Freiwillige Einweisung in Psychiatrie?

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7 Antworten

Ja, wenn du freiwillig in ein Psychiatrisches Krankenhaus gehst, dann kannst du es auch jederzeit wieder verlassen und musst auch keine Medikamente nehmen, die du nicht willst. Das ist wie in jedem anderen Krankenhaus auch - niemand kann dich zwingen dort zu bleiben. Allerdings wird die Psychiatrie natürlich die Behandlung und Unterbringung verweigern, wenn du an der Behandlung nicht mitwirkst - wenn du z.B. die Medikation verweigerst, denn der Arzt will dir die Medikamente ja nicht ohne Grund geben und du hast eine gewisse Mitwirkungspflicht bei deiner Genesung. Außerdem kann es natürlich passieren, dass sich während deines Aufenthalts herausstellt, dass du nicht in der Lage bist, für dich selbst zu entscheiden oder dass du eine Gefahr für andere Menschen darstellst, wodurch dann eine Betreuung/Unterbingung nach PsychKG oder BGB erfolgen würde. In diesem Falle wärst du dann aber nicht mehr freiwillig dort.^^ Das passiert aber nicht einfach so und darüber entscheidet ein Gericht in einem ordentlichen Verfahren. Zwangsweise Untergebrachte machen deutliche weniger als 10% aller Patienten in Psychiatrien aus, das heißt sie sind die absolute Ausnahme und zudem sehr schwere Fälle in denen teilweise sogar die Patienten in die Betreuung/Unterbringung eingewilligt haben(!). Außerdem kann dir eine Zwangsmedikation auch in einem "normalen" Krankenhaus blühen, wenn du Medikamente verweigerst und der Eindruck entsteht, dass du nicht entscheidungsfähig bist. Aber auch hier nur nach Gerichtsvefahren. EIn zwangsweises wegsperren und stillspritzen von Patienten findet in Deutschland - zum Glück - nicht mehr statt.


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Kommentar von lottlott
20.12.2015, 22:24

Danke für diese ausführliche Antwort!

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Ja, dieses recht hast du! Wenn du unter 18 bist, können aber nur deine Eltern den Aufenthalt abbrechen. So war das zumindest bei mir! Ich wurde aber auch zwangseingewiesen, was dann vielleicht wieder was anderes bedeutet.

Eine schnelle Einweisung in eine Psychiatrie erfolgt aber soweit ich weiß nur in psychiatrischen Notfällen, bei zum Beispiel akuter Suizidgefahr, Psychose oder so etwas in der Art. 

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Ja hast du ,ich habe Leute mitbekommen ,welche sich selber entlassen haben. Allerdings solltest du natürlich mit arbeiten, es bringt nichts wenn du in die Psychiatrie gehst und die Behandlung aber komplett verweigerst.

Als ich mal gefragtwurde wann wieder zurück sind, ahbe ich aus Spaß gsagtgar nicht, da meinte die Schwester, ok, sie sind ja freiwiillig hier.

Du hast weiterhin deine Selbstbestimmungsrechte darin.

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wenn du freiwillig mit Einweisung aufgenommen wirst, nein auch dann kannst du schneller all deiner Freiheiten beraubt werden als dir lieb wäre.
gerade wenn es um das "verweigern" mancher von den behandlern angeordneten Sachen geht.....,

kommt darauf an, wie weit die stationären Einrichtungen schon/noch fortschrittlich entwickelt sind, was ihre Behandlungsmethoden betrifft.

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Ja du darfst dann freiwillig gehen, also den Aufenthalt abbrechen wenn du möchtest.

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Nein kann man dann nicht mehr. 

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Wenn du dich selbst einweist hast du die möglichkeit  die anstalt selbst wieder zu verlassen. ob du auch bestimmen kannst welche medikamente etc. du nimmst kann ich leider nicht sagen.

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