"Freiwillige" Gesetzliche Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ruf auf jeden Fall bei deiner Krankenkasse an und vereinbare ein persönliches Gespräch.Dann erklärst du deinen Fall und hoffst,dass die Krankenkasse dir etwas entgegenkommt. In Deutschland besteht die Pflicht,kranken versichert zu sein.Du kannst dir aussuchen ob du freiwillig gesetzlich oder privat versichert bist.Ob die Summe von 11000 stimmt,kann ich nicht beurteilen.Viel Glück

Danke für den Stern und ich drück euch die Daumen.

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Hallo,

seit dem 01.04.2007 bzw. 01.01.2009 muss jeder in Deutschland eine Krankenversicherung haben. Bei den gesetzlichen Krankenkassen gibt es Pflichtversicherungen (§ 5 SGB V), freiwillige Versicherungen (§ 9 SGB V) und Familienversicherungen. Wenn keine dieser Versicherungen und auch keine Privatversicherzung besteht, tritt die Versicherungspflicht nach § 5 Absatz 1 Nr. 13 SGB V ein (die Beiträge sind genauso hoch wie bei einer freiwilligen Versicherung).

Die Krankenkasse ist somit verpflichtet, Beiträge für die Vergangenheit nachzufordern. Bei hauptberuflich Selbständigen werden laut Gesetz Einnahmen über der Beitragsbemessungsgrenze von 3712,50 Euro monatlich unterstellt (§ 240 SGB V). Nur wenn man niedrigere Einnahmen durch den letzten Einkommensteuerbescheid nachweist, werden die Beiträge gesenkt. Bei sehr niedrigen Einnahmen der gesamten Familie können die Beiträge statt auf 322 auf 215 Euro gesenkt werden.

doch jetzt im Januar kam plötzlich ein Schreiben der Krankenkasse

Wir haben jetzt Ende Mai! Wenn unter dem Brief eine Widerspruchsfrist von einem Monat angegeben ist, wird es Schwierigkeiten geben, die Beiträge für die Vergangenheit zu senken. Für die Zukunft werden die Beiträge auf schriftlichen Antrag verringert. Am besten bei der Kasse persönlich vorbeigehen und die Ermäßigung auf 215 Euro beantragen und für die Vergangenheit eine Ratenzahlung vereinbaren.

Bei niedrigen Einnahmen der gesamten Familie kann für die Zukunft auch Arbeitslosengeld II beim Jobcenter beantragt werden.

Die Krankenkasse zahlt bei Beitragsrückstand weiterhin für Notfall- und Schmerzbehandlung und für evtl. mitversicherte Familienangehörige.

Ggf. auch Kontakt mit einer Schuldnerberatungsstelle aufnehmen. Evtl. ist auch die Aufgabe der Selbständigkeit sinnvoll, wenn sie sich auf Dauer finanziell nicht trägt.

Gruß

RHW

Bei rückständigen Beiträgen wird laut Gesetz ein Säumniszuschlag von 5% pro Monat erhoben. Daher vergrößern sich Beitragsrückstände sehr rapide. http://bundesrecht.juris.de/sgb4/_24.html

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als selbstständiger ist man freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse, normalerweise ist man nämlich sonst privat versichert. Wie es auch sei, in Deutschland gilt die Krankenversicherung als "Pflichtversicherung". und das ist gut so, aber wie kommt ih rauf 11.000 bei 311 Euro Monatsbeitrag. seit 1.4. bis heute sind es doch erst 14 Monate = 4354 Euro

Und als selbständiger Gastronom sollte man das auch wissen.Bzw. die Buchhaltung oder der Steuerberater

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Also die Einschätzung der Höchsstufe liegt bei 625,55 / Monat, allerdings verstehe ich dann auch nicht, wie sie auf 10.923,94€ kommen?

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@B51eu

ihr müsst nur eure letzte Steuererklärung einreichen, dann wir das angepasst, auf die echten Zahlen

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@barolo86

korrekt. DIe KK setzt immer erstmal das maximum fest. Auf Antrag, und nur dann, werden die Beiträge gesenkt, auch rückwirkend. Ihr müsst die niedriegeren Einnahmen nachweissen, wie barolo schon schrieb, Steuerklärung ist das Maß der Dinge.

Das ihr trotz Kündigung weiterhin versichert wart, ist vollkommen richtig. Nur der ANchweiss einer privaten versicherung oder der Eintritt von Versicherungspflicht (Beschäftigung) hätte die freiwillige beenden können.

§175 SGB V "...Die Kündigung wird wirksam, wenn das Mitglied innerhalb der Kündigungsfrist eine Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse durch eine Mitgliedsbescheinigung oder das Bestehen einer anderweitigen Absicherung im Krankheitsfall nachweist."

§ 191 SGB V Ende der freiwilligen Mitgliedschaft Die freiwillige Mitgliedschaft endet

1. mit dem Tod des Mitglieds, 2. mit Beginn einer Pflichtmitgliedschaft oder 3. mit dem Wirksamwerden der Kündigung (§ 175 Abs. 4)

Viel Erfolg

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