Fremdelphase! Kind (10 Mon.) will nicht mal zum Vater!

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Beim ersten Kind stellen sich die meisten Eltern noch etwas ungeschickt an. Versetzt euch einfach mal in die Lage des Kindes: Da kommt ein wildfremder Kerl und DU GEHST WEG, seine einzige Bezugsperson, sein Schutz, sein Halt!!! Lösung: Der wildfremde Kerl muss zu einem guten Freund werden. Das geht nicht mit Gewalt! Dein Kind muss seinen Vater erst kennenlernen. Und das erstmal ohne direkten Körperkontakt, oder würdest du es mögen, wenn dein Freund dich einem Fremden auf den Schoß setzt und dann womöglich noch abhaut?! Also ist vorsichtige Annäherung geboten. Gemeinsam spielen, singen, tanzen, ... Dasselbe gilt für deinen Freund: Er kriegt das Kind einfach in die Hand gedrückt, du gehst weg, er weiß nicht, was er tun soll, hat Angst etwas falsch zu machen, und prompt scheint seine Angst bestätigt zu werden: das Kind schreit und zeigt damit, dass es unglücklich ist. Na, und das will dein Freund ja nun auf keinen Fall. Lösung: Auch er muss sich erst mit dem Kind anfreunden, allmählich, ganz in Ruhe. Das Kind wird dann von allein zu ihm auf den Arm wollen. Und erst wenn das gut läuft, darfst du auch mal kurz auf die Toilette. Wenn dein Freund so wenig Zeit mit euch verbringen kann, wird das alles natürlich sehr lange dauern, es wird Rückschläge geben, aber irgendwann habt ihr es geschafft!

Danke fürs Sternchen! Und viel Erfolg, das wird schon!

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Also bitte, Leute, schimpft den Papa nicht, er kanns halt nicht und ihm fehlt das Talent, sich aus dem Stand DAS Rezept einfallen zu lassen. Dafür kann er ja nichts.

Schnapp Dir den Kindesvater, wenn er zuhause ist von der Montage und beschäftigt Euch viel zusammen mit dem Kind. ER soll vor allem viel mit dem Baby sprechen und Kontakt aufnehmen, das Spielzeug reichen, kitzeln, streicheln, mal ein Bussi auf den Kopf drücken, Windeln anlegen, was man halt so macht. Kinder kommunizieren vor allem über akustische Signale und Körpersprache. Wenn Dein Sohnemann merkt, daß da noch einer ist, dem er vertrauen kann und bei dem es nett ist, dann darf der Papa ihn auch mal auf den Arm nehmen und dann wird das auch. Männer haben halt oft nicht so den Draht, wie man mit einem Kind umgeht und müssen das lernen; dabei kannst Du ihm ja helfen. Vielleicht werden die zwei dann noch ganz unzertrennlich und Du kannst ihnen später mal erzählen, wie das am Anfang war. Gruß, q.

Du hast recht! Mein Freund ist ein guter Mann und er gibt sich viel Mühe! Wir versuchen es mal Am Freitag mit der "Annäherung" :D In der Hoffnung das es sich BALD gegessen hat (Natürlich geht sowaws nicht von heute auf Morgen, das ist klar!)

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Kenn' ich. Mein Mann ist auch nicht ganz so oft hier daheim. Als der Kleine noch ein Baby war, hat er meinen Mann sogar teilweise komplett abgelehnt und gebrüllt,sobald er in Sicht kam. Das legt sich von ganz alleine, das Kerlchen muß sich erst mal zurechtfinden in seiner kleinen Welt. Kopf hoch!

Na ich hoffe ja das es nicht ewig so bleibt ;-) Dankeschön!

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Das "Fremdeln" ist ein natürlicher Vorgang und ist ein wichtiger Entwicklungsschritt. Dabei entwickeln sich Kinder sehr unterschiedlich. Wenn sich die Mutter in erster Linie um das Kind kümmert, ist es möglich, dass ein Kind zunächst sie als vorrangige Bezugsperson erkennt. Wichtig ist es in solchen Fällen, dass sich der Vater weiter mit dem Kind beschäftigt, damit sich das Kind besser an ihn gewöhnen kann. So lernt das Kind noch während der „Fremdel“-Phase, den Vater als Bezugsperson zu schätzen. Nähere Informationen zum „Fremdeln“ auf www.familien-wegweiser.de

Da wäre ich ja direkt froh, wenn mein Kind bei so einem Vater sofort zu mir wollte. Als Vater darf man unsicher sein, aber nicht untauglich. Geh' doch in einen Spielkreis. Dort lernt er andere Kinder und Mütter kennen. Das Fremdeln hört auf, wenn er neue Gesichter öfter sehen wird.

Wir sind jeden Donnerstag im Elternkind Kreis. Es ist schön da und er kennt die Leute mittlerweile. Allerdings darf ihn niemand hochnehmen, aber lachen tut er mit allen!

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