Freihandelsabkommen, Ja oder Nein?

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5 Antworten

Gegen Freihandelsabkommen an sich ist erstmal nichts einzuwenden, gegen TTIP bin ich, da es intransparent ist und den Konzernen zu viel Macht gibt.

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Kommentar von grubenschmalz
21.05.2016, 11:29

Wo konkret ist es intransparent und wo konkret gibt es den Konzernen Zuviel macht?

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Alexander Hahn ist einer der führenden Wirtschaftwissenschaftler in Deutschland. Der schrieb schon vor 2 Jahren:

Neue US-Studie zu TTIP: Einkommens- und Jobverluste für
Europa

von Alexander Hahn

Vor gar nicht langer Zeit, am 21. Oktober 2014, schrieb ich
Ihnen zum hochgefährlichen "Freihandelsabkommen" TTIP, welches sich
gerade hinter verschlossenen Türen (wieder einmal gegen den Volkswillen) durch Lobbyisten und Politiker in Planung befindet.

Von der Politik, besonders auch durch den deutschen
Wirtschaftsminister, wird dieses Abkommen als ein großes Paket an Vorteilen
verkauft, was dringend für die Wirtschaft nötig sei. Bereits in meinem letzten
Artikel schrieb und zeigte ich Ihnen, dass dies sicher nicht der Wahrheit
entspricht.

Und da Lügen bekanntlich kurze Beine haben, bröckelt die
rosarote Fassade um TTIP beständig weiter ab. Die amerikanische
Tufts-Universität im US-Bundesstaat Massachusetts veröffentlichte kürzlich eine Studie, aus der klar hervorgeht, was Europa im Falle von TTIP erwartet. Und das
liest sich gar nicht gut. Hier ein kleiner Auszug aus Liste der
"Köstlichkeiten":

Verlust von mindestens 600.000 Arbeitsplätzen

Einkommensverluste von 165 bis 5.000 EUR pro Person und Jahr

Niedrigere Löhne

Stark erhöhte Rezessionsgefahr

Die Studie, die ich Ihnen oben im Original verlinkt habe,
ist übrigens sehr interessant zu lesen. Sie geht im Gegensatz zu den
unrealistischen Annahmen in den geschönten Studien der TTIP-Befürworter von einem anderen mathematischen Modell aus. 

Die Ergebnisse der Studie basieren demnach auf dem Global

Policy Model (GPM) der Vereinten Nationen. Im Gegensatz dazu würden die bisher von der EU-Kommission in Auftrag gegebenen Studien auf unrealistischen Annahmen
beruhen, so Strickner. Die verwendeten Modelle, die ein Wachstum von 0,05
Prozent pro Jahr errechnen, stammten aus den 1980er- und 1990er-Jahren und
gingen davon aus, dass "wettbewerbsfähige" Wirtschaftssektoren, die
von einer Marktöffnung profitieren, alle entstandenen Verluste in den anderen
schrumpfenden Sektoren kompensieren, kritisierte Strickner.

Das würde auch für verlorene Arbeitsplätze gelten: Solange
die Löhne nur niedrig genug seien, würde jeder Arbeitnehmer in einem anderen
Sektor eine neue Stelle finden. [...] Das würde aber den Erfahrungen der
letzten Jahre in Europa widersprechen. "Wirtschaftssektoren, die einem
plötzlich verschärften internationalen Wettbewerb mit ungleichen Bedingungen
ausgesetzt sind, schrumpfen weitaus schneller, als dies von anderen Sektoren aufgefangen werden kann.

Wenn Sie also von dieser Studie ausgehen, dann ist TTIP
nicht nur ein Angriff auf soziale Standards, Arbeitsrechte, Umweltschutz,
nachhaltige Landwirtschaft und Demokratie, sondern die Mehrheit der Menschen
wird durch diese Maßnahmen auch noch wirtschaftlich schlechter gestellt. 

Massiv
profitieren dürfte wohl wieder mal nur ein sehr kleiner, interessierter Kreis,
was wohl auch der Grund ist, warum das Abkommen von Anfang an alle Grundsätze
der Transparenz verachtend im sprichwörtlichen Hinterzimmer verhandelt wurde und nach wie vor wird.

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Jedes Freihandelsabkommen, das tatsächlich eines ist, ist etwas gutes für Wirtschaft und Wohlstand

Die meisten Abkommen die von dem Medien als Freihandelsabkommen bezeichnet werden sind jedoch keine, sondern nur Abkommen beider Seiten keinen freien Handel zuzulassen

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FTA haben in der Vergangenheit immer für höheren Wohlstand gesorgt.

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Kommentar von Grautvornix
21.05.2016, 11:34

für wen?

5
Kommentar von Fuchssprung
22.05.2016, 12:51

Ja genau! Die Mexikaner bedanken sich herzlich für diesen Wohlstand! Besonders die Bauern, die danach nichts mehr zu beißen hatten sind besonders dankbar.

4

Handelsabkommen sind nicht gut oder böse, sondern was daraus macht.

Frag mal die Mexikaner wie die ihr Abkommen mit den USA finden.

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