Freiwillige Einweisung?? Psychiatrie?

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4 Antworten

Hallo MartinSoest,

solange kein Richter die Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet hat, kann er jederzeit gehen.

Fraglich ist natürlich ob die behandelnden Ärzte nicht versuchen dann eine richterliche Anordnung für die Unterbringung herbeizuführen.

Aber auch ein Richter ist an die geltende Rechtsprechung gebunden und darf die Unterbringung nur anordnen, wenn die Voraussetzungen nach dem Psychischkrankengesetz des Bundeslandes in dem die Maßnahme durchgeführt werden soll, vorliegen.

In Niedersachsen lautet der Gesetzestext wie folgt:

Quelle: http://www.nds-voris.de/jportal/;jsessionid=1E3658AD1B143989B53ACDCB1BE77480.jp24?quelle=jlink&query=PsychKG+ND&psml=bsvorisprod.psml&max=true&aiz=true#jlr-PsychKGND1997V1P16

 
§ 16
Voraussetzung der Unterbringung

Die Unterbringung einer Person ist nach diesem Gesetz nur zulässig, wenn von ihr infolge ihrer Krankheit oder Behinderung im Sinne des § 1 Nr. 1 eine gegenwärtige erhebliche Gefahr (§ 2 Nr. 1 Buchst. b und c Nds. SOG) für sich oder andere ausgeht und diese Gefahr auf andere Weise nicht abgewendet werden kann.

Der Gesetzestext dürfte aber in allen Bundesländern ganz ähnlich sein.

Voraussetzung ist also für die Anordnung durch einen Richter, dass er immer noch eine gegenwärtige erhebliche Gefahr darstellt.

Ob der Arzt der die Unterbringung beantragt, dem Richter davon überzeugen kann, dass die Gefahr immer noch vorliegt, lässt sich aber hier im Forum nicht klären.

Schöne Grüße
TheGrow

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Ich glaube kaum, für ihm, das es gut wäre wenn er so früh wieder entlassen würde! Besser wäre es wenn er die Zeit dort nutzt und mal über alles Nachdenkt und dort seine Depression angeht! Auch bereits sich um einen Therapieplatz sich kümmert!

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Er darf jetzt theoretisch natürlich jederzeit gehen. Wenn es keinen gerichtlichen Beschluss gibt, ist er frei.

Natürlich ist damit zu rechnen, dass sie einen beantragen würden, wenn er es versuchte.

Dadurch, dass er unterschrieben hat. freiwillig wegen Selbstmord dort zu sein, hat er ja selbst die Argumentation gegen sich geliefert und jedem Richter klar gemacht, dass er dort hin geht.

Da wird sicher auch jeder Richter dann den Beschluss erlassen.

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Er wurde zwangseingewiesen, weil Gefahr für ihn und/oder andere bestand. Da kann er nicht so einfach wieder gehen. 

Freiwillig eingewiesen heißt, dass man zum Arzt geht und sich eine Überweisung holt. 

Da er von der Polizei hingebracht wurde. Und auch noch in die geschlossene Abteilung kam, spricht alles für eine Zwangseinweisung. Zumal er sich jetzt noch nicht mal allein und frei bewegen darf - nur unter Aufsicht. 

Nein, er kann sich nicht selber entlassen. Die Gefahr für einen Rückfall ist noch zu groß. 

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Kommentar von MartinSoest
16.07.2017, 17:25

Aber dann soll es doch auch einen Beschluß geben? 

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