Freund ist seit jahren psychisch krank aber will sich nicht behandeln lassen, was tun?

6 Antworten

Zuerst kann ich meinen Vorschreibern leider nicht unbedingt recht gaben ,was das lorazepam angeht ( benzodiapame), ich selber habe mal eben von einer Frauenärztin ein 50er Pack 2,5 mg ( ambulante höchstdosis) Tavor ( dasselbe nur von einer anderen Firma ) bekommen.

In der Psychiatrie hatte ich eine Mitpatientin deren Bruder mit schweren Depressioen in der Klinik war, er hat die ambulante Höchstdosis von 7,5 mg bekommen, er meinte danach der Entzug wäre härter als bi Alk gewesen, vor allem machen benzos sehr schnell abhängfin. denn man braucht immer mehr um dieselbe Wirkung zu erzählen.

Als ich in der Klink erezählte das mir die Fa das mal eben verschrieben hat, meinte die Psychiaterin,das dies unverantwortlich sei. Ähnliches hab ich auch beim Hausarzt erlebt, nur nicht ganz so extrem, der hat mir Citalopram verschrieben,als es nicht ( direkt) so wirkte wie es sollte ( Dosis zu gering) meinte er, ich kann es einfach soi absetzten anstatt auszuschleichen. als ich dies in der Klinik erzählte schlugen sie die Hände überm Kopf zusammen.

Also AD gehören m.M nach nur in die Hände eines Psychiaters oder neurologen.

Ein psychologe wird ihm bei dem absetzen der Tabletten nciht helfen können ,denn der Psychologe ist kein Arzt, das amcht der Psychiater. Und genau dahin sollte dein Kumpel sich wenden, denn hinter seiner Lebensleere kann vieles liegen: Probleme mit der Schilddrüse, neurologische Probleme, psychische Probleme etc.. und genau das sollte erst einmal raus gefunden werden.

Hallo Turkistanbul,

toll, dass Du Dir so viele Gedanken um Deinen Freund machst.

Diese fatalistische Einstellung Deines Freundes zu durchbrechen dürfte schwer werden und war ja auch bisher anscheinend nicht von Erfolg gekrönt.

Manchmal hilft es schon, eine Art 'Vorbildfunktion' vorzuleben. Das würde bedeuten, ihm mit Deinem Leben zu vermitteln, wie schön Leben sein kann, wieviel Freude es bereiten kann, anders als er zu leben etc. Aber das ist eine gewaltige Aufgabe, bei der Du vor allem auch auf Dich selbst achtgeben musst.

Wie sieht es aus mit einer Unterstützung von anderen: andere Freunde, Eltern, Verwandte ...?

Alles Gute für Dich von

Buddhishi

Mit den Eltern hat er sehr wenig Kontakt. Die haben ihn nämlich vor einem Jahr einfach rausgeschmissen, weil die eher der Meinung sind, dass die Faulheit eine große Rolle spielt. Seitdem hat er eine eigene Wohnung vom Sozialamt bekommen und ja. Wenn man mit ihm darüber redet, wird er schnell aggressiv und bittet einen die Wohnung zu verlassen, also keine Chance :(

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@turkistanbul

Das war es was ich meinte mit 'nicht von Erfolg gekrönt'. Er möchte sich dem nicht stellen und weicht deshalb in dieser Form aus. Aggressivität ist oft ein Zeichen für Hilflosigkeit und so.

Hast Du es denn schon mal über den von mir vorgeschlagenen Weg des Vorlebens versucht?

LG Buddhishi

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Die ersten zwei Sätze, die Tuehpi geschrieben hat, würde ich auch schreiben. Vllt würde es deinem Freund helfen, wenn du/ eure Freunde ihn etwas öfter mitnehmen. Er muss wirklich mehr unter Leute! Erst vllt mal nen Spaziergang und später auch mal kleinere Treffen im Freundeskreis. LG 

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