Fremdwort gesucht; Selbstzweck

9 Antworten

Ich glaube, du suchst entweder nach "eo ipso" oder aber "intrinsisch wertvoll/motiviert" (bzw. in deinem Falle das Gegenteil mit einem freundlichen "nicht" davor).

Leider weiß ich nicht, wie ich meine Frage bearbeiten kann.

Was ich meine ist, dass viele Ziele nicht um ihrer selbst willen erstrebenswert sind und man sie anstrebt, obwohl man eigentlich etwas anderes erreichen will. Leider fällt es mir wirklich schwer mein Problem bzw. das Wort, das ich suche, wirklich zu beschreiben. Für das Beispiel Konsequenz hat es Gandhi mal so ausgedrückt: Konsequenz ist keine absolute Tugend. Wenn ich heute eine andere Einsicht habe als gestern, ist es dann für mich nicht konsequent, meine Richtung zu ändern? Ich bin dann inkonsequent meiner Vergangenheit gegenüber, aber konsequent gegenüber der Wahrheit... Konsequenz besteht darin, dass man der Wahrheit folgt, wie man sie erkennt.

Mit apriori meine Ich, dass es eben kein Ziel ist, dass rein aus der Vernunft heraus erstrebenswert ist und deswegen geht das in die Richtung.

Zu meinem Beispiel mit der Abweichung von der Norm: Dabei habe ich ganz eindeutig einen entscheidenden Hintergrund weggelassen. Wenn man besser sein will als der Durchschnitt, dann muss man in seinen Handlungen aller Wahrscheinlichkeit von der Norm abweichen bzw. vom Durchschnitt, da sonst ja jeder besser wäre als der Durchschnitt. Wenn man nicht davon ausgeht, dass Erfolg auf Glück beruht. Was ich jetzt versucht habe mit meinem Satz,

"die Abweichung von der Norm/Konvention nicht um ihrer selbst willen erstrebenswert ist, sondern nur, weil/ wenn die Norm oder Konvention nicht erstrebenswert ist", auszudrücken, ist, dass es deswegen aber noch nicht heißt, dass vorm Hintergrund des besser Seins als der Durchschnitt das Abweichen von der Norm eine "absolute Tugend" nur um des Abweichens von der Norm willen erstrebenswert ist.

Ist es jetzt klarer? :D Ich entschuldige mich für den wirren Post.

ok, Marco, jetrzt ist mir klarer, dass es sich um sog. sekundär-Tugenden handeln kann, die üblicherweise auch mißverstanden werden.

Dazu zählt dein Beispiel Konsequenz, und weitere wären:* Treue, Grehorsam, Pflichterfüllung.*

Diese Sekundärtugenden haben in Preußen als Primär-Tugenden absolute(!) Geltung gehabt und daher politisch unter Hitler verheerende Folgen, wie Du nachvollziehen wirst.

Dein gesuchter Begriff hat wohl damit (auch) zu tun, also mit dem zwiespältigen Gebrauch,den man mit dem Begirff machen kann.

Nun weiter viiel Erfolg bei zunehnmender Klärung deiner Suchanfrage !

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Hallo Marvo ..., ich grüße dich.

die Abweichung von der Norm/Konvention nicht um ihrer selbst willen erstrebenswert ist, sondern nur, weil/ wenn die Norm oder Konvention nicht erstrebenswert ist

Scheint mir ein Widerspruch in sich zu sein. Versuche das, was du fragen willst, so genau wie möglich zu präzisieren. Dann kann ein Leser erst eine erhellende Antwort geben. Wie passt das "apriori" da hinein. Es besagt ein Etwas das vor der oder außerhalb der Erfahrung ist z: B. aus der Vernunft erschlossen werden kann.

Mit deiner Frage hast du ein "Stück" Fleisch geliefert, das zu weich ist. Es fehlt der Knochen als ein stützendes Merkmal. Präzisiere bitte.

Ich grüße Dich und bleib gesund.

@Gramling! :-)

Das hast Du wunderbar auf den Punkt gebracht!

Gruß Jason

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Hast natürlich recht, werde es anders formulieren

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Leider weiß ich nicht, wie ich meine Frage bearbeiten kann.

Was ich meine ist, dass viele Ziele nicht um ihrer selbst willen erstrebenswert sind und man sie anstrebt, obwohl man eigentlich etwas anderes erreichen will. Leider fällt es mir wirklich schwer mein Problem bzw. das Wort, das ich suche, wirklich zu beschreiben. Für das Beispiel Konsequenz hat es Gandhi mal so ausgedrückt: Konsequenz ist keine absolute Tugend. Wenn ich heute eine andere Einsicht habe als gestern, ist es dann für mich nicht konsequent, meine Richtung zu ändern? Ich bin dann inkonsequent meiner Vergangenheit gegenüber, aber konsequent gegenüber der Wahrheit... Konsequenz besteht darin, dass man der Wahrheit folgt, wie man sie erkennt.

Mit apriori meine Ich, dass es eben kein Ziel ist, dass rein aus der Vernunft heraus erstrebenswert ist und deswegen geht das in die Richtung.

Zu meinem Beispiel mit der Abweichung von der Norm: Dabei habe ich ganz eindeutig einen entscheidenden Hintergrund weggelassen. Wenn man besser sein will als der Durchschnitt, dann muss man in seinen Handlungen aller Wahrscheinlichkeit von der Norm abweichen bzw. vom Durchschnitt, da sonst ja jeder besser wäre als der Durchschnitt. Wenn man nicht davon ausgeht, dass Erfolg auf Glück beruht. Was ich jetzt versucht habe mit meinem Satz,

"die Abweichung von der Norm/Konvention nicht um ihrer selbst willen erstrebenswert ist, sondern nur, weil/ wenn die Norm oder Konvention nicht erstrebenswert ist", auszudrücken, ist, dass es deswegen aber noch nicht heißt, dass vorm Hintergrund des besser Seins als der Durchschnitt das Abweichen von der Norm eine "absolute Tugend" nur um des Abweichens von der Norm willen erstrebenswert ist.

Ist es jetzt klarer? :D Ich entschuldige mich für den wirren Post.

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@Marco19942503

Hallo Marco....., ich grüße dich.

Ich habe versucht, deine Text zu verstehen, dennoch ist es bei dem Versuch geblieben. Ich ahne, was du meinen könntest.

Dein Text enthält viele nicht, was in der Folge zu doppelten Verneinungen führt. Versuche eine Formulierung, die ohne nicht auskommt. Doppelte Verneinungen gereichen oft zur eigenen Verwirrung.

Zu deinem letzten Abschnitt: Wenn es einen Hintergrund für eine Handlung gibt, "besser sein wollen als der Durchschnitt", dann ist eben diese Handlung nicht frei von einer Bedingung - eine "absolute Tugend" (die es im übrigen de facto nicht gibt)

Allgemein:

  1. Eine Norm ist nicht erstrebenswert. Dann fragt es sich, Warum dies so ist? Mit einer Begründung für dieses Warum, setzt du schon eine Begründung, die von Dir abhängig ist.
  2. Kann die Abweichung von der Norm um ihrer selbst willen (von dir erstrebenswert) sein?
  3. Nein. Denn in 1 ist schon eine Ich-bedingte Begründung vorhanden, mithin ist das "um ihrer selbst Willen" außen vor.

Anderes Beispiel: Du tust etwas, weil es dir Spaß macht und du weichst dadurch, in deinem Bessersein, von der Norm ab, ohne auf die Norm zu achten, ohne sie als Maßstab genommen zu haben, dann träfe der Selbstzweck aus dir selbst zu.

Wenn du etwas anderes meinen solltest, dann formuliere bitte ohne "nicht".

Ich grüße Dich und bleib gesund.

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