Fremde Eintragungen auf meiner Stempelkarte

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Bei uns war es so, dass wir von der Lohnbuchhaltung uns die Stempelkarten geholt haben um entsprechend für die Lohnabrechnung vorzuarbeiten. Wir haben dann auch unsere Bemerkungen darauf gemacht. Aber da hast Du schon Recht Du solltest mit dem Chef bzw. mit der Lohnbuchhaltung darüber reden. Wahrscheinlich klärt sich alles auf. Es will Dich sicher niemand bespitzeln.

Arbeitszeitbetrug Fristlose Kündigung unzulässig, wenn kein Schaden entstanden ist: Das LAG Düsseldorf hatte in seinem Urteil vom 27.07.2009 (Az.: 12 Sa 425/09) darüber zu entscheiden, ob eigenmächtig eingelegte Pausen eines Bauarbeiters zu einer fristlosen Kündigung führen können. Im konkreten Fall entschied das LAG Düsseldorf, dass es zumindest dann an einem für eine fristlose Kündigung geforderten "wichtigen Grund" fehle, wenn dem Arbeitgeber durch die nicht genehmigten Pausen kein Schaden entstanden ist und die Pausen keinen Einfluss auf die Gehaltsabrechnungen (Vergütungsabrechnung und Leistungsabrechnung) hatten, da nicht nach Arbeitszeit, sondern nach einem speziellen Punktesystem abgerechnet wurde. Auch wenn die eigenmächtigen täglichen Pausen von ca. 30 Minuten in seinen Arbeitsberichten keine Erwähnung fanden, hätte der Arbeitnehmer zuvor abgemahnt werden müssen.

Das Urteil können Sie hier einsehen.

Fristslose Kündigung wegen Raucherpause ohne Ausstempeln: Das Arbeitsgericht Duisburg entschied mit Urteil vom 14.09.2009 (Az.: 3 Ca 1336/09), dass die gegenüber einer Arbeitnehmerin ausgesprochene fristlose Kündigung rechtmäßig ist. Diese Arbeitnehmerin wurde bereits mehrfach im Jahr 2008 abgemahnt, weil sie trotz getroffener Vereinbarung, man möge sich bei Raucherpausen zuvor ausstempeln, die Zeiterfassung nicht bediente und somit der Pflicht nicht nachgekommen war.

Nachdem Sie gegen diese Pflicht dann erneut an drei Tagen in Folge verstieß und auch im Nachhinein ihre tatsächliche Arbeitszeit in Form von Belegen nicht korrigierte, wurde ihr gekündigt. Das Gericht sah ihr Verhalten als schwerwiegende Vertragsverletzung an.

Fristlose Kündigung bei Arbeitszeitbetrug auch nach 30 Jahren Betriebszugehörigkeit: Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz hatte über die Kündigungsschutzklage einer Arbeitnehmerin zu entscheiden, die in mindestens 82 Fällen manuell die Zeiterfassung zu ihren Gunsten veränderte. Darüber hinaus waren Tage als anwesend eingetragen, zu denen sie aber tatsächlich nicht anwesend war. Trotz einer Zugehörigkeit zum Unternehmen von über 30 Jahren sah das LAG Mainz in seiner Entscheidung (Urteil vom 18.03.2009, Az.: 7 Sa 735/08) die Kündigung als verhältnismäßig an.

Fristlose Kündigung auch bei geringfügigem Arbeitszeitbetrug: Das Arbeitsgericht Frankfurt stellte in seiner Entscheidung vom 27.08.2008 (ArbG Az.: 7 Ca 10063/07) fest, dass auch eine geringfügige Abweichung von der tatsächlichen Arbeitszeit zur Kündigung rechtfertigt. Die Mitarbeiterin eines Flughafen Serviceunternehmens verließ einmalig ihren Arbeitsplatz ca. 45 Minuten früher als angegeben. Obwohl die Mitarbeiterin angab, sie habe den Eintrag lediglich vergessen, lag nach Ansicht des Frankfurter Arbeitsgerichts Arbeitszeitbetrug und mithin eine Straftat vor. Dies rechtfertige die fristlose Kündigung.

Fristlose Kündigung wegen Arbeitszeitbetruges: Eine Mitarbeiterin verließ mehrfach ihren Arbeitsplatz, ohne dies dem Arbeitgeber zu melden und die Stempeluhr zu betätigen. Eine Detektei stellte hierbei fest, dass die Mitarbeiterin private Angelegenheiten erledigte.

Nach Auffassung des Gerichtes hatte die Arbeitnehmerin die Gleitzeiteinrichtung dadurch vorsätzlich missbraucht, dass sie montags beim Verlassen des Arbeitsplatzes die Stempeluhr regelmäßig nicht betätigt hat, um eine Krankengymnastikpraxis aufzusuchen. Sie hat unstreitig dienstags eine Gehenszeit in das Gleitzeitsystem eingegeben, zu der sie tatsächlich ihre Arbeit nicht beendet hat. Dadurch täuschte sie einen Gehaltsanspruch vor.

Das LAG Mainz sah hierin einen schwerwiegenden Verstoß gegen Arbeitnehmerpflichten und wies die Kündigungsschutzklage der Arbeitnehmerin gegen die fristlose Kündigung ab, Entscheidung des LAG Rheinland-Pfalz in Mainz vom 08.11.2007 (Az. 4 Sa 996/06).

Fristlose Kündigung auch bei kleinen Ungenauigkeiten im Arbeitszeitnachweis: Das Arbeitsgericht Frankfurt wies die Klage eines Monteurs ab und bestätigte seine fristlose Entlassung durch den Arbeitgeber (Az. 7 Ca 6552/07).

Die Belegschaft, der er angehörte, wurde mehrfach aufgefordert, Stundenzettel beim Einsatz auf auswärtigen Baustellen exakt auszufüllen. Trotzdem wich die Arbeitszeit des Mitarbeiters in zwei Fällen um jeweils eine Stunde von seinen Kollegen ab. Als Entschuldigung gab der Mitarbeiter an, versehentlich die Stunden falsch angegeben zu haben. Darüber hinaus sei ja kein Schaden entstanden.

Das Arbeitsgericht beurteilte den Verdacht des Arbeitszeitbetruges als ausreichend, eine fristlose Kündiung des Arbeitnehmers zu rechtfertigen. Zumal habe der Arbeitgeber mehrfach auf ernsthafte Konsequenzen hingewiesen für den Fall, dass die Stundenzettel nicht ordnungsgemäß ausgefüllt werden.

Arbeitszeitbetrug und Verdacht der Gleitzeitmanipulation rechtfertigen die fristlose Kündigung eines ordentlich unkündbaren Arbeitsverhältnisses: Das LAG Köln entschied durch Urteil vom 22.05.2003, Az.: 6 (3) Sa 194/02 zu Gunsten des Arbeitgebers. der einen Mitarbeiter durch eine Detektei überwachen ließ. Hierbei ergab sich, dass der mit Außendienstaufgaben angestellte Mitarbeiter während der Arbeitszeit private Angelegenheiten erledigte und überdies einer Nebentätigkeit nachging. Die Kosten für die detektivische Überwachung in Höhe von 9.900,- Euro hatte ebenfalls der Arbeitnehmer zu tragen.

Anhörung des Betriebsrates bei Überwachung eines Mitarbeiters durch einen Detektiv: Die Überwachung des Arbeitsverhaltens eines Mitarbeiters im Unternehmen durch einen Detektiv unterliegt regelmäßig nicht der Mitbestimmung des Betriebsrates. Denn es geht nicht darum, das Ordnungsverhalten des Mitarbeiters zu überprüfen, sondern das Arbeitsverhalten. Der Betriebsrat hat mithin kein Mitbestimmungsrecht (BAG, Beschluss vom 26.03.1991, Az. 1 ABR 26/90).

Diese Entscheidung fand in den Grundsätzen Ihre Bekräftigung in dem Urteil des LAG Hamm vom 08.03.2007 (17 Sa 1604/06), in der es jedoch konkret um die Mitbestimmung der Personalvertretung ging. In dem Fall ging es darüber hinaus um den Mitarbeiter einer Außendienstkollone, deren tatsächliche Arbeitszeiten durch eine Detektei überprüft wurden. Hierbei stellte sich heraus, dass die Kollone bzw. der Mitarbeiter zumeist weniger als 50 % der vertragsgemäßen Arbeitsleistung erfüllte und Arbeitszeitberichte falsch dokumentiert wurden. Ein bereits bestehender Verdacht wurde so erhärtet.

Auch das Landesarbeitsgericht Frankfurt am Main stellte fest, dass eine fristlose Kündigung eines Mitarbeiters auch dann gerechtfertigt ist, wenn der Mitarbeiter bereits 20 Jahre im Unternehmen beschäftigt ist und private Unternehmungen als Dienstgänge deklariert hatte (Az. 3 Sa 1183/03).

Chef mobbt mich... Wie soll ich mich verhalten?!?!

Hallo :) Ich arbeite seit 4 Wochen bei einer großen Supermarktkette auf 400€-Basis, 2 mal die Woche 4 Stunden. In der 1. Woche war alles okay alle waren nett und mir wurde alles gut erklärt. (ich bin fürs Einräumen zuständig). Danach war ich 2 Wochen im Urlaub.. Das ging leider nicht anders, da der Urlaub schon lange im Voraus gebucht wurde und mein Chef hatte damit auch garkein Problem, da man das bei so einer geringfügigen Beschäftigung gut wieder reinarbeiten kann. Nun zu meiner 1. Frage: Muss man bezahlten Urlaub überhaupt wieder reinarbeiten?? Und nun zum Hauptproblem: Seit letzter Woche werde ich vom Chef so dermaßen schikaniert.. Er beobachtet mich per Kamera, um mir dann alle paar Minuten vorhalten zu können, dass ich zu langsam sei, dass ich was falsch mache usw... Er sieht einfach nicht ein, dass das mein 1. Job in einem Supermarkt ist und ich aufgrund meiner zierlichen Statur nicht in der Lage bin richtig schwere Dosen etc in einer rasenden Geschwindigkeit zu transportieren.... Er hat mich wirklich alle paar Minuten angemotzt, dass er ja fast einschläft, wenn er mich beobachtet & das stimmt nun wirklich nicht ch gebe mir alle Mühe und bin meiner Meinung nach mindestens genauso schnell wie meine Kollegen... Wie soll ich mich verhalten, wenn er mich heute wieder so behandelt???

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Arbeitgeber meine Frau missachtet regelmäßig Arbeitszeitgesetz

Hallo Leute... meine Frau arbeitet in einer Bäckerei als Verkäuferin und wurde heute morgen wieder einmal an einem ihren "freien" Tage angerufen und zur Arbeit beordert mit der Begründung es gäbe Personalmangel. Als sie sich dann ,verständlicherweise, darüber aufgeregt hat wurde ihr Vorgesetzter direkt patzig und kam mit Argumenten das man Abstriche machen müsse und das nunmal eben so wäre,sie solle sich gefälligst nicht so anstellen. Da meine Frau ein guter Mensch ist hat sie sich dann unter der Bedingung bereit erklärt heute zu arbeiten wenn sie ersatzweise einen anderen freien Tag zu Verfügung gestellt bekomme was der Chef lachend verneinte und mit den Worten "Wir sehen uns dann um 12 Uhr Frau *****" auflegte. Ich habe den Anruf mitbekommen und mich natürlich auch tierisch über die respektlose Art und Weise des AG aufgeregt, zumal nicht einmal das Wörtchen "Bitte" gesagt wurde. Meine Frau ,gutmütig wie sie ist, ist natürlich jetzt zur Arbeit gegangen und unser eigentlich verplanter gemeinsamer freier Tag ist "im A****" auf Deutsch gesagt.Wäre das eine Ausnahme könnte man drüber hinwegsehen aber leider ist diese Art und Weise mit den Arbeitnehmern umzugehen und die gleichzeitige Missachtung des Arbeitszeitgesetzes in diesem Betrieb an der Tagesordnung.Gründe dafür sind z.B dass der Chef offensichtlich keine weiteren Arbeitskräfte einstellen will um Geld einzusparen. Des weiteren lässt er Arbeitnehmer Doppelschichten schieben,von Spätschicht auf Frühschicht wechseln ohne 11 Stunden Ruhezeit dazwischen und ruft regelmäßig Mitarbeiter im Urlaub an und fordert sie dazu auf auf der Arbeit auszuhelfen oder sogar während KRANKHEIT !! Die Höhe ist an der ganzen Sache ist dass er sich nicht einmal in irgendeiner Weise erkenntlich dafür zeigt oder dafür bedankt. Deshalb haben meine Frau und ich uns dazu entschlossen eine Beschwerde gegen diesen ******** einzulegen ..NUR AN WEN WENDEN WIR UNS DA AM BESTEN UND WER IST FÜR SOLCHE FÄLLE ZUSTÄNDIG??

Ps: Meine Frau ist bereits auf der Suche nach einem neuen Job also bitte nur hilfreiche Kommentare ! DANKE :-)

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Darf Chef gegenüber Dritten über Gehaltserhöhung plaudern?

Folgendes: Ich komme gerade nach 3 Wochen Babyurlaub (Tochter wurde geboren) wieder auf die Arbeit zurück, habe also 3 Werktage gearbeitet. Da wird mein Teamleiter zum Chef gerufen. Teamleiter kommt zurück und soll mir Folgendes ausrichten: - Ob ich denn in Zukunft nicht mal wieder länger arbeiten wolle. Man hätte sich die Stempelkarte angeschaut und mit der letzten Gehaltserhöhung hätte man sich eigentlich mehr (Einsatz) von mir versprochen.

Dazu muss ich sagen, dass ich jeden Tag etwa 15 Minuten Überstunden schiebe, die seit 4 Jahren NICHT als Guthaben für ein Überstundenkonto angerechnet werden. Ein Überstundenkonto gibt es nämlich gar nicht. Die 15 Minuten täglich sind also ein Geschenk von mir an das Unternehmen. Des Weiteren habe ich im vergangenen Jahr eine Umsatzsteigerung in Höhe von 46% geschafft, weswegen ich dann auch mehr Gehalt erhalten habe. Also frage ich mich gerade a) was der Mist soll und b) ob es überhaupt zulässig ist, mit dem Teamleiter über meine Gehaltserhöhung zu sprechen - auch wenn keine absolute Summe genannt wurde.

Was meinen die Experten unter euch?

Danke im Voraus! Seebinho

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§3 Arbeitszeit, kann meist Chef Punkt 3 auf den bild geltend machen ?

Hallo zusammen

Ich hab mit meinen Chef einen teilzeit Vertrag auf 120 Std im Monat mit 27,5-31std die Woche.

Er will das ich im Dez 155 Std arbeite.

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Kann er das wirklich so durch ziehen oder kann er es nicht?

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Arbeitszeiterfassung - wie lange kann diese rückwirkend beanstandet werden?

Ich arbeite mittlerweile seit über 3 Jahren in einem Kindergarten als Erzieherin. Unsere Zeiterfassung machen wir in einer Excel-Tabelle. Monatlich werden dann die Zeiterfassung beim Chef abgegeben und kontrolliert. Nun ist es so, dass ich meine Zeiterfassungen von Juni 2017 bis Januar 2018 wieder bekommen habe und in einigen Monaten Änderungen gemacht werden müssen, bzw. mein Chef möchte dass ich gewisse Stunden abändere oder sie so nicht genehmigt werden können. Zudem habe ich nebenher eine Weiterbildung für den Kindergarten gemacht, mit Absprache im Kindergarten natürlich. Ich habe mich dahin bereits bequatschen lassen und die Weiterbildungstermine am Samstag als Freizeit gelten lassen. Nun hatte ich meine Abschlussprüfung im Januar und mit wurde mündlich zugesagt, dass ich diesen Tag im Kindergarten frei bekomme, die Stunden komplett aber für einen normalen Arbeitstag erfassen darf. Nun sagt mein Chef, das geht nicht, dieser Tag wird mit Null Stunden berechnet und die Zeiten, die ich für die Facharbeit aufgewendet habe, darf ich auch nicht in der Zeiterfassung geltend machen, obwohl mir die Einrichtung das Thema vorgegeben hat und ich nicht wie andere Teilnehmer an der Fortbildung mein Thema selbst aussuchen durfte.

Nun sind meine Fragen, ob die Zeiterfassung solange rückwirkend überhaupt noch beanstandet werden darf und ob die Zeiterfassung für meinen Prüfungstag nun komplett gestrichen werden kann, ebenso wie der Zeitaufwand für meine Facharbeit.

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6-Tage Woche (Gebäudereinigung) bei 20 Std/Woche?

Zum Fall :

  • In einem Vertrag (Tarifvertrag Gebäudereinigung) stehen als Arbeitszeit 20 Stunden pro Woche.
  • Laut Dienstplan arbeitet man von 8 - 12:15 Uhr (Mo - Sa)
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Fragen:

  1. Im 2-Wochen- Rhytmus wird eine 6 Tage-Woche verlangt - muss man das?

  2. Wenn man schon um 7:30/45 Uhr anwesend sein muss um Vorbereitungen zu treffen - das ist doch Arbeitszeit, oder?

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