Fremdes Filmmaterial für Musikvideo verwenden - Was muss ich beachten?

1 Antwort

Erstmal ist es weitgehend irrelevant, ob du nun kommerzielle Absichten hast oder nicht (mal davon abgesehen, dass dann möglicherweise eine gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung vorliegt und mögliche Schadenersatzansprüche höher ausfallen). Entscheidend ist die (hier) öffentliche Verbreitung eures Musikvideos.

Die Regelschutzfrist beträgt 70 Jahre nach Tod des Urhebers (unabhängig von der Art des Werkes).

Sollten also die Ausschnitte, die du verwenden willst, die nötige Schöpfungshöhe erreichen, brauchst du eine Erlaubnis des Urhebers/Rechteinhabers der Aufnahmen.

Aber auch wenn das nicht der Fall ist, gibt es noch Leistungsschutzrechte, wie den Laufbildschutz.

Nutzungsrechte eines Video auf Youtube

Welche rechtliche Konsequenzen könnte es haben, wenn ich ein Youtube-Video downloade und in meiner (bezahlten) Live-Show in einem Varieté zeige? Das Video wurde dafür leicht umgeschnitten und es wird während eines Songs auf eine Leinwand projiziert.

Danke und VG

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gewerbliche Nutzung von Fragmenten von Gedichten & Songtexten

Hallo,

ich möchte Fragmente aus Gedichten und Songtexten grafisch aufbereitet auf T-Shirts und Stoffbeutel drucken und diese dann verkaufen. Es wird sich um Einzelexemplare handeln, in Handarbeit hergestellt, keine industrielle Massenware.

Was muss ich tun, um die entsprechenden Nutzungsrechte dafür zu bekommen? Wer ist der richtige Ansprechpartner? Welche Kosten entstehen?

Über eine Rückmeldung freue ich mich.

Besten Dank + viele Grüße!

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Arbeitsvertrag: Verzicht auf Urheberperönlichkeitsrechte in Deutschland machbar? Keine Anerkennung?

Hallo! Ich möchte in zwei Wochen die Firma wechseln, ein Angestelltenverhältnis. Auflösungsvertrag ist schon im Entwurf. Ich habe von der neuen Firma einen Entwurf zum Arbeitsvertrag erhalten, wo ich auf mein Urheberpersönlichkeitsrecht und der Urhebererkennung verzichten soll. Das gefällt mir nicht. Ich habe die Angst, dass wenn ich eine Erfindung mache oder eine neue Wissenschaftliche Erkenntnis, dass diese mir abgeschrieben wird. Die Übertragung der Nutzungsrechte, Veröffentlichungsrechte, etc. ist ja in Ordnung. Schließlich arbeite ich in der Firma, die ja meine Ergebnisse weiterverwertet, und verwerten soll. Jedoch möchte ich nicht erleben, dass ich sogar meinen Namen hergebe und die neue Rechtsinhaberin bestimmt, wessen Name unter der Erfindung, bzw. wissenschafliche Erkenntnis steht. Ich möchte damit keine Möglichkeit zur Wahrheitsverdrehung unterzeichnen. Außerdem möchte ich im Patent drinstehen, wenn ich selbst daran beteiligt war.

Normalerweise soll es in Deutschland nicht möglich sein, das Urheberpersönlichkeitsrecht abgesprochen zu bekommen. Laut untenstehender Internetseite, darf das Vertraglich dann doch ausdrücklich oder stillschweigend "abbedungen" werden. Was auch immer das heißt. Also auf (An-)Erkennung meiner neuen Errungenschaft und meiner pers. Zuordnung verzichte ich nicht. Doch habe ich Angst, dass ich nicht mehr in dieser Firma angestellt werde, wenn ich die Passage streichen lassen will. Gibt es da gesetzlich Grenzen? Kann man mir die Stelle aufdrängen mit diesem Verzicht? Die Zeit drängt. Nicht dass ich den Auflösungsvertrag unterschreibe, den neuen Job aber deswegen nicht bekomme. Dann gibt es eine Sperrung von der Agentur der Arbeit, weil ich ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis beendet habe ohne Nachfolgejob. Eine Leasing-Nachfolge für meinen Entleiherbetrieb gibt es schon. Ich sitze zwischen den Stühlen und möchte meinen Namen und meine Leistung nicht leugnen/ mir wegnehmen lassen........... .

<a href="http://medien-internet-und-recht.de/volltext.php?mir_dok_id=304" target="_blank">http://medien-internet-und-recht.de/volltext.php?mir_dok_id=304</a>

Hier die Passage aus dem Vetragsentwurf:


"Der Arbeitnehmer überträgt dem Arbeitgeber das ausschließliche, zeitlich, örtlich und räumlich uneingeschränkte Nutzungsrecht in jeder bekannten Verwertungsform an Arbeitsergebnissen nach Absatz 1. Dem Arbeitgeber werden die Urheberpersönlichkeitsrechte, insbesondere auf Veröffentlichungsrecht, das Recht auf Urhebererkennung, der Schutz vor Entstellung und Änderung, das Zugangsrecht und die Rückrufsrechte zur Ausübung überlassen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, dass ausschließliche Nutzungsrecht an Dritte zu übertragen und/oder einfache Nutzungsrechte zu vergeben. Sämtliche Ansprüche des Arbeitnehmers sind mit der bezogenen Vergütung abgegolten."


Ich denke das ist was für AnwältInnen, Erfahrene, Betroffene oder ArbeitgeberInnen die selbst wissen warum und wie... Für schnelle Hilfe wäre ich dankbar.

Gruß Misanthrop2

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Schadensersatz bei Urheberrechtsverletzung (aus Buch ins Internet gestellte Texte)

Hallo alle zusammen.

Aus gegebenem Anlass habe ich eine Frage, vielleicht kann der eine oder andere ja weiterhelfen. Mir ist bewusst, dass dies hier keine Rechtsberatung ist und dass ein Profi hinzugezogen werden sollte.

Folgendes: Es geht um ungenehmigte Nutzung von Texten

Der Autor eines Buches hat einen Rechtsanwalt hinzugezogen da Teile seiner Texte aus einem Buch ohne Genehmigung im Internet veröffentlicht wurden. Kleine Randnotiz: Die Texte waren rund 2-3 Monate online und die Webseite hatte in der Zwischenzeit nahezu keinerlei Besucher. Wieso und weshalb es zu dieser ungenehmigten Nutzung gekommen ist, will ich nicht weiter ausführen. Rund 20-25% des Buches wurden öffentlich zugänglich gemacht.

Nun steht im Brief, dass Autor X die Kanzlei mit der Prüfung der Sach- und Rechtslage und der Durchsetzung seiner Ansprüche - zunächst außergerichtlich - beauftragt hat.

Verletzt wurden Urheberrechte des Mandanten, sodass Ansprüche auf Wert-/Schadensersatz, Unterlassung und Kostenerstattung ausgelöst werden.

Nun soll eine Unterlassungserklärung zugesandt werden, was selbstverständlich ist.

Die Webseite ist bereits offline und die Texte wurden übrigens auch schon vor einiger Zeit bei der großen Suchmaschine mit dem Anfangsbuchstaben G deindexiert.

Nun kommen wir zum brisanten Teil: Aufgrund der Rechtsverletzung sind Sie verpflichtet Schadensersatz an unseren andanten zu leisten. Es folgt noch jede Menge bla bla, wieso und weshalb, "theoretische" Kosten etc.

Und jetzt wird es richtig heftig: Streitwert für die unberechtigte Nutzung der genutzten Texte wird mit 50.000 Euro bemessen, hinzu kommt der Wert einer angenommenen Lizenz von knapp 40.000 Euro, sodass ein Gesamtgegenstandswert von knapp 90.000 Euro entsteht.

"Danach ergibt sich für unseren Mandanten die nachstehend ausgewiesene Kostenlast, bezüglich derer Sie zur Freistellung verpflichtet sind:

Gegenstandswert: Knapp 90.000 Euro 1, 3 Geschäftsgebühr bla bla Knap 1.900 Euro Pauschale für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen bla 20,00 Euro Endsumme: Knapp 1.900 Euro

Zunächst einmal verstehe ich diesen letzten Part nicht, was für eine Endsumme soll das sein? Im ersten Moment dachte ich dann "okay, diesen Betrag musst du jetzt also zahlen".

Dann aber der große Schock im nächsten Abschnitt:

Für den Eingang der Gesamtsumme aus Schadensersatz und Freihaltung der Anwaltsvergütung, mithin eines Betrag in Höhe von 40.000 Euro

auf einem unserer angegebenen Kanzleikonten haben wir uns den Datum X.X.X. notiert. Verstreicht die Frist, so empfehlen wir dem Mandanten die unverzügliche Klage.

Welchen Betrag wollen die denn jetzt also tatsächlich und konkret haben? Und was ist zu tun? Logischerweise kann ich KEINE 40.000 Euro innerhalb weniger Tage auf das Kanzleikonto überweisen. Soll ich mich direkt auf zur Schuldnerberatung machen? Wenn dies der geforderte Betrag ist und da nichts zu machen ist, dann kann ich mich gleich privantinsolvent melden.

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Dürfen Minderjährige einen Vertrag zur Übertragung von Nutzungsrechten unterschreiben?

Wie sieht es aus? Dürfen Minderjährige bzw. eingeschränkt geschäftsfähige Personen einen Vertrag zur Übertragung von Nutzungsrechten unterschreiben oder muss dies durch Erziehungsberechtigte geschehen, obwohl das Kind der Urheber ist?

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Fotos als Malvorlage nutzen?

Hallo,

mich würde mal interessieren, inwiefern ich fremde Fotos für eigenständige Zeichnungen und Gemälde verwenden darf, ohne dabei gegen Urheberrechte zu verstoßen. Dass ich ein Foto nicht eins zu eins abmalen darf weiß ich bereits. Aber wie sieht es beispielsweise aus, wenn ich eine ganz neue Idee habe, in der viele Elemente eingebunden werden sollen und ich für einzelne Bildelemente verschiedene Fotovorlagen nutzen möchte?

Bsp.: Ich möchte eine Landschaft malen, wo ein Vogel (welcher spielt jetzt mal keine Rolle) auf bsw. einem Pfosten sitzt. Angenommen, ich kann die Landschaft ohne Vorlage malen, oder die Vorlage habe ich selbst, aber den Vogel, den ich einbauen möchte, habe ich nicht als Vorlage. Darf ich mir dann ein passendes Foto aus dem Internet kopieren und in gemalter Form im Gemälde verwenden?

Gibt es da einen bestimmten Prozentsatz, wann ein eigenständiges Werk entstanden ist und das Urheberrecht auf das verwendete Foto nicht mehr greift?

Danke schon mal im Vorraus für eine Antwort.

LG

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