Freihandelsabkommen mit Kanada

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Liebe(r) Geiststein,

im Entwurf des CETA-Freihandelsabkommens, das dem kanadischen Bundesparlament vorliegt, ist tatsächlich ein großer Abschnitt enthalten, der sich mit der Mobilität von Arbeitskräften befasst.

Nun liegt es in der Natur der (Verhandlungs-)sache, dass den Parlamentariern nur der große Rahmen vorgelegt wird. Die Details im Einzelnen zu allen Abkommenspunkten werden durch Ausschüsse und hochrangige Beamte/Experten ausgearbeitung und formuliert. Hier die Abschnittsüberschriften im Teil Mobilität von Arbeitskräften die ich aus einer Ausarbeitung des Rechtsanwalts Dr. Günter Knorr, der sich mit CETA professionell befasst hat.

Erlaubnis und Qualifikationsverfahren (einschließlich der gegenseitigen Anerkennung von beruflichen Qualifikationen) Seine Wertungen: Zum ersten Mal enthält ein Handelsabkommen wesentliche und verbindliche Vorschriften über Zulassung und Qualifikation sowie die gegenseitige Anerkennung beruflicher Qualifikationen.

Das Verfahren zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen wird gestrafft CETA bietet einen detaillierten Rahmen, sodass die Regulierungsbehörden oder Berufsorganisationen die wechselseitige Anerkennung verhandeln können.

Berufsverbände (z.B. Architektur) in Kanada und der EU haben bereits in Diskussionen über gegenseitige Anerkennung begonnen.

Unterabschnitt Zeitlich befristeter Aufenthalt

Verpflichtungen der EU sind die weitreichendsten in einem Freihandelsabkommen Kanadas Angebot ist im Einklang mit den ambitionierten Plänen der EU.

Dieser Unterabschnitt deckt folgendes ab:

– Innerbetriebliche Versetzung

– Investoren und Geschäftsreisende für Zwecke der Investition

– Dienstleister und Freiberufler (mit einer breiten Abdeckung von Fächern, und begrenzte Anwendung für Technologen) mit Vertragslaufzeit von 12 Monaten oder weniger

– kurzfristige Geschäftsbesuche einschließlich After-Sales- und After-Leasing-Dienstleistungen

Verpflichtungen für Dienstleister und Freiberufler sind wechselseitig, auf der Basis von Sektoren und Mitgliedstaaten.

Mindestaufenthalt gilt für Kanada gleichermaßen wie die EU

– innerbetrieblich versetzte Arbeitnehmer (leitende Angestellte und Spezialisten): Geltungsdauer des Vertrags oder 3 Jahre, was jeweils kürzer ist.

– Dienstleister, Freiberufler, innerbetrieblich versetzte Trainees oder Anfänger und Investoren: Länge des Vertrages oder 1 Jahr, was kürzer ist.

– kurzfristige Geschäftsbesuche (einschließlich solcher für Anlagezwecke): 90 Tage innerhalb jedes Zeitraums von sechs Monaten.

Ehepartner innerbetrieblich versetzter Arbeitnehmer, Dienstleister und Freiberufler.

– Die Ergebnisse der Richtlinie für die innergemeinschaftliche Verbringung binden die EU auch gegenüber Kanada.

– Diese Ergebnisse werden wahrscheinlich weniger weit reichen als Kanadas vorgeschlagener Ansatz für Ehegatten. Kanada wird den Zugang diesen Ergebnissen angleichen.

Danke für die Information. Das heißt also, das sich für den normalen Auswanderer, der in Kanada arbeiten möchte wohl kaum etwas ändert. Da scheint es mehr um Innerbetriebliche Versetzungen und Geschäftsreisen zu gehen :-/.

Weil die gegenseitige Anerkennung von beruflichen Abschlüssen bringt mir leider nichts, weil ich bereits in einem von Kanada gesuchten Beruf arbeite. Und soweit ich weiß, erkennt Kanada die deutschen Berufsabschlüsse ohnehin an.

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@Geiststein

Lieber Geiststein, ja, offenbar wird es im Rahmen von CETA Freihandelsabkommen nur um berufliche "Freizügigkeit" gehen. Ich denke auch, dass Einwanderung(s-Bestimmungen) auf anderer Ebene liegen. MfG MehrWissen

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