Wie kann aus dem Thema Freiheit und Fatum in der Stoa ein Referat gemacht werden?

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1 Antwort

Die Stoa hatte ein pantheistisches Gottesbild mit dem Logos als Garant des Kosmos, einer geordneten Welt. Das Fatum ist nichts anderes, als der Wille des ordnenden Logos, der sich in der Ordnung der Welt verwirklicht. Das ist ein deterministisches Weltbild. Der Mensch ist aber nicht in diese Weltordnung gezwungen, sondern als geistbegabtes Wesen (der Logos ist höchster Geist) ist er in der Lage, die Ordnungsstrukturen des Logos zu erkennen. Freiheit im Handeln hat er immer, aber eine Freiheit, die zu einem erfüllten, guten Leben führt, hat er nur, wenn er mit dem Logos und nicht gegen ihn handelt. Der passende Spruch dazu: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit. Das ist typisch Stoa. Da heute der LOGOS-Begriff wahrscheinlich nicht mehr verstanden wird, solltest Du diesen erläutern. Übrigens stammt er aus Ephesus, von Heraklit. Aus Ephesus soll ja auch das Johannes-Evangelium stammen und siehe da, was liest man zu Beginn: Am Anfang war das Wort ... und da steht im Griechischen nicht Wort sondern LOGOS. Christus als der weltordnende Geist Gottes. Das ist vielleicht ein interessanter Einstieg. Das nächste Problem ist, wie fügt man Determinimus und Freiheit zusammen? Freiheit als Einsicht in Notwendigkeit - ist uns die Einsicht in diese Aussage versperrt, weil wir Opportunismus nur noch negativ sehen. Leben, was opportun ist, war der stoische Freiheitsbegriff im guten Sinne.

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