Freiwillig in die DDR?

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6 Antworten

Der Schauspieler Wolfgang Kieling ging in die DDR, "um dort zu leben und zu arbeiten", wie er damals in den Fernsehnachrichten zitiert wurde. Er blieb dort aber nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Kieling

In diesem Wikipedia-Artikel wird ein Fachbuch angegeben, das sich mit Deiner Frage befaßt:

Thomas Weißbach: Schwerer Weg, Übersiedlung aus der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin in die DDR 1961–1989. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8300-6029-1

Hier die Buchbeschreibung des Verlages:

http://www.verlagdrkovac.de/978-3-8300-6029-1.htm

Dort heißt es:

"Dennoch waren es rund 100000, die zwischen 1961 und 1989 diesen Weg
wählten. Die Motive waren vielfältig und reichten von persönlichen
Gründen (Eheschließung, Wunsch nach verwandtschaftlichen Kontakten und Pflege im Alter) bis zu politischen Sympathien für die DDR aufgrund von
einschlägigen Prägungen bzw. einschlägigen Engagements in der
Bundesrepublik. Auch die Ent­täuschung über die realen Verhältnisse in
der Bundesrepublik bzw. die wahr­genommene Unfähigkeit, mit diesen
klarzukommen spielten eine Rolle."

Die gab es durchaus. Manche kamen aus persönlichen Gründen - die große Liebe lebte in der DDR und konnte oder wollte diese z. B. wegen einer pflegebedürftigen Mutter nicht verlassen. Andere kamen aus Idealismus, weil in Westdeutschland viele alte Nazis weiterhin in Amt und Würden blieben und sie die DDR als den besseren deutschen Staat ansahen (nur wurden diese Idealisten oft im Laufe der Zeit schwer enttäuscht durch den ausufernden Stalinismus). Auch einige Kirchenleute kamen, ebenfalls aus Idealismus, weil sie es als ihre Aufgabe ansahen, der staatlichen Erziehung zum Atheismus etwas entgegenzusetzen. Dann wären noch Leute wie die RAF-Terroristen zu nennen, die in der DDR Schutz vor Strafverfolgung suchten.

Gruppen gab es eigentlich nicht. Es waren einzelne Personen, evtl. auch mit Familie. Ich kenne zumindest einen Fall, wo der Vater bei Nacht und Nebel mit Frau und Tochter und Gepäck, was der Käfer an Platz hergab, sich in die DDR abgesetzt hat, weil er sonst wegen seiner Betrügereien ein paar Probleme mit der Gerichtsbarkeit in der BRD bekommen hätte. Es gibt bestimmt auch ein paar Einzelne, die alleine oder mit Familie aus Überzeugung für das dortige System die Seiten gewechselt haben. Es gibt sicherlich auch Menschen, die aus familieren Überlegungen in die DDR gegangen sind. Das sind so die drei hauptsächlichen Gründe, die einen Wechsel in die DDR verursacht haben. Oft mußte die Familie mit und war damit nicht immer einverstanden, dann aber gefangen im System.

Ja sicher. Auch das gab es. Der Querulant Wolf Biermann und die spätere Bundeskanzlerin Angela Kasner sind die prominentesten Beispiele.

https://www.heise.de/tp/features/Auswanderung-in-die-DDR-3383309.html

Hegeman. das kann man auch werteneutral schreiben, denn ob Rolf Biermann ein Querulant war/ist, liegt nicht in Deiner Bewertung. Und seine Ausbürgerung aus der DDR hatte damals große Wellen geschlagen, besonders in der DDR. Du hast auch vergessen, dass Honecker aus dem Saarland stammte und sich ab 1937 als Gefängnisinsasse in der späteren DDR aufhielt und als in Moskau geschulter KPD-Funktionär dann nach 1945 auch dort blieb. (absolute Kurzfassung)

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@Lachlan

Lochlon Ich benenne hier lediglich nüchterne Fakten. Und ob ich das mache, wirst Du schon mir überlassen müssen.

Biermann bezeichnet sich in seiner Autobiografie "Warte nicht auf bessre Zeiten!" selbst als "Querulant". Vielleicht hättest Du die Güte, das zur Kenntnis zu nehmen?

Und was ein Honecker mit der Fragestellung zu tun haben soll, bleibt Dein Geheimnis. Als er 1935 nach Berlin ging, war eine deutsche Teilung nicht ein mal zu ahnen.

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"Querulant Wolf Biermann"?

Sollen hier die alten Schlachten neu geschlagen werden?

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@earnest

Lieber earnest, diese Frage solltest Du vielleicht besser Biermann und Lammert stellen. Biermanns Eigenbezeichnung zu verwenden, begründet diese Frage jedenfalls nicht.

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Ja die gab es. Das war aber keine allgemeine Bevölkerungsgruppe. Aus der BRD waren dieses Menschen die sozial vernachlässigt wurden und vom Kommunistischen wirtschaftssystem profitierten

Ja, die Terroristen von der RAF fanden in der DDR einen sicheren Unterschlupf. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Aufnahme_von_RAF-Aussteigern_in_der_DDR

Völlig richtig - wenn auch die Betonung auf Aussteiger liegt.

Ein durchaus zweifelhaftes Gebaren. Vermutlich hat man sich dabei an der Bundesrepublik orientiert, die vorher nicht nur 10 sondern Tausenden geflohener Kriegs- und NS-Verbrecher "sicheren Unterschlupf" gewährt und sie bewußt vor Auslieferung und Strafverfolgung geschützt hat. Der Unterschied: diese Typen hatten mehr als 35 Tote auf dem Gewissen und wurden auch nach 1990 nicht verurteilt.

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@Fuchssprung

Offensichtlich gefällt es Dir nicht, wenn auf den Kontext hingewiesen wird und auf den Unterschied zwischen 35 und mehreren Millionen. Ich erspare es uns, nachzufragen, warum Dir das nicht gefällt.

Fakten in ihrem Kontext darzustellen ist jedenfalls legitimer Bestandteil einer Antwort - einerlei, ob das jedermann gut findet.

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@Fuchssprung

Kann ja sein. Aber was hat das mit unseren Kommentaren zu tun? Hast Du etwa Schaum vor'm Mund? Ich hoffe, nicht.

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@Fuchssprung

Du fragst Dich, was die Beschreibung des Kontextes mit der Fragestellung zu tun hat? Dein Ernst? Sorry, aber wenn Du nicht mal weißt, was ein Kontext (vulgo: Zusammenhang) ist, dann tut es mir Leid. Wenn sich Dir nicht mal solche simplen Sachverhalte erschließen, fragt sich, ob es überhaupt sinnvoll ist, daß Du Dich hier an den Kommentaren beteiligst.

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@Hegemon

Der Fragesteller hat eine ganz normale Frage gestellt und du lädst hier Propaganda und dem Deckmäntelchen des Kontext ab. Hast du nichts besseres zu tun?

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@Fuchssprung

Wäre es zu viel verlangt, wenn Du Deine albernen Unterstellungen wenigstens in korrektem Deutsch vortragen würdest?

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