frettchen kastriert?

2 Antworten

Hey,

habt ihr euch also trotzdem für Welpen entschieden?

Schade, aber es ist natürlich eure Entscheidung. ^^

Aaaalso ganz wichtig ist, das Fähen und Rüden kastriert werden, und nicht bloß sterilisiert, aber das weist du ja schon.

Nur zur Sicherheit nochmal der Hinweis, das bei der Fähe alles Hormonerzeugende Gewebe, also die Gebärmutter& Eileiter raus müssen, und nicht bloß durchtrennt wie es bei einer Sterilisation der Fall wäre.

Wenn der Tierarzt zu dem ihr geht, das nicht von sich aus weis, was durchaus vorkommt, sucht euch bitte einen anderen. Hier gibt es Listen mit Frettchenerfahrenen Tierärzten: https://frettchen4you.de/forum/index.php/Thread/14261-Tierarztempfehlungen-nach-PLZ/?s=89c226f429591260661856a3a419b530c43a4e44

Dann muss man unbedingt beachten, das man Frettchen bis 2 Stunden vor der OP noch Futter und Wasser zur Verfügung stellen muss. Frettchen-Unerfahrene Tierärzte sagen einem öfter, man soll ihnen ab dem Vorabend nichts mehr geben, aber das ist falsch, und kann sehr gefährlich werden!

Wenn du dir da noch andere Meinungen zu holen willst, schau bitte in Frettchenforen nach, da wirst du es überall bestätigt finden!

Zum besten Zeitpunkt für die OP gibt es 2 bei Fähen Meinungen:

Die einen sagen, entweder gleich zu beginn der ersten Ranz, oder wenn diese abklingt, weil das Gewebe dann nicht so stark durchblutet ist.

Die anderen sagen, das es besser ist, das mitten in der Ranz zu machen, gerade WEIL das entsprechende Gewebe dann gut durchblutet ist, und so kein Gewebe übersehen wird.

Es ist nämlich so, das wenn auch nur ein Stückchen Gewebe übersehen wird, dieses weiter Hormone Produzieren kann, was tödlich für die Fähe enden kann.

Ich persönlich habe sie immer mitten in der Ranz kastrieren lassen, weil mir das sicherer erschien.

Gleich nach der OP, sobald sie richtig wach sind, können und sollten sie wieder Wasser und Futter bekommen.

wie ist es mit dem spielen? ich habe gelesen das die frettchen in den meisten fällen nach mindestens ein tag wieder miteinander spielen &‘ das es denen nicht so schlecht geht

Das stimmt, meist hat man als Halter eher Sorge, das sie sich überfordern, denn es dauert meist höchstens einen Tag bis sie wieder voll auf dem Damm sind, zumindest was Action angeht, und nach 3 Tagen ist schon ein richtiger Fellflaum an der rasierten Stelle nachgewachsen.

Meist sind die Frettchen schon nach der OP auf dem Heimweg unglaublich Munter, auch die Fähen, die extrem eingefallen und abgemagert aussehen, weil ihnen ja der halbe Bauchhöhleninhalt rausopperiert wurde. (schaut aus, wie diese verrückten Frauen, die sich rippen entfernen lassen, und dann so mega enge Korsetts tragen, aber wie gesagt, nach und nach verteilen sich die Organe neu, und das verschwindet wieder.)

Aber selbst die Fähen klettern nach einer Stunde schon wieder überall hoch und runter. Vom Verhalten her merkt man ihnen echt nicht an, das sie gerade eine OP hatten.

Man sollte halt dafür sorgen, das sie nirgendwo von zu hoch runter springen können, denn Frettchen nehmen Schmerz anders war als wir Menschen, und sie schonen sich selbst nicht, und springen z.B. trotzdem vom Sofa runter.

Selbst ein Frettchen mit gebrochener Hüfte hat versucht zu klettern und sich auf die Hinterbeine zu stellen, obwohl es die gar nicht steuern konnte.

Da muss man als Halter halt aufpassen, und dafür sorgen, das sie nicht übertreiben.

Auf jeden Fall konnte ich bisher alle meine Frettchen immer gleich wieder zusammensetzen, die anderen nehmen im allgemeinen echt Rücksicht auf ein krankes oder geschwächtes Rudelmitglied.

Nach 10 Tagen werden bei Fähen die Fäden gezogen, bei Rüden ist das nicht notwendig.

Als Mensch sollte man in dieser Zeit wenn man nur 2 Frettchen hat, viel mit dem nicht operierten Frettchen spielen, damit es halbwegs ausgelastet ist. Das ist auch ein Grund, warum ich 3 besser finde: 2 können spielen, und zum kuscheln liegen wieder alle 3 zusammen, aber der "Patient" hat mehr "ruhe" (auch wenn die nicht immer gewollt ist)

Außerdem hat man dann, falls einem Frettchen mal was passiert, immer noch 2, und kein einzelnes einsames Frettchen. Man kann sich dann Zeit lassen, ein neues Frettchen zu finden.

Wenn man aber nur 2 hat, muss man, egal wie groß die Trauer ist, sofort wenn eines (irgendwann mal) verstirbt, auf die Suche nach einem neuen passenden Partner gehen.

Das schlimmste an den OPs ist für mich immer die Zeit von wo man sie abgibt, bis wo man den Anruf bekommt, das alles gut gegangen ist, denn die Narkose ist das gefährlichste an der ganzen Sache.

Soo ich hoffe ich konnte dir alles was du wissen wolltest beantworten ;)

Woher ich das weiß:Hobby – Halte seit über 20 Jahren Frettchen

Ich wollte auch gerade auf die Frage antworten, aber Deamonia hat eigentlich schon alles Wichtige ausführlich erklärt.
Bitte nimm die Tipps an, auch die in Deinem anderen Beitrag (ob Welpen oder ältere Tiere, hier würde ich auch zu älteren Tieren aus einer Frettchenhilfe raten, falls Ihr Euch noch nicht entschieden habt).
Hier nimmt sich jemand mit viel Erfahrung in Sachen Frettchen sehr viel Zeit, um alles bestmöglich zu erklären. Zum einen damit es den Frettchen später gut geht und typische Haltungsfehler vermieden werden und natürlich auch damit Ihr viel Freude an den Tieren habt.
Und bezüglich Kastration: Nicht jeder Tierarzt kennt sich mit der Kastration von Frettchen aus. Du weißt ja jetzt z.B., dass Frettchen vor einer Narkose nicht länger als 2 Stunden hungern sollten, weil sonst die Gefahr der Unterzuckerung besteht, die tödlich enden könnte. Bitte nehmt nicht das günstigste Angebot wahr und stellt dem Tierarzt vorab einige Fragen, auf die Ihr schon die Antwort wisst. Oder Ihr schaut einfach in der Liste mit den empfohlenen Tierärzten, die Deamonia oben gepostet hat, welcher davon in Eurer Nähe wäre, dann seid Ihr auch auf der sicheren Seite.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – seit 2004 Frettchenhalter & Mitglied in einer Frettchenhilfe

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