Fressanfälle im sommer.

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1 Antwort

hi YRB, die erste und wichtigste Einsicht ist, dass es nicht hilft, dein Problem ein "psychisches Problem" zu nennen oder dafür zu halten. Du hast ein Hirn in deinem Schädel, und dieses Hirn ist eine lernfähiges Konglomerat aus Nervernnetzen und biochemie. Diese Maschinerie lernt beliebige Dinge, und nicht nur das was es soll. Lernen heisst hier: irgendwie hast du es geschafft, dass das Hirn etwas gelernt hat, und dazu gehört irgendeine Art von feedback, von "Belohnung". Das kann unbewusst ablaufen, aus Unachtsamkeit, etc. Die zweite wichtige Einsicht ist, dass dein heutiger "Zustand", oder besser, deine heutigen Prozesse, eben das Verhalten bzgl des "Fressens" ein Verhalten ist, das aus dieser Maschinerie entspringt, weil sie es in einem historischen Prozess so gelernt hat.

Daraus ergibt sich auch die Lösung (selbst ausprobiert, mit Rauchen, Alkohol, Fasten, Fressen=3 tage lang nix essen, und dann 4000Kal in kurzer Zeit): In einer Zwischenphase, also zwischen den "bursts" probiere einmal folgendes, was ich Anti-Selbst-konditionierung nenne: 1. entspannen und abkopppeln, zB laute Stille > laute Musik (techno?) > Stille > selbst-Akupressur (siehe unten) 2. intensives vorstellen des positiven Effektes des Fressen (order Rauchen, Trinken etc.) , so für 5-10 minuten 3. es sollte sich ein gewisses positives Lustgefühl und eine gewisse befredigung einstellen : WICHTIG: nicht das Fressen verdammen, damit machst du alles nur schlimmer. 4. wieder entspannen.

Diese Prozedur 1+ Woche jeden Tag 1-2 mal, dann sollte es aufhören. Als Variation kannst du zb bei der Vorstellung des angenehmen Effekts der "Sucht" auch an SEX denken (nicht praktizierem!!!)

viel glück!!!

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