Freiwilliger Wehrdienst. Wie wird man behandelt?

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9 Antworten

du wirst sicher gerade während der allgemeinen Grundausbildung sehr hart rangenommen werden. Vielleicht hast du da sogar manchmal den Eindruck, daß du wie der letzte Dreck behandelt wirst, aber das ist naütrlich nicht so.

Niemand wird dort wie der letzte Dreck behandelt. Glaube nicht alles, was einem in amerikanischen Filmen oder in Heldengeschichten von Ehemaligen erzählt wird.

Kein anderer Beruf hat dermaßen viele verbrieften Rechte wie der des Soldaten. Du wirst in den ersten Wochen schon sehr umfangreich über Deine Rechte, speziell das Beschwerderecht unterrichtet werden.

Ich kann mich nicht erinnern in der Schulzeit jemals etwas über Beschwerde- oder Eingabemöglichkeiten als Schüler gehört zu haben.

freundliche Grüße

Martin

Wie den letzten Dreck behandelt man dort niemanden.

Allerdings ist der Umgangston eben "militärisch", wer das nicht gewohnt ist, wird eben ein einschneidendes Erlebnis haben.

Wenn jemandes Eltern immer pflegten zu sagen: "Es wäre schön, wenn du denn Müll demnächst raustragen könntest.", dann wird derjenige eben etwas Neues kennenlernen.

der Militärische drill ist natürlich immernoch da, ohne den würde eine Befehlskette auch garnicht funktionieren, aber wie Dreck wird man dich da nicht behandeln.

Wie Dreck wird man nur in den amerikanischen "Bootcamps" behandelt, also wenn man ein schweres Verbrechen begangen hat und die wahl zwischen >4 Jahren Knast hat oder sich mal richtig erziehen zu lassen.

In Deutschland gilt "Die Menschenwürde ist unantastbar", alle Grundgesetze gelten auch für einen Soldaten. Die einzige Ausnahme ist das Recht auf Meinungsfreiheit, als Soldat darf man nicht politisch aktiv sein sondern muß indirekt (über die Befehlskette) der amtierenden Regierung gehorchen.

Das ist nicht richtig.

Soldaten dürfen sehr wohl politisch aktiv sein und auch einer Partei angehören. Sie dürfen aber niemals in Uniform und damit als Soldat politisch aktiv werden.

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@Apfelkind1986

Man darf einer Partei angehören, das ist klar. Aber man darf da nicht politisch aktiv sein, weder mit noch ohne Uniform. Man darf also nicht auf der Straße herumlaufen und Werbung für die Partei machen oder gegen andere Parteien demonstrieren. Solange man Soldat ist, muss man politisch passiv sein.

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@Commodore64

Das ist einfach nicht korrekt.

Kameraden von mir haben politische Funktionen inne, wie beispielsweise Schriftführer, Ortsvorstand. Und man darf sich auch als Soldat in politische Ämter wählen lassen. Wie soll das bitte gehen, ohne politisch aktiv zu sein? Ein ehemaliger Hauptmann von mir sitzt in Hamburg jetzt in der Bürgerschaft für die SPD.

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@Apfelkind1986

Seh' Ich ganz genau so. :) Wenn es so wäre würde man doch wieder irgendwelche Menschenrechte verletzen. Nicht wahr? So würde ich es auf jedenfall mal ausdrücken. :)

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@Apfelkind1986

Ein ehemaliger Hauptmann von mir sitzt in Hamburg jetzt in der Bürgerschaft für die SPD.

Das sagt alles. Der ist ja kein Soldat mehr.

Man darf halt nicht wärend man Soldat ist politich aktiv sein, politische Gesinnung und Freunde darf man natürich behalten.

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@Apfelkind1986

Genau so stimmt es. Polititsche Betätigung im Dienst und innerhalb der Liegenschaften der Bundeswehr ist nicht gestattet. Ebenfalls darf man nicht in Uniform an Demonstrationen oder Parteiveranstaltungen teilnehmen.

freundliche Grüße

Martin

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@Commodore64

Das ist falsch! Man darf sehr wohl Soldat und in einer Partei aktiv sein. Sehr viele Soldaten sind für eine Partei in Gemeinderäten oder auch auf Werbeplaketen zu sehen. Nur eben nicht in Uniform.

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klar dürfen die politisch aktiv sein, sie dürfen natürlich nicht agitieren. ;)

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@Commodore64

Du willst es nicht begreifen?

Man darf - IN SEINER FREIZEIT - politisch aktiv sein. Man darf aber nicht im Dienst, wo unterstellt wird, dass ggf. Dienstgrad und Dienststellung ausgenutzt werden, politisch aktiv werden (agitieren).

Hast Du es jetzt begriffen?

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Verpflegung ist gut aber es ist normal nicht gerade gut in der Armee behandelt zu werden

"Wie der letzte Dreck" wurde man auch nicht als Wehrpflichtiger im kalten Krieg behandelt. ;)

Im Gegenteil, der "Bürger in Uniform" war schon immer die vorherrschende Devise, wenn auch nicht alle Vorgesetzten das so gesehen haben.

Heute aber hast du 6 Monate Probezeit, in denen du jederzeit kündigen kannst!

Die Bundeswehr ist aber kein Trachtenverein, auch wenn einige das so sehen, der militärische Ton eher kurz und prägnant. ;)

Natürlich wird man da nicht wie der letzte Dreck behandelt. Allerdings ist der Umgangston z.T. etwas rauer, aber beim Gefechtstraining o.ä. kann man halt nicht liebevoll säuseln und bitte bitte sagen.

Es ist und bleibt eine Armee.

Schau dir mal das Video über die Grunsausbildung an

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