Fremdwörter nicht erklären können?

4 Antworten

Vielleicht hilft es wenn du dir einfach vorstellst das jeweilige Wort einem kleinem Kind so verständlich wie möglich erklären zu müssen.
Mein Philolehrer riet uns das und mir hat es sehr geholfen muss ich sagen.

Es ist oft wirklich schwierig, die Bedeutung von Wörtern zu umschreiben bzw. zu erklären, deren Bedeutung einem selbst klar ist. Damit bist Du nicht alleine.

Im übrigen erlaube ich mir den dezenten Hinweis: "man sägt nicht frägt"!

Auch wenn ich damit Deinen "Scherz" kaputt mache: Man schreibt nicht "frägt", man sagt es schon in manchen Gegenden.

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@LolleFee

Er weiß es doch, er ist ja klug:
Grammatisch richtig ist nur "frug".
Was schießt Du ihm jetzt vor den Bug,
nur weil er dieses Sprüchlein sug?

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@LolleFee: das mag sein, ist aber trotzdem falsch.

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@Herb3472

Würdest Du auch sagen, das "weisch" für "weißt du" (badisch) oder "Würschtl" für "Wurst" (bairisch) in der Spontansprache falsch ist? Wenn ja, dann erübrigt sich nämlich hier jedes weitere Gespräch.

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@LolleFee

Deine Argumentation ist aber jetzt völlig an den Haaren herbeigezogen, weil hier im Forum (zweckmäßigerweise) in der Regel Schriftsprache verwendet wird. Speziell die obige Frage ist eindeutig nicht im Dialekt, sondern in Schriftdeutsch formuliert.

"Man sägt nicht frägt" haben wir glaube ich schon in der Grundschule im Deutschunterricht gelernt. Dass das eine übliche Dialektaussprache sein soll, lese ich von Dir zum ersten mal, und einen Zusammenhang mit Hochdeutsch vermag ich trotzdem nicht herzustellen. Dass viele mäßig gebildete Leute so manchen Ausdruck falsch aussprechen, ist eine Tatsache und hat mit Dialekt nichts zu tun.

"Frägt" tut mir beim Lesen weh. Im übrigen ist mir dieses Thema zu trivial,, um mich weiter damit auseinanderzusetzen.


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@Herb3472

kann auch mit der angewohnheit zu tun haben welche man sehr schwer ablegen kann. wie zb hab ich immer gesagt "mach das licht zu" obwohl es richtig "mach das licht aus" heißen würde. man gewöhnt sich also falsche grammatik an und kann diese dann nur schwer ablegen

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@Herb3472

Wo ich einen Zusammenhang mit Hochsprache hergestellt haben soll, ist mir schleierhaft. Aber Du hast meinen Kommentar ganz offensichtlich nicht verstanden: 

Denn ich bestreite gar nicht, dass man "frägt" nicht schreibt. Aber in manchen Gegenden sagt man es sehr wohl! Und darin besteht meine Kritik an Deiner Antwort - denn Du schreibst nicht, dass man nicht "frägt" schreibt, sondern dass man "frägt" nicht sägt/sagt bzw. nicht zu sagen hat. Und da ist es wohl doch legitim, nach "weisch" und "Würschtln" zu fragen, denn auch das sind regionale Abweichungen von der "Norm".

"Frägt" habe ich bisher von 2 Personen gehört, zum ersten Mal zu Schulzeiten. Weil mich dieses ständige "frägt" einer Schulkameradin stutzig machte (übrigens ganz und gar nicht nur mäßig gebildet!), habe ich nachgeguckt und siehe da - in dem Nachschlagewerk stand unter "fragen": er fragt, ländisch: frägt. Die zweite Person sagte übrigens nicht nur "frägt", sondern auch "frug" und "schrob" - auch sie ganz und gar nicht nur mäßig gebildet, aber eben mit regional geprägter Spontansprache.

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@LolleFee: ich kenne auch Leute, die den Grünschnitt im Garten nach dem Mähen zusammen "gerochen" haben und dabei "zue Schuhe" trugen. Manche trinken einen "Apiteriv" und essen als Vorspeise "Proschutt", bevor sie zur Hauptspeise "Pomm frie" verzehren. Das schlägt natürlich dann alles in der "Kastrierkasse" zu Buche. Alles schon gehört, ist aber trotzdem kein Dialekt und keine Umgangssprache, sondern schlichtweg falsch.

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@Herb3472

Verträgt euch bitte wieder :-)

Ich persönlich fand dein Wortspiel witzig. Es eignet sich prima als Merkregel für jemanden, der nicht immer einen Duden mit sich herumtragt :-)

Aber allzu wörtlich genommen schießt der Spruch über das Ziel hinaus. Denn im Gegensatz zu deinen letzten Beispielen ist "er frägt" regional durchaus in Ordnung. Vielleicht sagt man dort: "Wer fragt, tragt seine Dummheit zur Schau."

Dieses Detail liegt LolleFee offenbar am Herzen. Gib ihr einfach recht und bedanke dich für ihre Ergänzung, dann ist alles wieder im Lot.

P.S.: Nach "zue" musste ich erst googeln. Dabei habe ich diesen lustigen Artikel gefunden, der dir sicher auch gefallen wird: http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-bei-zuen-gardinen-und-ausem-licht-a-523009.html

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@Herb3472

Damit ein sprachliches Phänomen ein Regiolekt wird, muss es schon öfter als hin und wieder auftauchen. Nur weil Du regionale Besonderheiten nicht kennst, sind sie umgangssprachlich nicht gleich falsch. Ich möchte gar nicht wissen, welche regionalen Varianten in Deiner Spontansprache zu hören sind - aber wahrscheinlich sind die dann ein von Dir legitimierter Dialekt oder Du behauptest von Dir, allerbestes Hochdeutsch zu sprechen...

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@LolleFee

@LolleFee: Du sprichst von Regiolekten und Dialekten, und ich davon, dass in einem Forum, in dem sich der gesamten deutschsprachige Raum trifft und austauscht, Schriftsprache angesagt ist, und regionale sprachliche Besonderheiten tunlichst vermieden werden sollten.

Im Übrigen kenne ich die falsche Konjugation von "fragen" auch aus meiner eigenen Schulzeit und aus meiner Umgebung. Aber deshalb, weil viele Leute, die keine höhere Schule besucht haben, in Deutsch nicht sonderlich beschlagen sind (das Ergebnis der Pisa-Studie kommt ja nicht von ungefähr), legitimiert das noch nicht eine falsche Grammatik. Nächstens kommst Du her und legitimierst "tuhen" statt "tun", weil das auch hier häufig falsch geschrieben wird.

Die Rechenregeln kann man auch nicht biegen, weil viele Leute heutzutage nicht mehr richtig rechnen gelernt haben. Und bei der Grammatik ist das genauso.

Schreiben wir hier Umgangssprache oder Schriftsprache? Entweder, oder - aber doch bitte nicht beides vermantschen!

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@ralphdieter

@ralphdieter:

Dieses Detail liegt LolleFee offenbar am Herzen. Gib ihr einfach recht
und bedanke dich für ihre Ergänzung, dann ist alles wieder im Lot.

Und mir liegt am Herzen. dass Umgangssprache und Schriftsprache nicht miteinander vermantscht werden. "Umgangssprache" kommt von "miteinander umgehen", und "Schriftsprache" bezieht sich auf das geschriebene Wort. Hier wird geschrieben, also ist Schriftsprache angesagt.

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@Herb3472

Du willst ganz offenbar nicht verstehen, herb3472. Nie habe ich bestritten, dass "frägt" schriftsprachlich falsch ist. Aber Du sagtest, dass man "frägt" nicht sagt! Natürlich wird hier geschrieben, aber selbst wenn man schreibt, dass man "frägt" nicht sagt, ist das einfach nicht richtig.

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@Herb3472

Offenbar solltest Du Dein Lesesinnverständnis trainieren, Herb3472. Wo habe ich geschrieben, dass "frägt" schriftsprachlich richtig ist? Gar nicht. Aber Du schriebst, dass man "frägt" nicht "sägt", Du bist also derjenige, der Schrift- mit Spontansprache vermischt. Und meine Kritik bezog sich allein darauf.

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@LolleFee

@LolleFee:

Du bist also derjenige, der Schrift- mit Spontansprache vermischt.

Umgangssprache bzw. Spontansprache, wie Du das nennst, gerne und selbstverständlich für das gesprochene Wort. Für das geschriebene Wort bitte ausschließlich Schriftsprache. Darum heißt sie ja auch so.

Wird hier gesprochen oder geschrieben?

Es gibt viele Leute mit mangelhafter Schulbildung, die der Schriftsprache nicht mächtig sind. Denen sei das nachgesehen, sie müssen sich aber wohl oder übel gefallen lassen, auf ihre Rechtschreib- und Grammatikfehler hingewiesen zu werden.

So sehe ich das zumindest.

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@LolleFee

Wenn Du in einem Deutschaufsatz "frägt" schreibst, wird Dir das rot angestrichen. Und hier ist das ebenso.

Punkt.

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@LolleFee

Du willst ganz offenbar nicht verstehen, herb3472.

Es interessiert mich schlichtweg nicht, zu verstehen. Hier wird geschrieben und nicht gesprochen, also sind die Regeln der Schriftsprache einzuhalten. Darüber diskutiere ich nicht.

Basta.

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Nein, so geht es vielen Menschen. Ich hatte das schon so oft, dass ich im Unterricht gefragt wurde, was ein Wort bedeutet hat, weil ich gezeigt habe, dass ich es kenne, und dann sagen musste, dass ich es nicht wirklich erklären kann.

Vielleicht solltes du Versuchen dir Erklärungen einzuprägen

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Hm. Mir gehts öfter so mit unübersetzbaren Begriffen aus anderen Sprachen. Dein Problem ist aber dass du zwar Wörter kennst, aber nicht deren Bedeutung (Besessenheit ist ein Synonym, keine Bedeutung)?

Er oder sie kennt sie doch, kann das Wort nur nicht erklären.

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