Freiberufler vs. Gewerbetreibender - wer zahlt weniger Steuern?

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5 Antworten

Um Freiberufler und Gewerbetreibende direkt vergleichen zu können, muss man erstmal die weiteren Nebenbedingungen, die Du angesprochen hast, aussen vor lassen.

Letztlich sind nur inhabergeführte Einzelunternehmungen direkt diesbzgl. vergleichbar. Also "Personenbetrieb", einmal als Freiberufler, und dem gegenüber Gewerbetreibender ebenfalls als "Personenbetrieb" (Person mit Gewerbeschein).

Und da kommt es dann auf die Höhe des jährlichen Gewinns an. Bis zur Freibetragsgrenze bei der Gewerbesteuer stehen sich der Freiberufler und der Gewerbetreibende exakt gleich gut oder schlecht. Denn sie haben identische Steuerlasten. Ab Überschreiten der Freigrenze für die Gewerbesteuer hat der Gewerbetreibende die zusätzliche Gewerbesteuer, die dann allerdings wieder die Einkommensteuer mindert.

In den meisten Fällen wird bei höheren Gewinnen daher der Freiberufler besser dastehen als der Gewerbetreibende, weil er eben eine Steuerart weniger zu zahlen hat.

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Kommentar von Lullumatz
08.07.2017, 23:05

Und wenn der Gewerbetreibende eine GmBh gründet? Dann spart er doch wieder mehr steuern ein.

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Das ganze Beispiel ergibt so überhaupt keinen Sinn, da die Prämissen unzutreffend sind.

- ein Freiberufler spart nicht pauschal die Umsatzsteuer. Ob ein Unternehmer umsatzsteuerpflichtig ist oder nicht, richtet sich danach ob, seine Umsätze nach § 4 UStG von der Umsatzsteuer befreit sind oder nicht. Ein Rechtsanwalt z.B. ist Freiberufler aber trotzdem umsatzsteuerpflichtig.
- Eine GmbH ist als juristische Person ein eigenes Rechtssubjekt. Eine GmbH zahlt Körperschaftsteuer und keine Einkommensteuer - das kann man mit einem Freiberufler überhaupt nicht vergleichen


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Wer mehr oder weniger Steuern bezahlt kann man nicht pauschal sagen oder vergleichen.

Bevor Du solche Fragen stellst, müsstest Du Dich zunächst einmal besser über die verschiedenen Steuerarten informieren.

Du machst einen grundsätzlichen Denkfehler, indem Du die "Umsatzsteuer" in Deine Frage einbeziehst. Diese hat mit Deiner Fragestellung überhaupt nichts zu tun, denn sie ist völlig unerheblich für den betrieblichen Ertrag.

Die Umsatzsteuer gehört nicht zu den betrieblichen Kosten und mindert nicht den Ertrag des Unternehmers

Vereinfacht betrachtet ist die Umsatzsteuer eine Verbrauchssteuer, die den Endabnehmer belastet und für ein Unternehmen lediglich einen "durchlaufenden Posten" bedeutet, also für die betriebliche Ergebnisrechnung keinerlei Bedeutung hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Umsatzsteuer

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Sämtliche Aussagen in deiner Frage sind schlicht falsch. Einzig was richtig wäre, aber das hast gar nicht drin, ist, dass ein Freiberufler keine Gewerbesteuer zahlen müsste.

Mach dich erst einmal über freie Berufe und über Gewerbetreibende und deren Unterschiede schlau. Darüber gibt es geschätzt ca. 2 Millionen Internetseiten ;)


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Die GmbH ist ein eigenständiges Rechts- und Steuersubjekt und nicht alle Freiberufler zahlen keine Umsatzsteuer.

Auch Freiberufler können GmbHs gründen.

Sortiere erst mal Deine Gedanken, bevor Du anfängst, zu vergleichen.

Giwalato 

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Kommentar von Ernsterwin
08.07.2017, 07:57

"Auch Freiberufler können GmbHs gründen."

Stimmt - aber dann sind sie keine Freiberufler mehr. Eine GmbH muss gem. § 7 GmbH-Gesetz in das Handeslregister eingetragen werden. Mit der Eintragung ist die GmbH kraft Gesetzes (HGB) Gewerbebetrieb.

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