'Fremde Leute' betrunken fahren lassen, was meint ihr?

6 Antworten

Du solltest sogar ein sehr gutes Gewissen haben, denn du hast in jedem Fall moralisch und meines Erachtens auch rechtlich richtig gehandelt. Eine Nötigung ist zwar eigentlich strafbar (§ 240 StGB), die Tat war aber durch Notstand nach § 34 StGB gerechtfertigt:

"Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren, das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden."

Mindestens einer der beiden, also der spätere Fahrer, hatte die Absicht, eine Straftat nach § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr) zu begehen. Jede Strafvorschrift schützt durch ihr Vorhandensein ein sogenanntes Rechtsgut: Diebstahl schützt fremdes Eigentum, Körperverletzung die körperliche Unversehrtheit usw.

§ 316 StGB soll die Sicherheit im Straßenverkehr als abstraktes Gefährdungsdelikt (d.h. die Trunkenheit ist nicht unmittelbar gefährlich, kann aber zu einer Gefahr werden) schützen, er ist daher ein anderes Rechtsgut im Sinn des oben zitierten Notstands. Durch deine Nötigung hast du die beiden in ihrem Rechtsgut der Freiheit beeinträchtigt. Wenn ich die beiden Rechtsgüter gegeneinander abwäge, komme ich zum Ergebnis, dass die Sicherheit für Leib und Leben der zwei Bekannten sowie von möglicherweise weiteren Unbeteiligten schwerer wiegt als das Interesse, mit dem eigenen Auto heimzufahren.

Du hast auch ein angemessenes Mittel verwendet, wenn nicht sogar das mildeste, weil du ihnen nur den Schlüssel vorenthalten hast. Hättest du sie bewusstlos geschlagen oder irgendwo eingesperrt, würde die Abwägung vermutlich anders ausfallen.

Dass sie später dennoch betrunken heimgefahren sind, braucht dich nicht mehr zu stören. Du hast alles in deiner Macht Stehende getan, um eine geplante Straftat zu verhindern, aber du kannst nicht überall sein. Vielleicht haben sie kurz darauf bei einer Polizeikontrolle an dich gedacht. :-)

Sie aufzuhalten war völlig korrekt und die Verantwortung zusammen mit dem  Schlüssel an  einen Freund von denen weiter zu reichen auch.  Was der dann damit macht ist seine Verantwortung.

(ich geh mal davon aus daß der Freund halbwegs seriös und nicht selber total blau war, ansonsten ist bei ner Party auch der Wirt oder Gastgeber eine gute Anlaufstelle. Der hat nämlich ohnehin ne Fürsorgerpflicht für seine Gäste)

Du hast völlig richtig reagiert. Denn dabei muss man nicht immer bedenken dass sie sich selbst etwas antuen können sondern auch anderen Mensch.
Sie hätten auch anderen Menschen schaden können.
Darüber sollte man vielmehr nachdenken.
Also hast du super reagiert.

Was willst du groß machen? Das Auto "klauen" indem du den Schlüssel mitnimmst? Jeder dritte wäre noch mitgefahren und mehr als jeder zweite hätte gesagt ich laufe ihr könnt ja fahren!


Du hast alles richtig gemacht was du noch tun könntest du könntest dir Polizei rufen und um Hilfe bitten das du grad dabei bist eine trunkenheits fahrt zu verhindern und dringend Hilfe brauchst. Die Stellen dann die Schlüssel erstmal sicher.

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