Freund mit meinem Auto Unfall verursacht, war mit Prämie im Rückstand, wer zahlt?

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9 Antworten

Falls noch keine qualifizierte Mahnung ausgesprochen und wirksam wurde muss zuerst der Beitragsrückstand ausgeglichen werden und die Versicherung muss ANSCHLIESEND eintreten ohne Regress oder Schadensregulierung zurück zu verlangen. Der Versicherungsschutz kann aber nur rückwirkend wieder hergestellt werden wenn bei Schadensregulierung die Rückstände VOLLSTÄNDIG ausgeglichen sind.

Den Fahrer trifft bzgl. des nicht versicherten Haftpflichtschadens keine Schuld,  daher kann ihm,  falls er das Kfz nicht in deinem Auftrag gefahren hat,  nur der entsprechende Betrag einer SF Rückstufung angelastet werden und nicht die vollständige Haftpflicht regulierungssumme. 

Bei der Kaskoversicherung kommt es ebenso darauf an, hat er das Auto in deinem Auftrag benutzt oder nicht.

Bei Benutzung in deinem Auftrag trägst du selbst grundsätzlich das gesamte Risiko. Lag der Auftrag nicht vor,  kann er zum Schadensersatz an deinem Fahrzeug heran gezogen werden. In dem Fall handelt es sich um eine Entleihe bei der vorher zwischen Verleiher und Entleiher abzustimmen ist, in wie weit der Entleiher das gesamte oder einen Teil des Kasko Risiko tragen muss.

Ein Auftrag genügt mündlich erteilt.... Fahr mal eben für mich zum xxxxx genügt einer Fahrt im Auftrag.

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Die Versicherung ist in Vorlage getreten und fordert nun den Schadenbetrag zurück. Und diesen wirst Du !! bezahlen müssen, denn Du bist der Vertragspartner der Versicherung.

Wieso soll es eine Frechheit sein, dass Du diesen Schaden bezahlen sollst? Lies die allgmeinen Bedingungen für die KFZ-Versicherung - AKB, die Dir bei Vertragsabschluß überreicht wurden - siehe hierbei § 38 VVG.

Das Geld von Deinem Freund wirst Du sehr wahrscheinlich nicht bekommen, denn dieser durfte in jedem Fall davon ausgehen, dass er mit einem versicherten KFZ unterwegs ist.

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Kommentar von wilees
15.10.2016, 20:09

Ein Schreiben mit "vergleichbarem" Inhalt dürfte Dir schon vor Schadeneintritt zugegangen sein:

Kündigung bei ausstehenden Zahlungen

Solltest du bei den Versicherungsbeiträgen in Rückstand geraten, wird dich die Kfz-Versicherung darauf hinweisen und dir eine Zahlungsaufforderung schicken – mit einer Zahlungsfrist von zwei Wochen. Wenn du den geforderten Betrag nicht innerhalb dieser zwei Wochen zahlst, hat die Kfz-Versicherung das Recht, den Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Diese Kündigung kann aufgehoben werden, indem du den Betrag nachträglich, innerhalb eines Monats nach Eingang der Kündigung, bezahlst.

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Nein, in erster Linie musst Du für dein Fahrzeug haften. Es ist ja nicht die Schuld deiner Freundin, das Du ein Auto verleihst, das nicht versichert ist.

Du kannst zwar Schadensersatz von ihr Vordern, aber da sehe ich kaum Erfolgschancen.

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Wusste dein Kumpel vom Zahlungsrückstand? Solange er weder bewusst ein unversichertes Auto gefahren ist noch den Zusammenstoß absichtlich herbeigeführt hat, sehe ich keine Grundlage, das Geld vom ihm zu fordern.

Im Gegenteil, wenn sich der Geschädigte direkt an deinem Kumpel schadlos gehalten hätte, könnte dein Kumpel das Geld von dir zurückfordern.

Du hättest ein unversichertes Fahrzeug nicht bewegen (lassen) dürfen.

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So lange der Versicherer dir noch keine qualifizierte Mahnung geschickt hat, muss der Versicherer leisten. Wurde dir der Versicherungsschutz bereits aufgekündigt, wird der Geschädigte zwar sein Geld bekommen, aber die Versicherung holt es sich von dir wieder.

Mit deinem "Kumpel" hat die Versicherung keinen Vertrag.

Du kannst dann wiederum VERSUCHEN, dein Geld von ihm zurück zu bekommen.

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Der Versicherer hat offenbar geleistet und will jetzt von dir das Geld zurück. Zu Recht, nehme ich mal an. Ebenso, wie die Versicherung versucht, von dir als Vertragspartner ihr Geld wiederzubekommen, kannst du versuchen, es von deinem Freund zu bekommen.

Ich halte es nicht für eine Frechheit, man verleiht eben kein unversichertes Auto.

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Nö, wenn du die Prämie nicht bezahlt hast, fuhr dein Freund (sicher unwissentlich) mit einem ich sag mal nur halb versicherten Auto. Denn solange ein Nummernschild dran ist, besteht auch eine Haftpflichtversicherung. Die Gesellschaft zieht ihre EVB in diesem Fall unverzüglich oder irgendwann zurück. Das ist unterschiedlich. In jedem Fall gibt es eine Nachhafungsfrist. Die ist hier überschritten.

Dein Freund ist raus. Du mußt auf jeden Fall zahlen. Die Frage ist wie viel. Vielleicht sind es auch "nur" 5000€. Würde mal einen Anwalt befragen.

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Ein unversichertes Auto zu verleihen ist mehr als grob fahrlässig . . .

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Kommentar von RudiRatlos67
15.10.2016, 21:16

Sehr richtig.. .

Der Halter ist nämlich auch rechtlich dafür verantwortlich,  dass für sein Fahrzeug ununterbrochen versicherungsschutz besteht.  Die Zuwiderhandlung stellt bereits einen STRAFTATBESTAND dar, auch wenn das Kfz nicht im öffentlichen Verkehrsraum benutzt wird. Solange ein Kfz amtliche Kennzeichen trägt,  besteht versicherungsoflicht und der Versicherer der die letzte gültige Deckungszusage erteilt hat muss mindestens Haftpflichtansprüche gegenüber dritten regulieren, holt sich aber wie in diesem Fall die Regulierumgssumme vom Versicherungsnehmer zurück

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Nein du musst es bezahlen es ist ja dein Auto gewesen und selber schuld wenn man die Versicherung nicht zahlen kann
Pech gehabt

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