Freiwillige Krankenversicherung einer Freundin?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Zum einen gibt es kein Kleingewerbe. Es gibt ein Gewerbe und Fertig.

Das was sie wohl meint ist die Kleinunternehmereglung nach § 19 UstG.

Danach ist sie von der Zahlung der MwST freigestellt und die MwST wird nicht erhoben. Sie darf auch keine MwST auf ihren Rechnungen extra ausweisen, kann und darf aber auch ihre verausgabte MwST beim FA nicht gegen rechnen.

Alle anderen Steuerarten und Abgaben bleiben davon unberührt.

Und was verstehst du unter Einnahme?

Denn Umsatz oder den Gewinn?

Die kassenbeiträge werden nach ihrem Bruttogewinn prozentual berechnet.

Und ja, wer selbstständig ist und der Kasse sein tatsächliches Einkommen nicht nachweist wird automatisch mit dem gültigen MIndestsatz belegt.

Liegt sie unter dem MIndestsatz von 2178,75 muss sie der KK belegen, durch gewinn-Verlustrechnung oder dem letzen Steuerbescheid, dass sie mtl. ein niedrigeres Brutto einkommen hat als die KK annimmt.

Hier kannst du einmal nachlesen wie das mit dem Antrag auf Beitragsermäßigung geht. Ist zwar die TK, dürfte aber bei anderen Kassen genauso ablaufen.

https://www.tk.de/tk/beitraege-selbststaendige/beitraege-reduzieren/geringe-einnahmen/461824

Und letztendlich bleibt die Frage zu klären ob diese Selbsständigkeit die mtl. gerade einmal 550€ Brutto Einkommen abwirft, in der Tat nicht doch viel mehr ein Hobby darstellt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ist schon korrekt so. Sie kann ab einer gewissen beruflichen Tätigkeit nicht mehr beitragsfrei familienversichert werden und die Kosten für die freiwillige gesetzliche KV sind wie sie sind. Dann muss sie halt entweder mehr arbeiten oder weniger.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

wenn der Antrag auf Beitragsermäßigung aufgrund des geringen Einkommens bewilligt wird, liegt der Monatsbeitrag bei ca. 260 Euro. niedriger geht dann nicht mehr.

der Ehemann wird bei der Beitragsberechnung nicht mit einkalkuliert. sein Einkommen ist unrelevant.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung


Hallo zusammen, eine Freundin von mir hat ein Kleingewerbe.

Nein, hat sie nicht, denn diese gibt es nicht. Sie hat also ein Gewerbe.


Wo hoch dürfte ihr Beitrag incl. Pflegeversicherung sein?

Bei Antrag auf Härtefallregelung liegt das fiktive Mindesteinkommen bei 1.452,50 €. Heißt der Beitrag liegt dann etwa bei 270,- € im Monat.

Wenn zeitlich und finanziell eindeutig von einer Nebenbeschäftigung auszugehen ist, kann auch die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage angesetzt werden (968,33 €).


Sie ist verheiratet, ihr Ehemann hat ein Bruttojahreseinkommen von ca. 50000 Euro.

Spielt keine Rolle für die Krankenversicherung.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ganz vergessen einzutragen, ihre wöchentliche Arbeitszeit beträgt 12-14 Stunden. Die Krankenkasse hat sie als hauptberuflich Selbständig eingestuft.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von kevin1905
17.11.2016, 10:10

Hier würde ich evtl. über einen Widerspruch nachdenken, wenn der Bescheid noch nicht bestandskräftig ist.

0

Was möchtest Du wissen?