Freiwilliger Wehrdienst, die Ärztliche Untersuchung?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wofür hast du dich beworben (Mannschaften, Unteroffiziere, Offiziere)? Wie lange dauert der Test? Für wie viele Tage wurdest du eingeladen? Was ist deine Qualifikation (Bildungsabschluss)? Diese Informationen hättest du mitliefern sollen.

Die Bewerberprüfung für die Offizierlaufbahn findet nämlich auch in Köln statt, geht über mehrere Tage und am letzten Tag ist der Sporttest (PFT Übungen). Aber in der Einladung steht bereits, dass man Sportsachen mitbringen soll.

Abschluss: Abitur Dauer: 0,5 Tage

Beworben habe ich mich für den Freiwilligen Wehrdienst im Heer oder in der LW als 2 Wunsch.

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@Dep007

Dann hast du dich lediglich für die Laufbahn der Mannschaften (es heißt tatsächlich so, auch wenn es dort nun auch Frauen gibt) beworben.

Ich bin ziemlich sicher, dass dort kein Sporttest stattfindet. Die Gründe:

  • Zu meiner Zeit fand auch kein Sporttest statt.
  • Du sollst keine Sportklamotten mitnehmen.
  • So eine ärztliche Untersuchung dauert erfahrungsgemäß schon 0,5 Tage so wie ich den Laden kenne. Das heißt nicht, dass du 0,5 Tage permanent untersucht wirst. Da sind bestimmt noch mehr Bewerber und die meiste Zeit besteht aus Warten bis man Drankommt.

Warum bewirbst du dich nicht für die Offizierlaufbahn? Die Grundausbildung für Mannschaften unterscheidet sich auch intellektuell zu der für Offiziere. Wer mit Abitur zu den Mannschaften geht bekommt meist einen "abschreckenden" Eindruck von der Bundeswehr.

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@kosy3

Danke für deine ausführliche Antwort!

Bei einem Beratungsgespräch wurde mir das empfohlen, weil ich mir die Zeit nach der AGA als praktischen teil anrechnen lassen möchte. (Fachabitur Wirtschaft u. Verwaltung).

Also d.h. nach der Grundausbildung werde ich i.wo hin versetzt, wo mir das dann halt bescheinigt werden kann.

Am besten bespreche ich nochmal in Köln mit einem Berater, was für mich am Sinnvollsten währe.

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@Dep007

Dep007,

die Auskünfte des Wehrdienstberaters musst du mit Vorsicht genießen. Meist handelt es sich bei solchen um Unteroffiziere (Ober- oder Hauptfeldwebel), also keine Offiziere. Sie selbst fühlen sich als Vertreter ihrer eigenen Garde und haben zu Offizieren ("frischgebackenen Abiturienten, die nach kurzer Zeit einen höheren Dienstgrad erreichen, den sie niemals erreichen werden") ein gespaltenes Verhältnis. Daher betreiben sie gern Werbung für ihre Laufbahn. In den Augen vieler Unteroffiziere sind Offiziere Leute, die keine Ahnung haben, weil sie weniger Erfahrung haben und deswegen ungerechtfertigterweise mehr Geld verdienen.

Ob du dir die Zeit für deine spätere Ausbildung anrechnen lassen kannst, ist ein sehr vages Versprechen, um nicht zu sagen, ein falsches Versprechen. Was du hinterher bekommst, ist ein Zeugnis; vergleichbar mit einem Arbeitszeugnis, mehr nicht. Dir wird auf einer DIN A4 Seite bescheinigt, dass du den Wehrdienst zu voller Zufriedenheit deiner Vorgesetzten absolviert hast, fleißig und engagiert warst und stets kameradschaftlich zu anderen ... den Standardtext halt.

Ob und inwieweit diese Tätigkeit anerkannt wird, hängt einzig und allein von deiner zukünftigen Ausbildungsstätte ab, nicht von der Bundeswehr. Wenn die Tätigkeit bei der Bundeswehr nicht explizit dem praktischen Teil (Praktikum) deiner Ausbildung entspricht, kannst du dir gar nichts anerkennen lassen. Ausbildungsstätten / Hochschulen (Ich weiß nicht, was du genau machen willst) haben Praktikumsrichtlinien, in denen ganz genau steht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit eine Tätigkeit anerkannt werden kann.

Erkundige dich bitte jetzt schon bei deiner zukünftigen Ausbildungsstätte, ob und inwieweit das möglich ist. Meist werden auch sog. Tätigkeitsberichte gefordert. Dann solltest du dich darauf einstellen, dass du diese parallel bei der Bundeswehr schreibst und von deinem unmittelbaren Vorgesetzten unterschreiben lässt.

In Köln befindet sich das Personalamt der Bundeswehr, das ausschließlich für Offiziere zuständig ist. Sprich mit einem Offizier! Nur der kann dir qualifizierte Auskunft geben. Ein solcher hat die Laufbahn selbst durchlebt.

Gruß

kosy

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@kosy3

Herzlichen Dank für deine Super Antwort.

In Köln werde ich das alles dann nochmal ausführlich besprechen, sonst wird das wohl nie 100% klar sein.

Die Schule erkennt die Volle Fachhochschulreife an, also den Praktischen teil. Voraussetzung dafür ist das ein Praktikum bzw eine Tätigkeit in Rahmen der Fachabitur Richtung, also bei mir Wirtschaft und Verwaltung und das es ein "Ausbildungsbetrieb" ist also bspw. kein Kiosk :) . In diesen Rahmen denke ich sollte schon etwas zu finden sein.

Der Wehrdienst ist ja freiwillig, im "schlimmsten" Fall kann ich alles auch abblasen,was ich nicht hoffe.

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@Dep007

Bieten die Streitkräfte denn wirtschaftlich-verwaltende Tätigkeiten an? Mit fällt da auf Anhieb nur Rechnungsführer ein, sonst gar nichts.

Es sei denn, du gehst in die Bundeswehrverwaltung, aber dann als Zivilistin / Beamtin.

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@kosy3

Entweder etwas Wirtschaftliches oder Verwaltendes, naja wie gesagt muss mit einem Berater ausdiskutiert werden, der wirklich Ahnung hat!

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@Dep007

Dann toi toi toi, dass du an einen solchen gerätst.

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Also ich meine der Drogentest ist klar!? Sie untersuchen deinen Rücken, dein gewicht im verhältnis zu deiner Grösse und haben noch ein paar fragen wegen allergie und auch eventuell einen psychologischen test. Es hängt dafür ab ob du z.b. auf see willst oder "Standardsoldatin" werden willst. Ausserdem liegt es auf der hand, dass deutschland nicht genug leute wie du hast und somit ist die anforderung recht gering. Ich gehe mal davon aus dass du gesundheitlich einigermassen fit bist und dann kommst du durch. Sporttest ist entbehrlich. KO kriterien sind z.b. Starkes übergewicht (ausser bei ausbildung), skoliose, viel zu leicht, psychologisch labil, usw.

Danke für deine Antwort.

Ich bin mir nun nicht sicher wie es mit dem Sporttest ablaufen wird, ist das am selben Tag, weil in der Einladung nicht mal die rede von einem Sporttest oder Fitnesstest war?

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