelfragen nicht ausschließt. So z.B. bei der Diskussion des Themas Dreifaltigkeit. Da lobe ich mir in der Tat die kühle JZ-Analyse.

Zumindest in der Auslegung Bibel und deren Quellschriften und historischen Bezüge - sind die ZJ weitaus genauer und fundierter wie alle anderen. Das habe ich als Nicht-Christ eindeutig festgestellt.

3. User: Mir geht es um Aufklärung aber auch um das Hinterfragen meines nicht hinterfragten Wissen - insofern bin ich Menschen wie Stefanblümchen dankbar - solche extremen Meinungen veranlassen mich immer etwas nachzulesen oder zu recherchieren, was ich sonst nicht tun würde.

Eigentlich ganz einfach: Die biblische Zeitrechnung hat nichts mit dem Alter der Erde zu tun, sie setzt nicht direkt mit der ersten Sekunde Zeitgeschichte ein. Die an die biblischen Chronologien gekoppelten Abstammungsverzeichnisse münden mitten in die Jungsteinzeit. Grob zusammengefasst geht es in der Paradiesgeschichte um die neolithischen Neuerungen in der menschlichen Lebens- und Wirtschaftsweise, und NICHT um die Erschaffung der Welt oder des Menschen. . Die vielzitierten 6000 Jahre umfassen gerade einmal die siebte Schöpfungsperiode, die kurz vor Adam begonnen hatte (Gen. 1.31-2.7). Und das auch nur knapp, denn nach der Septuaginta sind es sogar gut 7500 Jahre. Die vorigen sechs Schöpfungsperioden sind hingegen überhaupt nicht zeitlich eingrenzbar. So wurden sie auch von vielen Kirchenväter verstanden, sogar noch vor Augustinus.

Erst die berühmte ,,Rechnung" des Theologen James Ussher, der sogar das Datum (!) der ,,Schöpfung" errechnen wollte, etablierte den Kurzzeit-Kreationismus. Ein weiterer Grund für die Mär vom späten Aussterben der Dinosaurier ist neben der zeitlichen Komprimierung der Naturgeschichte das Dogma, dass es vor dem Sündenfall weder Mangel, Kampf noch Tod gegeben hätte. All das gab es aber spätestens seit dem ,,Tohuwabohu" (Gen. 1.2).

Wie oben bereits angerissen, sind Adam und Eva nicht die ersten Menschen im Sinne von Gen. 1.27. Im Sechstagewerk ist ādām kein Personenname, sondern Artbegriff für ,,den Menschen" schlechthin. Der Mensch tritt hier genauso im Kollektiv, sprich in unbestimmter Anzahl auf, wie die zuvor erscheinenden Pflanzen- und Tierarten. Auch die Neandertaler gehören aus biblischer Perspektive zu diesen ,,Präadamiten".

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