Fremdes W-Lan nutzen legal oder illegal, strafbar?

2 Antworten

§ 202a
Ausspähen von Daten
(1) Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Daten im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche, die elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder übermittelt werden.
§ 202b
Abfangen von Daten
Wer unbefugt sich oder einem anderen unter Anwendung von technischen Mitteln nicht für ihn bestimmte Daten (§  202a Abs. 2) aus einer nichtöffentlichen Datenübermittlung oder aus der elektromagnetischen Abstrahlung einer Datenverarbeitungsanlage verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.
§ 202c
Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten
(1) Wer eine Straftat nach §  202a oder §  202b vorbereitet, indem er
1.Passwörter oder sonstige Sicherungscodes, die den Zugang zu Daten (§  202a Abs. 2) ermöglichen, oder 2.Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist,
herstellt, sich oder einem anderen verschafft, verkauft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) §  149 Abs. 2 und 3 gilt entsprechend.

Die Benutzung solcher Tools ist ausdrücklich dafür gedacht um Sicherheitslücken im EIGENEN Netzwerk zu analysieren und zu beseitigen.

Auch wenn der Wlan-Betreiber verpflichtet ist die Standardpasswörter der Router / Wlan zu ändern (vor allem die älteren Router-Generationen).
Solltest Du dann Einstellungen auf dem Router verändern kann man schon hier von ausgehen.

§ 303a
Datenveränderung
(1) Wer rechtswidrig Daten (§  202a Abs. 2) löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) Für die Vorbereitung einer Straftat nach Absatz 1 gilt §  202c entsprechend.
§ 303b
Computersabotage
(1) Wer eine Datenverarbeitung, die für einen anderen von wesentlicher Bedeutung ist, dadurch erheblich stört, dass er
1.eine Tat nach §  303a Abs. 1 begeht,2.Daten (§  202a Abs. 2) in der Absicht, einem anderen Nachteil zuzufügen, eingibt oder übermittelt oder3.eine Datenverarbeitungsanlage oder einen Datenträger zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht, beseitigt oder verändert,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Handelt es sich um eine Datenverarbeitung, die für einen fremden Betrieb, ein fremdes Unternehmen oder eine Behörde von wesentlicher Bedeutung ist, ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.
(3) Der Versuch ist strafbar.
(4) 1In besonders schweren Fällen des Absatzes 2 ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. 2Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
1.einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt,2.gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Computersabotage verbunden hat,3.durch die Tat die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern oder Dienstleistungen oder die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland beeinträchtigt.
(5) Für die Vorbereitung einer Straftat nach Absatz 1 gilt §  202c entsprechend.

Aber wo kein Kläger ist ist auch kein Richter.

aber

Unwissenheit schützt auch vor Strafe nicht.

Also lass so ein Blödsinn und mach den Betreiber darauf aufmerksam das ein Sicherheitsrisiko besteht.

Finde lieber ein paar Leute in Deiner Gegend die Du begeistern kannst der Freifunk.net Community beizutreten falls es bei euch im Ort/Stadt keine gibt.. Plane mit deine Freunden eine .... ist viel sinniger .

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Würde gerne einen Freifunk öffnen aber habe Angst, dass andere Leute in meinem Netz Sch.... bauen. Wollen wir mal übertreiben ... : Der Opa 2 Etagen über mir läd sich Kinderxxx runter. Dan steht die Polizei bei mir , oder ?

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@TankPusher

Beschäftige dich damit mal genauer mit diesen Thema: Lese deren Foren u.s.w.

Dein Knoten/Freifunk Router/Node baut eine Verbindung zu einem Gateway/Supernode auf, dieser kippt entweder den Traffic dort direkt ins Internet oder hat einen VPN Tunnel ins Ausland.

ist ja auch wegen der Störerhaftung ein Thema gewesen... das erste mal das ich von Freifunk gehört hatte war ca. 2008 ... bis dahin hat sich viel getan Hardware/Software und Recht...

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@timmiboy78

Selbst das aufstellen eines solchen Freifunk Router (ohne Freigabe deines Internet) hilft um das Mesh-Netzwerk zu vergrößern/erweitern

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@timmiboy78

aber nochmal eine Frage zum Nachbarn. Ich habe durch das testen von Pw doch keine straftat begangen oder ?

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@TankPusher

Es ist aber eine, da Du Dir unbefugt Zugriff verschafft hast.

Wenn Du mit ein Lock-picking Set das Haustürschlos Deines Nachbarn öffnest ist es trotzdem ein Einbruch

Wo kein Kläger ist ist auch kein Richter.
Quatsch mit Deinen Nachbarn das Du ein Sicherheitstest bei dir zuhause machen wolltest und bemerkt hast, das er ein sehr unsicheres hat, und hilf ihm beim beseitigen der Sicherheitslücke...

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@timmiboy78

ich weiß ja nichtmal welcher nachbar es ist. das ist das problem

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@TankPusher

Mach dich jetzt dadrum nicht so verrückt.

Würde es an deiner Stelle aufjedenfall sein lassen mit dem UPC und sacken lassen. Wie schon in der Antwort gesagt, gibt es wenige Leute, die sich mit Netzwerken etc auskennen und n Router am Ende nur haben um Wlan zu haben und sich sonst so 0 drum kümmern und wo kein Kläger da halt auch kein Richter. Ich bezweifle, dass er dir je auf die Schliche kommt, wenn ihn ned darauf explizit aufmerksam gemacht wurde.

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@TankPusher

Lauf mal mit dem Handy durch die Gegend im Haus... da wo das Netzsignal am stärksten ist klingelst du mal freundlich an. Tipp solche Signalquellen Strahlen im Idealfall der "breite" aus.. selten mehrere Stockwerke übergreifend.. also kann es nur einer sein der im selben Stockwerk wohnt oder einer drunter oder drüber..

Wenn du schon schaffst dich mit solchen Tools zu benutzen... sollte das aufspüren der Signalquelle kein Hindernis sein.

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@Zoreany

Oh ich hab gerade durch das Treppenhaus gerufen wie stabil sein/ihr internet (wlan-name) doch läuft xD Nein Spaß danke dir.

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@timmiboy78

Ok hast Recht. Dank W-Lanstick konnte ich auch schon einen Anfangsverdacht eröffnen wem das top gesicherte wlan-Netzwerk gehört. Eine Fachperson kann es ja nicht sein, die das standardpasswort beibehält. Aber der Fairness halber werde ich entsprechende person morgen über das "W-Lan Problem" unterrichten, lasse dabei aber ungeachtet, dass ich eingeloggt war xD Aber jemand anderes der da rein geht/kommt macht vllt echt Mist!

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@TankPusher

Wer weiss. An deiner Stelle würde ich es halt nichtmehr ansprechen und nichtmehr tiefer in das Thema graben.

Würde halt "das Feuer nicht weiter anzünden". Lass dein Nachbarn Spaß haben mit seinem Wlan und sollte doch mal was schief gehen, ist das sein Problem und nicht deins.

Und wenn du Pech hast, ist die Person noch so jemand, der es nicht abkann, wenn jemand ihn auf Fehler hinweist oder in seine "Privatsachen" rumschnüffelt.

Solche Apps wie UPC haben auch keine 100% Chance das Passwort eines Routers zu knacken und es gibt kaum Gründe dazu heutzutage.

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@Zoreany

Ne lasse ich jetzt auch sein. Doch dieser Mist geht! Habe 11 Router angewählt und ALLE gingen mit den Standard Passwörtern auf ohne WITZ ALL!

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Jawohl, ist es.

Nur weil ein Gerät für dich das Knacken des Passwortes übernimmt ist es nicht weniger illegal.

Das Strafgesetzbuch besagt unter § 202a Ausspähen von Daten:

„(1) Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Daten im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche, die elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder übermittelt werden.“

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Habe es eben 1 mal gemacht um das mal zu probieren. Es hat geklappt aber ich habe das Netzwerk sofort wieder gelöscht. Bin also nicht damit online. Was kann da jetzt passieren ?

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@TankPusher

Das es jemand merkt, ist so extrem unwahrscheinlich, dass du jetzt gut schlafen können solltest. Du hast deine Lehre offenbar gezogen.

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@l3487171

Ja klar habe ich alleine aus der Angst eben gelernt. Aber Interesse halber die Frage : Was kann ein betroffener Inhaber in so einem Fall machen. Gehen wir davon aus, dass ich mich nicht ausgeloggt hätte und fleißig (legal!) surfen würde. Wie könnte man feststellen, dass ich es war ?

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@TankPusher

Dein Login wurde vom Router registriert. Wenn der Inhaber des WLANS nicht ganz kenntnislos ist, wird er sehen, das jemand Fremdes in sein Netz eingedrungen ist. Die MAC-Adresse deines Gerätes ist hinterlegt. Da das WLAN nur eine gewisse Reichweite hat, kommen eigentlich nur Nachbarn in Frage. Wenn der Betreiber des WLAN die Polizei einschaltet wird dahingehend ermittelt und festgestellt an wen ein Gerät mit der MAC - Adresse verkauft wurde. Bei Handys sehr einfach weil die meist mit Verträgen abgegeben werden. Bei Laptops und Tablets schon etwas schwieriger, aber auch nicht unmöglich. Ich würde das betreffende Gerät nicht mehr in Betrieb nehmen.

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@l3487171

Wenn der Betreiber des WLAN nicht ganz dumm ist, kann er im Router den Login feststellen. Da ist dann sogar die MAC - Adresse des Gerätes hinterlegt.

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@ZuumZuum

Das geht aber doch nicht bei sehr wenigen Routern, Der Fragesteller hat nicht genannt, was es für ein Router ist.

Außerdem, müsste das schon ein misstrauischer Nachbar sein, der es regelmäßig nachhält.

Die Mac-Adresse ist eben auch nur eine Mac-Adresse, keine Personalausweisnummer. Das ist gar nichts, wenn der Rechner nicht physisch in Reichweite ist.

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@l3487171

Ich als WLAN-Betreiber bin sogar so misstrauisch, das ich nur registrierte Geräte in mein WLAN lasse. Ich kenne zwei Nachbarn, die halten das sogar sehr genau nach. Wer das nicht tut ist in meinen Augen blauäugig und naiv.

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@ZuumZuum

Droht mir für das kurze reine Einloggen jetzt ärger ?

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@TankPusher

Das kommt auf den Betreiber an. Merkt er es, oder merkt er es nicht. Da sehr viele User sich gar nicht mit Netzwerken auskennen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, das es nicht bemerkt wird.

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@ZuumZuum

Die Tat müsste erst mal vom Geschädigten angezeigt werden.

Wie sollten die Behörden dann vorgehen? Sollen sie die Computer der kompletten Nachbarschaft beschlagnahmen, einschließlich der Bank und der Apotheke, die vielleicht auch in Reichweite liegen? Das müssten sie nämlich tun, um es beweisen zu können.

Dann stellt sich die Frage, welcher Schaden überhaupt entstanden ist, der dies alles rechtfertigen würde.

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@l3487171

Ok aber der nachbar oder nachbarin könnte den täterkreis am pc namen doch massiv eindämmen oder ?

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@TankPusher

Ich glaube nicht, dass es Router gibt, die den PC-Name übertragen/protokollieren. Der ist ja lediglich in Windows hinterlegt. Der Router ist ja unabhängig von einem Betriebssystem. Die Zugriffe protokollieren nur sehr wenige Router. Ich weiß gar nicht, ob das neuere Router überhaupt dürfen, weil das ja ein Datenschutzproblem aufwerfen würde, falls sich mehrere Personen einen Router teilen.

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@l3487171

Nein! Ich nutze nun wieder mein eigenes Internet. Ist eh besser als der Looser mit seiner 16K Leitung. Wollte es einfach mal testen aber habe draus gelernt. Danke dir nochmal Keule

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@l3487171

@TankPusher Nunja, unser Telekom Router kann im Web-Interface eine Liste von allen Geräten anzeigen, die sich bisher verbunden haben und ob das Gerät aktiv momentan ist oder nicht.

Aber das da jemand es nachkontrolliert ist auch sehr unwahrscheinlich. Es sei denn man will Ports öffnen, wo man das Gerät wählen muss aus der Liste dann. Manche Gerätenamen sind am Ende eh nur Mac-Addressen und sagen nix über das Gerät an sich aus. Könnte also sogut auch sein Fernseher sein oder seine Playstation 4.. je nachdem was er noch zu Hause hat. Wie gesagt, ohne das jemand aktiv drauf aufmerksam gemacht wird, kommt so einfach niemand drauf.

Die meisten loggen sich höchstens mal dort ein um den Router auf die neuste Firmware zu bringen, wenn sie sich überhauot mal einloggen.

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