Freier Künstler sein und nebenbei für Werbeagentur arbeiten?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

für die leistung für die werbeagentur musst du die gewerblichen steuern zahlen. freie künstler werden geringer besteuert als werber - du musst hier also eine klare trennung vornehmen und jeweils korrekt deine abgaben leisten (auch die sozialversicherung ist für werbetreibende um vieles höher!), sonst gibt's schwer ärger. kunst und werbung schließen einander leider aus. wenn du also beides betreiben willst, musst du dich vorher genau erkundigen wie du dein einkommen zu versteuern hast.

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Entschuldige bitte, aber das man für so eine unkompetente Auskunft auch mit der Hilfreichsten Antwort ausgezeichnet wird, ist ja schon peinlich

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@wfwbinder

was genau findest du daran INkompetent, wie es richtig heißt? nebenbei bemerkt habe ich zehn jahre lang als freier künstler in wien gearbeitet (klassischer und moderner tanz), daneben eine zeitlang einkünfte im werbebereich bezogen und bin nun selbstständiger art director. ich behaupte also, genau zu wissen wovon ich rede. mal ganz abgesehen von der heftigen nachzahlung die ich für das jahr leisten musste, als ich als künstler versichert war, und leistungen für eine agentur erbracht habe. die ich im nachhinein höher versteuern musste + nachzahlung sozialversicherung + strafe. noch fragen?

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Wenn Dein hauptberuf künsteler ist, so ist dies eine freiberufliche Tätigkeit.

Natürlich kannst Du daneben für eine Werbeagentur arbeiten.

Ob die Tätigkeit ebenso freiberuflich ist, oder aber ob es eine gewerbliche Tätigkeit ist, muss man danach entscheiden, was effektiv gemacht wird.

Natürlich kannst Du für die Arbeiten Rechnungen schreiben. die sehen gleich aus, ganz egal, ob es eine gewerbliche, oder freiberufliche Tätigkeit ist. Wie es beurteilt wird, hängt eben davon ab, ob es bei den Fotos einfach darum geht irgendwelche Personen, oder sachen abzulichten (gerwerbe), oder Kunst Fotos zu erstellen, die dann werblich genutzt werden.

Steuerlich ist es nur relevant, wenn die Gewerbliche Tätigkeit einen Gewinn von über 20.000,- Euro einbringt. Bis dahin ist es egal.

Ich habe mal einen Fotografen beraten dessen Hauptaufgabe es war für seinen Auftraggeber Tankstellen einer bestimten Benzinmarke zu fotografieren (ja davon kann man leben). Der war gewerblich tätig, keine Frage.

Wenn du selbständig bist, dann kannst du das machen und erstellst danach eine Rechnung für den Kunden, in diesem Fall die Werbeagentur. Du kannst ja auch z.B. einen monatlichen Pauschlpreis für "Unterstützende Arbeiten" berechen.

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Grüße Izze

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Ich habe am Beginn meiner Tätigkeit einen Antrag bei der Künstlersozialkasse gestellt wg. Rentenversicherung. Krankenversichert bin ich gesetzlich als Student. Die KSK hat meinen Antrag jetzt geprüft und will zig Dinge als Nachweis jetzt von mir haben, unter anderem meinen Schriftwechsel mit Auftraggebern und wie ich Kunden akquiriere, was ich sehr seltsam finde.

Dazu kommt, dass ein Auftraggeber, dem ich etwas übersetzt habe, sich weigert, mit der KSK zu kooperieren, weil die angeblich so viel Dinge wissen wollen vom Auftraggeber, was Geld (Steuerberater) und Zeit kostet. Er hat mir empfohlen, vom Antrag zurückzutreten und mir eine Gewerbeanmeldung als "Werbeagentur" zu besorgen.

Meine Fragen zu der Angelegenheit:

1.) Sind die beschriebenen Tätigkeiten mit einer Anmeldung als Werbeagentur abgedeckt oder bekomme ich da Probleme, weil ich die sog. "Katalogberufe" der Freien Berufe ausführe? Soll ich evtl. andere Tätigkeiten angeben, damit ich eine "Werbeagentur" sein kann?

2.) Geht die KSK solche Dinge an wie Schriftwechsel und Kunden-Akquise? Muss ich darauf eingehen?

3.) Habe ich steuerliche / finanzielle Vor- oder Nachteile als Gewerbetreibender? Muss ich in die IHK?

4.) Falls ich doch in die KSK muss bzw. darf: Muss ich alle Nachweise, die die KSK haben will und die sie in dem Schreiben aufführen, erbringen, oder reichen ein/zwei Nachweise?

5.) Gibt es für mich als Student in solchen Fragen eine weitere (kostenlose) Beratungsmöglichkeit? (Evtl. Rechtsberatung, meine Eltern haben eine Rechtschutzversicherung? An der Uni habe ich jetzt nichts gefunden...)

Noch als Background: Ich möchte auch nach meinem Sprach- und Literaturwissenschaftsstudium in einem der Freien Berufe arbeiten (Texter, Lektor), vielleicht auch freiberuflich. Soll ich das mit in die Entscheidung einbeziehen und gleich in der KSK bleiben? Hat das Vorteile für mich?

Für Antworten wäre ich sehr, sehr dankbar! Vielen Dank im Voraus!

Christoph

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