Fressen die Dornaugen meinen Kampffisch?

3 Antworten

Hallo,

es wird nicht an den Dornaugen liegen, denn diese sind weder aggressiv noch als Flossenfresser bekannt.

Wenn du allerdings schreibst, du hättest mit Blaualgen im Becken zu kämpfen, dann ist dies immer ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass irgendetwas mit dem biologischen Gleichgewicht nicht stimmt. Gerade diese Cyano-Bakterien sind ein gutes und sicheres Zeichen dafür.

Und Flossenschäden - die man bei einem KaFi ja sehr schnell und sehr gut beobachten kann - werden hauptsächlich durch eine hohe Wasserbelastung mit Ammoniak verursacht. Dieses Gift, dass in der ersten Stufe des Schadstoffabbaus entsteht, verursacht solche Flossenschäden.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist z.B. dein Filter! Ist er sehr zugeschlammt (obwohl man Filter ja nicht häufig reinigen sollte), dann wirkt sich das sehr negativ auf den Schadstoffumbau (also die Nitrifikation) aus. Das entstandene Ammoniak wird dann zu langsam zu Nitrit oxidiert und kann so Schäden an den Flossen anrichten.

Gute Wasserhygiene wirkt gegen Blaualgen und gegen solche Wasserbelastungen.

Sehr sinnvoll und effektiv ist es z.B., den Filter mit dem Siporax (gibt es auch in Mini) von Sera zu bestücken (und hier sollte es ausnahmsweise wirklich mal genau dieses Marken-Produkt sein!).

Weiterhin sollte ein wöchentlicher Teilwasserwechsel mit mind. 50 % stattfinden - über einen recht langen Zeitraum. Dabei unbedingt auf die Wassertemperatur achten, damit die nicht stark schwankt - das mag der KaFi nämlich nicht.

Damit solltest du die Probleme gleichzeitig in den Griff bekommen.

Gutes Gelingen

Daniela

uff! dann bin ich schon mal beruhigt. Ich dachte mir eben auch, dass das kaum an den Dornaugen liegen kann. 

Von dem Filter bin ich sowieso nicht unbedingt begeistert. Das ist der CristalProfi Greenline M. Es ist tatsächlich immer eine Menge Mulm auf der Filtermatte drauf. Vielleicht sollte ich mir gleich einen neuen kaufen :/ Kennst du vielleicht einen passenderen Filter? 

Ich werde die von dir vorgeschlagenen Schritte sofort einlenken. Hoffentlich ist er noch zu retten :(

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Hi,

hast denn das ganze mal nachts beobachtet? Dornaugen sind ja weitgehend nachtaktiv, nachts geht bei denen die Party, da will der Kampffisch aber schlafen. So kommt der nicht zur Ruhe, gestresst wird er davon sicher sein.

Meine Dornaugen waren dazu sehr wuselig und haben gut meter gemacht, ein 54 l Becken ist für die nicht wirklich glücklich gewählt:( auch ist es für Steinbeisser echt besser sehr feinen Kies oder direkt Sand zu nehmen, weil die den Sand im Maul durchkauen,und hinten durch die Kiemen wieder rauspusten.

Das in einen Becken mit Überbesatz Algen und Bakterien sich rasant vermehren ist leider normal, kannst ja mit aquaristischer Formel dein besatz mal berechnen:

 pro cm Fisch : 2 Liter Wasser,

Ein Dornauge kannst wenn positiv rechnest mit ca 7,5 cm benennen. Sprich ein Dornauge will schon 15l Wasser, davon hast du 8. Du müsstest alleine für die Dornaugen also schon ein 120l Aquarium haben.

Mal zum Kampfi, wenn die Flossen so zerfleddert sind, ist es besser den Herrn erstmal einzeln in ein Gefäss zu setzen mit ca 7-10 cm hohen Wasser, bei ca 26-27 Grad. Das ganze kann man mit einen selbstaufgesetzen Sud aus 3 Erlenzapfen, 2 Seemandelbaumblätter (mit heissen, nicht kochenden Wasser übergiessen und abkühlen lassen) behandeln. Wasserwechseln sollte man da dann jeden Tag mindestens 60-90%. Das soll verhindern das er verpilzt. Da es Hochzuchtfische sind die mit der Natur nix mehr gemein haben brauchen die es leider sehr keimarm.

warum,er so zerfleddert ist schwer zu sagen ohne Foto, Wasserwerte und Co, möglich wäre eine bakterielle Infektion, Stress (sehr langflossige rupfen sich dann selber ), Verletzung von der Deko oder Filter (die stopfen sich überall durch) usw.

ich würde vorschlagen evtl die Dornaugen wieder abzugeben,stattdessen ,sollte dein Kampffisch so cool sein, könnte man,zb Espes Keilfleckbärblinge einsetzen, die sind auch tagaktiv und haben,zumindestens den gleichen Tagesrythmus. Wobei ich ehrlich sagen muss das Kampffische eben Characktertiere sind, bei manchen funktionieren nichtmals Schnecken als Mitbewohner. Hab so einen stinker hier :) ich mag ihn trotzdem aber er ist echt aggro und macht alles kaputt :\

 

 

Ich finde deine Handlungsvorschläge sehr gut. Und jedenfalls mutiger und genauer als meine.

Nur eins möchte ich einwenden- die 1 cm pro Liter sind bei Dornaugen wegen ihrer extremen Körperform nicht als Indikator für Überbesatz geeignet. Sie mögen lang werden, aber wiegen wenig und es sind nur 6 Stück. Den Besatz würde ich deshalb als eher gering einstufen und ich bin mir sicher da würde ich nicht allein da stehen mit der Einschätzung.

Is nur einer von vielen Gründen warum diese Regel oft sehr sehr verzerrte Ergebnisse liefert.

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@Grobbeldopp

PS nur als Gedankenexperiment: Du setzt 15 Dornaugen in ein 160 Liter Becken. Das dürfte ja unbestritten eine angemessene Sache sein. 15x11 cm  sjnd 165. Kann man da noch was dazu setzen? Aber sicher doch. Das dürfte auch klar sein.

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@Grobbeldopp

Vorweg: ich bin kein Anfänger :P 

Ich habe selbst seit 20 Jahren Erfahrung mit der Aquaristik. Allerdings ist das hier mein erster (und wahrscheinlich letzter) Kampffisch. Erfahrungen mit ihren Krankheiten habe ich also nicht. 

In meinen Becken habe ich grundsätzlich immer Sand drin. Habe immer schon Schmerlen/Panzerwelse gehabt.

Zu deinen Fragen: Nachts flitzen die Dornaugen wie immer an der selben Glaswand und Ecke hin und her. Der Kafi hält sich meist auf der gegenüberliegenden Seite auf. Er hat auch seine eigene Kokosnuss, in welcher er sich oftmals schlafen legt. 

Die Wasserwerte habe ich gestern gemessen: KH 7, PH 7.5, GH 9, NH4 +0.05, NO2 0.05, CU <0.1, NO3 1, PO4 <0.02, SiO2 3, FE 0.02

Die Keilfleckbärblinge wären aber mMn eine weitaus schlechtere Wahl für eine Vergesselschaftung. Sie sind um einiges ruppiger als Dornaugen.

"pro cm Fisch : 2 Liter Wasser," ist aber eine sehr, sehr, sehr veraltete Formel. Vor 20 Jahren war die mal aktuell aber heute gibt es mehr zu berechnen als einfach nur Fischgrösse und Wasser ;)

Ich werde den Kafi heute Abend in einen Eimer mit Seemandelbaumblätter Sud umsetzen. Leider sind mir die Erlenzapfen ausgegangen. Allerdings habe ich keinen kleinen Filter/Heizstab auf Reserve :/ 

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@Grobbeldopp

hm, ich geh da weniger nach Grösse und Gewicht, weiss ja nicht ob nur meine so hyperaktiv waren. :) ich hatte javadornaugen die waren sehr viel unterwegs, da wäre netto 45 -50 l nix gewesen für die. Hatte ja auch mal Keilflecke die dagegen,wie Faultiere erscheinen. Und da ist nunmal ein Kampffisch drin der natürlich auch sein Revier behaupten will, das ist bei denen,ja meist das komplette Becken. In der Kampfi Gruppe würde ich schon für die Tipps Haue kriegen die sind ja zb für die komplette Einzelhaltung in kleinen nanos, was für viele Tiere sicher auch richtig ist, aber ich bin,halt der Überzeugung das es Characktertiere sind die dann individuell gehalten werden sollten.

 

 

 

 

 

 

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@Suedherz

Hi Südherz, tut mir leid wollte dich nicht degradieren zum Anfänger ;) man kann es hier online nur leider nicht immer ganz sicher bestimmen wer auf welchen Wissensstand ist ist. :-) nimm das bitte nicht persönlich:)

und ja auch wenn viele kampffischfans das mit Sicherheit verneinen würden aber ich habe die auch als unglaublich krankheitsanfällig erlebt. hatte hier schon welche vom Züchter und aus schlechter Haltung, krank sind alle geworden, dadurch habe ich nun,ne gute Hausapotheke aufgebaut die man als Bettahalter echt haben sollte, so traurig es auch ist.

Die Wasserwerte lesen sich eigentlich okay, hattest nicht vorher noch ein Wasserwechsel oder ähnliches gemacht, wenn der Nitritwert zb etwas höher war kann das auch schon negativ sich ausgewirkt haben. Der sollte im Idealfall gar nicht messbar sein. Das kann,also was damit zu tun haben, als Hochzuchten brauchen die nahezu steriles Wasser,wegen,den Flossen am besten ohne Filter wegen der Strömung.

Leider wird der Kampfi das nächtliche flitzen trotzdem merken, das Seitenlinienorgan teilt ihn ja Bewegungen mit und das kann er nicht verhindern.

ja, gibt viele Wege der Berechnung, man muss dann halt immer noch abwegen wie aktiv die Fische tatsächlich sind, wer wo lebt und was die Tiere für eigenschaften haben. Strenggenommen ist jedes Becken mit ein Einzelgänger plus Beifische dann überbesetzt.

aber ist egal nun :-) geht nun um den kranken Betta, wie geht es den Patient heute? Wie sehen die Flossen aus? Kannst du die Flossen etwas beschreiben inwieweit die kaputt sind? Gerissen? Löcher drin? Fehlen ganze Stücke? Sind die reste schwarz umrandet? Oder weiss? Ich hoffe das den eimer abgedeckt hast, hab ich vergessen dazu zu tippen auch Bettas können super springen :\ bei meinen hab ich diese Quarantäne rund 1-2 Wochen durchgezogen und die Flossen sind wieder nachgewachsen. Die brauchen es wie ein kranker Mensch halt dann nur ruhig, dunkel,warm mit Vollversorgung, also erstmal auch viel Proteinreiches füttern damit auch was nachwachsen kann.

 

 

 

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Hallo suedherz

Vorweg ich habe schon Betta splendens gehalten, aber auf die früher empfohlene Weise im Harem im Gesellschaftsbecken. Guess what- es hat nicht funktioniert und ich musste das Männchen einzeln unterbringen.

Das macht mich zu alles anderem als einem Betta Experten. Da haben wir hier auf gf eher Daniasaurus. Vielleicht antwortet die ja auch.

Na ja jedenfalls habe ich momentan Dornaugen, und ehrlich gesagt- wenn ich IRGENDWAS mit einem Betta vergesellschaften würde dann die. Sie sind absolut friedlich. Ich kenne auch jemand der genau diese Vergesellschaftung seit Jahren praktiziert. Dass man nun die Dornaugen dafür verantwortlich macht ist imho VÖLLIGER UNSINN und eine Übertreibung auf Basis des an sich vernünftugen Rats den Betta alein zu halten.

Damit bin ich aber leider am Ende der Fahnenstange. Angefressene Flossen sind meistens ein bakteriell bedingtes Geschehen. Außer gründliche Wasserwechsel hab ich eigentlich keinen Tip für dich. Die Wasserqualität ist selten unmittelbar verantwortlich. Es könnte jedoch vielleicht auch gar nicht so schlecht sein, den Fisch erst mal in hygienisch sicherere Verhältnisse zu bringen, also ein leeres kleines Becken oder einen Eimer ohne Bodengrund und ohne großartig Pflanzen, vielleicht 1 oder 2 schwimmende Stengel, und mit viel Wasserwechsel, gesetzt der Fall du hast sowas und kannst es warm genug stellen oder beheizen.

Wenn nicht, erst mal übertreiben mit den Wasserwechseln, und sich weiter in Foren informieren. Der Ton ist in jedem Forum unterschiedlich. Sobald aber mehrer unwidersprochen schreiben es liege an den Dornaugen und es wäre deine Schuld ist das ein wertloser Rat. Dann nächster Versuch, bitte.

Falls dein Betta echt schon älter ist und mal schlechte Zeiten erlebt hat kann es sein, dass das er schon relativ stark gesltert ist für sein (mittleres) Alter.

Frisst er? Fütterst du auch Frost oder Lebendfutter? Wie schlimm ist es?

Wie lange kann ich den Betta denn in einem Eimer unterbringen ohne Filter? 

Hab leider keinen dritten auf Reserve. 

Er bekommt immer Frost- und Lebendfutter. Vergreift sich aber auch an den Pellets für die Dornaugen. Da ich ihm die Mückenlarven per Hand von der Pinzette reiche, konnte ich auch beobachten, dass er vor dem Verlust der Flosse bereits weniger frass. Damals dachte ich aber natürlich nicht daran, dass irgendwas passieren würde. Er sieht nun viel schlimmer aus. Hat seine Farbe fast komplett verloren.

Sein Alter kann ich nun mal sehr schwer einschätzen. Ich habe ihn aus dem Kölle Zoo, da es in meiner näheren Umgebung keine Züchter gab. Wie lange er dort war weiss ich nun mal nicht. Er war damals aber schon komplett ausgewachsen. 

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@Suedherz

Hi da,du jeden Tag Wasser wechselst brauchst du im Eimer kein Filter. Kampffische brauchen auch keine Wasserbewegungen, die holen ja oberhalb des Wassers Luft, deswegen sollten die auf einen geringen Wasserstand gehalten werden. Sieh nur zu das du Futterreste gut absaugst das nix gammeln kann.

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