Frettchengruppe vergesellschaften?

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2 Antworten

Die beiden kommen ja sicher erstmal zum probeschnuppern vorbei, oder hat das schon statt gefunden?

Wie schaut die Haltung denn bei dir so aus? Was meinst du mit "gebaut"? Leben sie im Garten, oder im eigenen Frettchenzimmer? (Falls du nicht umgezogen bist, wirst du durch "umbauen" und putzen übrigens den Reviergeruch nicht "los", es bleibt dennoch erst mal das Revier von deinen.

(Also bei Innenhaltung, Garten ist sicher was anderes)

Ich würde euch eh Raten, euch erst einmal draußen zu treffen, und zwar irgendwo, wo du sonst mit deinen Rackern nicht hin gehst, so nimmt man dem ersten Treffen schon mal Spannungen vom Reviergeruch, und durch die neue Umgebung sind sie auch abgelenkt, und konzentrieren sich nucht NUR aufeinander ;) Wenn sie sich dann irgendwann alle was zum schlafen suchen, kann man mit ihnen rein gehen, und schauen wie es dann läuft.

Ich hatte bisher nur ein einziges mal das Glück, das es von Anfang an ohne jede Beißerei und ohne Rumgestänkere lief. Das war als ich Kira und Cosmo geholt habe. Die zwei haben nach einer Stunde mit Bruno auf einem Haufen gelegen, und geschlafen ^^

Es kann aber auch anders gehen:

Cosmo war gestorben, und ein Tierpark hatte Frettchen abzugeben, also fuhr ich mit Bruno und Lucy hin.

Wir sind mit allen abzugebenden Frettchen (kamen alle aus einer Gruppe, von ca. 20 Tieren) in ein unbenutztes Gehege gegangen, wo sie normalerweise nicht sind.

Dort haben wir immer 2 mit meinen beiden zusammen gelassen, und die Unterschiede waren extrem!

Bei zweien sind sie sich stur aus dem Weg gegangen, bei zwei anderen gab es eine leichte Keilerei, und bei einem Duo war einer dabei, der kam regelrecht aus dem Transportkorb "geschossen" und ging direkt, ganz Zielstrebig, auf Bruno los, und der hat ich ebenso heftig zur wehr gesetzt. Nach nichtmal 10 Sekunden waren sie völlig ineinander verbissen und eingekotet. 

Mit Lucy, die ich schlussendlich mitgenommen habe, war es wie ein vorsichtiges beschnuppern von beiden Seiten. Lucy etwas stürmischer, und Bruno ganz behäbig.

Zuhause gab es dann zwar auch kleinere Rangkämpfchen, aber das war alles harmlos.

Hätte ich aber das falsche Frettchen mitgenommen, hätte es eine Katastrophe bei mir gegeben.

Du musst also auf jeden Fall zumindest die Möglichkeit haben sie räumlich zu trennen, falls es gar nicht geht. Ich hab schon Frettchen erlebt, die sich kaum mehr zu Futter und Wasser getraut haben, aus Angst vor einem anderen Frettchen. (Allerdings nur im Ernstfall trennen, unnötiges Trennen schafft nur Agressionen)

Ich kenne es seit 15 Jahren nicht anders, als das die vorhandenen Frettchen die neuen aussuchen, und selbst das ist oft keine Garantie, das es auch Zuhause gut läuft.

Was (fast) immer hilft, es zu beruhigen und eine Annährung zu schaffen, ist Vitaminpaste, ich nehm immer einen Napf und schmiere den Rand ganz dünn damit ein, so das sie sich beim abschlecken näher kommen. Je nach Frettchen, kann man ihnen auch was ins Fell machen, so das sie sich gegenseitig abschlecken ;)

Ich hab mich bei VGs auch immer mit auf den Boden gesetzt, so das sie sich nicht NUR aufeinander konzentrieren.

LG

Deamonia

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Kommentar von Deamonia
09.07.2016, 14:38

Achja, Teppiche würde ich erstmal in Sicherheit bringen ^^; Falls sie Angsthäufchen und Pfüzen hinterlassen

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Wenn alle auf neues Terrain kommen, dann kann eigentlich kaum was schief gehen. Schau, dass du genug Schlafplätze hast und diese Plätze mehere Ein und Ausgänge haben. Und dass es auch sonst keine Ecken gibt, wo ein Frettchen das andere "gefangen nehmen" kann, ohne Fluchtmöglichkeit. 

Ich habe 2 Vergesellschaftungen hinter mir. Die erste lief super. Meine 2 vorhandenen Frettchen sind aber auch so richtige Schisser bzw nicht sehr dominant und der Rüde, der dazukam, hat vorher mit 10 anderen Frettchen gelebt, war also super chillig.

Das zweite Mal war es echt der Horror, für mich :D 2 ganz junge, riesige Rüden zu meinen zierlichen Schnuffis dazu. Es hat wirklich ewig gedauert, bis die Beiden Dicken meinen kleinen Rüden nicht mehr getriezt und gejagt haben. Es gab aber nie Verletzungen und nach einem halben Jahr sind die Beiden nicht mehr wegzudenken.

Wichtig ist: Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, keine Sonderbehandlungen und brich nicht zwischendurch ab oder denke, du müsstest ihnen eine "Pause" gönnen. Da müssen sie durch.

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Kommentar von Deamonia
09.07.2016, 15:17

Wichtig ist: Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, keine
Sonderbehandlungen und brich nicht zwischendurch ab oder denke, du
müsstest ihnen eine "Pause" gönnen. Da müssen sie durch

Kleiner Zusatz:
So lange es keine ernsthaften Verletzungen gibt ;)

Um es genau zu sagen: Mal eine kleine Macke, im Nacken oder so ist ok, aber wenn ein Frettchen überall Wunden hat (auch schon erlebt) muss man was machen.

Ich bin aber auch dafür nicht aktiv in den Streit einzugreifen, sondern dem "Angegriffenen" bzw "unterlegenen" Frettchen anders zu helfen:
Mit "Bitter Apple"! Das ist ein Mittel aus natürlichen Inhaltsstoffen, das total Bitter schmeckt.

Habe ich dieses Jahr erst sehr erfolgreich eingesetzt. Sam, einer meiner neuen hat Lucy sehr zugesetzt. Sie hatte überall Macken, sogar komplette kleine Fellbüschel hat er ihr im Nacken ausgerissen.

Das Bitter Apple Zeug, hält die Frettchen vom beißen ab. Kann man auch auf Wunden machen, deswegen ist es gerade dafür ideal. Ich hab Lucy mit Vitapaste abgelenkt, und ihr großzügig Hinterkopf, Nacken und Hals bis zu den Schultern, mit Hilfe von nem kleinen Schwamm damit nass gemacht. Aber immer nur so weit, das selbst nicht an die Stellen kommt!
Ich hab ihr Fell damit richtig nass gemacht, damit es auch ein paar Tage hält. Trotz der Wunden war es ihr egal, also brennt es ofensichtlich wirklich nicht, und nach 5 Minuten rumrennen (und schubbern ^^) war sie stets wieder vollkommen trocken.

Schadet auch dem Fell nicht, man sieht es hinterner nicht mehr, es trocknet wie Wasser :) Da ich es nur auf Stellen mache, an denen sie sich selbst nicht lecken kann, stört es sie auch überhaup nicht, sobald es einmal trocken ist.

Ich musste es Anfangs alle 2 Tage wiederholen, dann 1x die Woche, und jetzt gar nicht mehr.

Achja, hier noch das Spray:

https://www.amazon.de/Grannicks-Spray-Fernhalten-Hunden-Bitter-Apfel-Geschmack/dp/B00028ZMEO?ie=UTF8&keywords=Grannick%27s%20Spray&qid=1463250723&ref_=sr_1_2&s=pet-supplies&sr=1-2

Ich würde aber jedem Anwender raten, es mit einem Tuch oder Schwamm aufzutragen, beim Sprühen fliegen die Spritzer ja überall hin, und ich persönlich hab einfach wegen der Größe der Monster Sorge, das was in Augen und Nase kommt. Außerdem verschwendet man so viel mehr ^^

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