Freiberufler: Wieviel für Krankenversicherung bezahlen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

für freiwillige Mitglieder ist in § 240 SGB V eine (fiktive) Mindesteinnahme von 851,67 Euro monatlich vorgegeben.

Für hauptberuflich Selbständige gilt aber eine Mindesteinnahme von 1277 bzw. 1916 Euro monatlich. Die Unterscheidung haupt- oder nebenberuflich hängt von folgenden Fakotoren ab: - wöchentliche Arbeitszeit - alle Einnahmen bzw. Haupteinnahmequelle (hieraus ergeben sich vermutlich die genannten 600 Euro) - Werden als Selbständiger eigene Arbeitnehmer beschäftigt?

Es gibt verschiedene Varianten für die Zukunft: - Einkünfte (abzüglich der betrieblichen Kosten) liegen unter 365 Euro monatlich: kostenlose Versicherung über die Eltern

  • nebenberufliche Tätigkeit: 143 Euro

  • hauptberufliche Tätigkeit mindestens 215 Euro

Ggf. kann beim Jobcenter aufstockendes Arbeitslosengeld II beantragt werden. Dann übernimmt das Jobcenter die Beitragszahlung.

Sinnvoll ist es, die Krankenversicherung immer im Vorhinein zu klären (auch rechtzeitig vor dem Studienbeginn im Oktober!).

Gruß

RHW

Hallo,

danke für die Antwort!

Also meine wöchentliche Arbeitszeit kann ich variieren, je nach Auftragslage und wieviel ich gerade Lust habe ;). Ich verdiene etwa 15€ in der Stunde. Angenommen, ich verdiene in diesem Monat 600€, dann arbeite ich 600/15 = 40 Stunden im Monat oder 10 Stunden in der Woche. Weitere Einnahmen habe ich nicht und Angestellte beschäftige ich auch nicht.

Unter 365€ monatlich schaffe ich leider nicht, weil ich sonst meinen Lebensunterhalt nicht finanzieren kann. Und beim Arbeitsamt habe ich schonmal gefragt: die wollen nichts zahlen, weil ich noch zu Hause wohne (da aber trotzdem Miete und Nebenkosten bezahlen muss. Das sei mein Problem).

Für's Studium habe ich schon geregelt. Da werde ich über meine Familie mitversichert. Weil ich dann nicht mehr so viel verdienen werde, geht das in Ordnung.

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@Freiberufler91

Die Abgrenzung haupt- und nebenberuflich ist im "Rundschreiben des Spitzenverbandes Bund der gesetzlichen Krankenkassen vom 03.12.2010" für alle Krankenkassen einheitlich und verbindlich geregelt.

Die Entscheidung trifft die jeweilige Krankenkasse.

Auf jeden Fall das Gespräch mit der Krankenkasse suchen. Ggf. auch im Steuerrecht prüfen, ob wirklich an alle abziehbaren Kosten gedacht wurde.

Ggf. auch das Gespräch mit den Eltern suchen, ob aufgrund der Krankenkassenbeiträge (bis September) ein niedrigerer Haushaltskostenanteil möglich ist. Wenn die Eltern selbst ein niedriges Einkommen haben, können ggf. die Eltern Arbeitslosengeld II beim Jobcenter beantragen.

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@RHWWW

Habe nochmal bei der KK angerufen und nun die Mitteilung bekommen, dass ich doch soviel verdienen kann wie ich will, wenn unter 20 Stunden/Woche arbeite und niemanden beschäftige, weil ich dann nebenberuflich selbstständig bin. Keine Ahnung, warum ich da einmal die info zu 600€/Monat bekommen habe...

Danke für die Hilfe

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@Freiberufler91

Danke für die Kennzeichnung als hilfreichste Antwort!

Zur Sicherheit sollte man sich den Namen des Gesprächspartners und das Datum und die Uhrzeit notieren.

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Das heranziehen der Mindestbeitragsbemessunggrenze ist soweit erstmal in Ordnung. Die Frage nach "Wieviel ich verdiene sollte" ist damit eigentlich schon beantwortet, auf jeden Fall mindestens in Höhe der 851,67€.

Gibt es keine Möglichkeit eine Beschäfigung aufzunehmen die Versicherungspflicht auslöst? Und parallel dazu das Freiberufliche auszuüben aber nur in dem Maße das es nicht als hauptberuflich selbstständig erscheint?

Hallo,

ich sage mal: Ich kann mein Gehalt je nach getaner Arbeit variieren wie ich lustig bin (450-1300€ im Monat). Wie kommst du darauf, dass ich mindestens 851,67€ verdienen muss? Die bei der KK meinten, ich darf maximal 600€ verdienen (sonst wirds noch teuerer). Ich sehe aber nicht ein, warum ich nur 600€ verdienen darf, aber für 851 bezahlen muss.

Eine andere Beschäftigung aufzunehmen ist leider nicht möglich und auch nicht gewünscht.

Danke für die Antwort!

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@Freiberufler91

Ich muss ehrlich zugeben das ich mit der 600€ Größe deiner KK nichts anfangen kann. ich kenne keinen derartigen Grenzwert.

Bei Einahmen von 0 - 851,67€ zahlen freiwillige Versicherte Krankenversicherung 126,90 Pflegeversicherung 16,61 oder 18,74 (kinderlos über 23 Jahre).

Deswegen meinte ich mindestens die 851 verdienen, damit das dann auch mit dem Beitragssatz konform geht.

Die Mindestbemessungsgrenzen sind eine Unterstellung die der Gesetzgeber vorgegeben hatte und die "unterstellt" jeder verdient, ob es so ist oder nicht.

Die Krankenkasse meinte "sonst wird es teurer". Die Unterstellung das du deine Tätigkeit eventuell hauptberuflich Selbstständig ausübst würde es teurer machen. Vielleicht war das das Anliegen deiner KK? Die Mindestbemessungsgrundlage für Selbstständige beträgt kraft Gesetz monatlich 1.916,25 Euro.

Mach dir nen Termin und lass dir nochmal erklären was die mit 600€ meinen.

Hättest die Frage doch gestern schon gestellt, da habe ich noch mit dem Vorstand der Gesundheit geschwatzt. Schade. Hätt ich direkt mal nachgefragt.

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@kvrv11

Hallo,

vielen Dank nochmals für die Antwort!

also ich bin 20 und kinderlos ;) und es betrifft auch nur die Zeit zwischen Februar und Oktober, also 7 Monate. Eins ist mir noch eingefallen: Ich bekomme noch Kindergeld, wenn ich monatlich unter 767€ bleibe (habe ich mir ausgerechnet). Zählt dieses Kindergeld denn dann als Einkommen? Mehr würde ich dann sowieso nicht verdienen wollen.

Eigentlich sollte ich ja versuchen, die 851,67€ weitestgehend auszuschöpfen, weil es ja erst darüber für mich teurer werden würde.

Naja, ich habe ja schon eine Email an die KK geschrieben, aber irgendwie traue ich dem Braten da nicht hundertprozentig, daher wollte ich mir nochmal externe Meinungen einholen.

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@Freiberufler91

Kindergeld ist keine einkunftsart Nacht dem EStG und auch keine Einnahme zum Lebensunterhalt. Wie errechnen sich denn die 767 €? Bis 8004 € darf doch verdient werden was durch 7 Monate geteilt deutlich mehr wäre. Wäre interessant zu erfahren was die kk geantwortet hat.

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@kvrv11

*Also das berechnet sich meines Wissens nach wie folgt (mit der Kindergeld-Kasse abgeklärt):

Weil ich 10 Monate in diesem Jahr Kindergeld beziehe, betrifft der maximale Verdienst auch nur diese Zeit. Also (10/12)x8004 = 6670€. Die Krankenkasse darf ich dabei von den Einnahmen "absetzen". Da ich 7 Monate KK bezahle kommt das also noch drauf: 6670 + 7x143,51 = 7675. Also 7675 Euro darf ich im ganzen Jahr verdienen. Durch 10 Monate macht 767,50 Euro pro Monat. Mehr als das darf ich also nicht verdienen, wenn ich das Kindergeld beziehen will und daran möchte ich mich auch orientieren.

Allerdings wäre es halt interessant zu wissen, wo die Krankenkasse den Riegel vorschiebt... Ich hoffe, da weiß ich morgen mehr.

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Du könntest dich z.B. bereits im Sommersemester irgendwo einschreiben (und nicht hin gehen). Dann zahlst du eine studentische Krankenversicherung und bist zum Studententarif versichert. Neben her arbeiten könntest du dann in dem Rahmen, was der Studentenstatus zulässt (meines Wissens nach bis zu 20 Arbeitsstunden pro Woche und max. 7400 Euro im Jahr).

Zweite Möglichkeit ist, irgendwo als Angestellter in Teilzeit zu arbeiten und nebenberuflich selbständig zu sein. Solange du überwiegend angestellt arbeitest, musst du für die gewerblichen Einnahmen nichts extra zahlen.

Dritte Möglichkeit ist eine Private Krankenversicherung (z.B. INTER). Die kostet zwar einwenig mehr als die gesetzliche Studentenversicherung, dafür hast du aber keine Praxisgebühren, musst nichts in der Apotheke zuzahlen und bekommst eine bessere Behandlung. Als Student kann man grundsätzlich in die Private. Und die bieten auch vergünstigte Tarife an.

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Lg

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