Freiwilliges Auslandsjahr - Afrika

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wir hatten immer nur Lariam als Malariaprophylaxe bei uns aber das ist Jahre her. Krank waren wir nie ............ also keine Malaria, unsere 3 Tage Durchfall waren uns dagegen immer sicher. Immodium akut war eher im Koffer als Lariam.

Wasser hatten wir und mit dem, was aus dem Wasserhahn kam, haben wir uns auch die Zähne geputzt. Vielleicht war das riskant aber passiert ist uns nix und was die Hitze angeht, daran gewöhnt man sich. Nach 3 Tagen hatte ich mich immer damit arrangiert und mein Körper offensichtlich auch. Wir hatten immer Trinkwasser bei uns, das war wichtiger als regelmäßige Mahlzeiten.

Was die Kritik zu deinem Engagement angeht:

Bei den Einheimischen kommt manche gut gemeinte Hilfe nicht so an, wie man sich das als engagierter junger Mensch wünscht, das kommt aber ganz auf das Projekt und die Region an. Sieh es mal so, dass es Regionen gibt, in denen ständig irgendwelche Fremden helfen auf Deibel komm raus. Es gibt oder gab mal ein Buch dazu: 'Hilfe, die Helfer kommen'

Allerdings wäre es aus meiner Sicht auch unfair dir und anderen gegenüber, das zu verurteilen oder negativ zu belegen. Ich war in der glücklichen Lage, ganz privat und innerhalb meiner Familie ein afrikanisches Land kennen zu lernen. Der Hilfeaspekt spielte keine Rolle bzw. fand Hilfe ausschließlich innerhalb der Familie statt. Das ist ein großer Unterschied, vor allem im Umgang mit den Menschen. Ich habe mich nie dominant oder besser gefühlt und das ist leider öfters der Fall, wenn man nicht persönlich involviert ist.

Am wichtigsten ist gerade für Idealisten, dass sie in der Lage sind oder bleiben, mit den Einheimischen auf Augenhöhe zu bleiben und den gegenseitigen Respekt zu wahren.

Ich wünsche dir alles Gute und dass du für dich persönlich gute und nachhaltige Erfahrungen mit nach Hause nimmst. Und immer dran denken: nicht alles, was nach Armut aussieht, wird von den Menschen dort auch so empfunden. Es gibt ein außereuropäisches Leben und nicht jeder MUSS so leben wie wir. Manche von uns sitzen da auf einem sehr hohen Ross und verlieren die Bodenhaftung.

Das ist eigentlich alles, was bei diesem Thema nachdenkenswert ist.

danke für deine antwort! Ich stimme dir absolut zu und natürlich ist die ständige hilfe aus dem Ausland auch nicht gut für die entwicklungsländer. besser wäre hilfe zur selbsthilfe wie es ja oft angepriesen wird. Ich habe mich inzwischen von dem afrikagedanken entfernt. Man sollte die Leute nicht verurteilen, weil sie etwas tun möchten. Dieses "tun" kann auch einfach nur sein, dass man sich der armut und der situation in vielen entwicklungsländern bewusst wird, nicht unbedingt, dass man direkt "hilft". Ich glaube, wir haben eine viel zu abstrakte vorstellung und oftmals berührt es die wenigsten, wie es in anderen ländern zugeht, weil man nicht genau weiß, wie das ist. Ich denke das ist ein wichtiger aspekt und ich stimme dir absolut zu in dem was du gesagt hast! :)

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@Tristan007

Ja, danke auch für dein Feedback.

Hast du mal darüber nachgedacht, als Backpacker mit anderen Interessierten zu reisen? Du könntest viel von einem Land sehen, ohne den Druck 'Gutes' tun zu müssen oder wollen. Auch Tourismus hilft einigen im Land und Backpacker stehen ja eher für sanften Tourismus und nicht für die Einvernahme ganzer Küstenstreifen.

Mit guten Vorabinfos über Land, Leute und unterschiedliche Regionen mit unterschiedlichen Problemen oder Vorzügen, kann man viele Eindrücke gewinnen, die sich vielleicht sehr unterscheiden von Hilfsprojekten. Ich kann auf jeden Fall Ghana empfehlen. Vorsicht ist überall geboten und wild campen sollte man auch eher nicht ............. egal, wohin die Reise geht.

http://www.petermeyerverlag.de/ghana1.0.html

Auf der Seite findest du Infos zu dem Reiseführer von Jojo Cobbinah. Er ist Ghanae und erklärt sehr gut Land und Leute.

Falls du dich irgendwann auf den Weg machst: Viel Glück und alles Gute!

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@Affia

Danke! :) ich werde es mir auf jeden fall überlegen. Irgendwann komme ich schon mal nach afrika :)

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@Tristan007

Danke für den Stern!

Falls du dich auf die Reise machst, dann wünsche ich dir alles Gute und vor allem vielfältige Eindrücke aber die wirst du ohnehin haben. Da bin ich mir ziemlich sicher.

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hast du denn eine Aubildung dafür? Und hast du dir überlegt, wie schädlich deine "Hilfe" ist, da du einem Einheimischen einen potentiellen Arbeitsplatz wegnimmt, von dem er eine Familie ernähren könnte?

Ob es fließendes Wasser gibt hängt davon ab, wo du dich aufhältst.

Die Mücken stechen in der Abenddämmerung, nicht tagsüber. Da fliegen sie nicht. Ich benutze dann immer Mittel, die sie fernhalten. Werde trotzdem fast täglich gestochen, aber nicht häufig. Malaria habe ich bei meinen 13 Reisen nie bekommen. Insgesamt sollte auch der andere Impfschutz ausreichend sein, Polio, Tetanus, Hepatitis usw.

nein, ich habe keine Ausbildung dafür (sozialarbeit oder was meinst du überhaupt? ich habe zu dem zeitpunkt nur abitur), aber die ist auch nicht verlangt. ich glaube weniger, dass ich dadurch einem einheimischen den arbeitsplatz "klauen" würde, denn es ist ja keiner vorhanden. ich mache das dann ja kostenlos und als zusatz zu dem, was die einheimischen leisten. ich bin auch nicht der meinung, dass ich da der große retter bin, vermutlich kann ich die einheimischen nur minimal unterstützen, was ihren alltag betrifft (genauso wie jeder andere, der so dort hilfe leistet auch!). Aber ist eine ehrfahrung und schädlich ist es wohl kaum. was schlägst du denn stattdessen vor? Spenden oder was? vieles davon kommt nicht bei den bedürftigen an, aber das weist du sicher selbst.

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Ich war eine Zeit in Afrika und hatte auch Malaria. Wie du mit den hygienischen Umständen klar kommst, hängt zum größten Teil von deiner Vorbereitung ab. Um so besser du dich vorbereitest und umso mehr du aufs "Schlimmste" eingestellt bist, umso besser kommst du am Ende damit klar. Nur wenn du blauäugig und unvorbereitet in das Abenteuer gehst, wird der Kulturschock groß sein.

Malaria... ich persönlich hatte Malarone und Antibiotika dabei. Mit beidem zusammen war es für mich eine "etwas schwerere Grippe". Ich lag halt ein paar Tage mit hohem Fieber im Bett. Das überlebt man. Wenn es ganz arg kommt, gibts in der Deutschen Botschaft auch Kontakte zu guten Ärzten. Da braucht man sich, denke ich, keiner Panik hingeben. Für die Einheimischen ists ja hauptsächlich deswegen so schlimm, weil sie nicht die medizinischen Möglichkeiten haben wie wir. Ich kenne einige die Malaria hatten, und bei allen war es letztendlich halbwegs harmlos (also Grippeähnlich mit sehr hohem Fieber). Aber keiner hat seinen Aufenthalt abgebrochen. Das geht sowieso nicht, in dem Zustand fliegt man nirgendwo hin. Da bleibt man im Bett liegen, übergibt sich und nach ein paar Tagen gehts einem schon wieder besser.

Bei kürzeren Aufenthalten (bis zu 3 Monaten) nimmt man Malarone als Prophylaxe. Bei längeren Aufenthalten eben nur bei Bedarf.

Wir sind damals auch dem Wetter entsprechend rumgerannt, was bedeutet: so wenig Kleidung wie möglich (und den kulturellen Umständen entsprechend angemessen). In den Dämmerungsstunden ertränkt man sich in AntiBrumm oder Autan.

Fließend Wasser hatten wir nicht. Das ist in den ersten 2 Wochen gewöhnungsbedürftig, aber man kommt damit klar. Man muss halt nur immer daran denken, vor dem Duschen oder auf Toilette gehen einen Eimer Wasser zu holen. Zähne hab ich mir persönlich nur mit Trinkwasser aus Flaschen geputzt - aber auch da gab es Volontäre, die darauf verzichtet haben und die sind daran auch nicht gestorben.

Alles in allem: gut vorbereiten, keine Panik haben und nicht hypersensibel sein.

danke für die ausführliche antwort!

Ich glaube, ich bin ein bisschen beruhigt, was malaria betrifft ;) natürlich gibt es unterschiedliche ausprägungen, hattest du die starke? und ist die hitze erträglich? ich vermute ja, man gewöhnt sich daran, aber im grunde habe ich ja keine ahnung :-/

Dass es kein fließendes wasser gibt finde ich glaube ich gar nicht mal soo schlimm, solange es einigermaßen sauber ist.

ich werde mich auf jeden fall noch weiter informieren, aber vielen dank auf jeden Fall!

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@Tristan007

Ich weiß gar nicht ob es bei Malaria verschiedene Ausprägungen gibt. Bei den "Betroffenen" die ich getroffen habe, war es immer ähnlich: Grippe-ähnlich, hohes Fieber, viel Übergeben und Durchfall (dann wirds ohne fließend Wasser lustig ;), da ist man dann schon auf die Hilfe von Mitbewohnern angewiesen), Tabletten um den Magen zu Beruhigen (z.B. Emesan) und viel Schlafen. Aber nach ein paar Tagen war es bei allen wieder halbwegs überstanden, bis sie wieder völlig fit waren, dauerte es so 1,5-2 Wochen.

Die Hitze: sagen wir mal so: ich bin nicht der sportlichste Typ ;) und war in einem Land mit 80-98% Luftfeuchtigkeit Tag und Nacht. Temperaturen bei 30-35°C Tag und Nacht. Die erste Woche war schon schwer, aber die Monate danach waren dann kein Problem. Da gewöhnt man sich wirklich schnell dran.

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@Mireilles

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