Freibeträge für Auszubildende?

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1 Antwort

Wenn der Azubi bei der Mutter lebt und auch ALG - 2 bezogen hat kommt es darauf an wie hoch die Brutto und Nettovergütung ist,es gelten dann auch die Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll,dass wären dann erst mal 100 € Grundfreibetrag vom Brutto !

Ab 100 € - 1000 € Brutto kommen noch mal 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % an Freibetrag dazu,diese werden dann theoretisch vom Netto abgezogen und dazu kommen dann noch sonstige Einkommen wie z.B.  Kindergeld / Unterhalt usw.

Das ergibt dann das anrechenbare Einkommen,wäre das höher als der Bedarf würde das Kind aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) der Mutter raus sein,dass nicht mehr benötigte Kindergeld würde dann wieder Einkommen der Mutter und nach max. theoretischem Abzug von 30 € Versicherungspauschale auf deren Bedarf angerechnet.

In den 100 € Grundfreibetrag sind schon 30 € Versicherungspauschale enthalten und 15,33 € pauschal für Werbungskosten,dazu kann man dann noch gesetzlich vorgeschriebene Beiträge für Versicherungen wie KFZ - Haftpflicht und auch Beiträge für die eigene Altersvorsorge die staatlich gefördert werden ( z.B. Riester Rente ) geltend machen.

Für die einfache Strecke mit dem KFZ - zur Arbeit / Ausbildungsstätte kann man 0,20 € geltend machen,wobei hier dann geprüft wird ob man nicht auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln in angemessener Zeit hin und zurück kommt und ob dies dann billiger ist,dann würde man nämlich nur das geltend machen können.

Man muss also von den 100 € Grundfreibetrag erst mal um die 55 € für Aufwendungen wegen der Beschäftigung einsetzen,erst wenn man nachweislich mehr Aufwendungen hat kann man diesen Differenzbetrag separat geltend machen.

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