Frauenquote = Gleichberechtigung?

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12 Antworten

Ist eurer Meinung nach die Frauenquote sinnvoll um die Gleichberechtigung zu fördern?

"Bei gleicher Eignung werden Behinderte und Frauen bevorzugt eingestellt."

Dieser Satz stand einige Jahre unter zahlreichen Stellenausschreibungen im Öffentlichen Dienst. Und wäre ich eine Frau: Ich hätte gegen diese Form der Diskriminierung geklagt...

Ich bin etwas hin- und hergerissen, weil die Quote zwar die Chancen für Frauen fördert in Führungspositionen zu kommen

Nein, das tut es nicht. Auf diese Weise "zwangsgeförderte Frauen" sind Hasssubjekte und werden bei erstbester Gelegenheit fallengelassen. Es wird ihnen also doppelt schwer gemacht, Fuß fassen zu können.

aber Gleichberechtigung ist ja viel mehr als eine berufliche Chancengleichheit. 

Das ist einer der Pseudo-Spagate, die man mit dem Kapitalismus hinlegen will. Einerseits das "Besten-Prinzip", andererseits "Ausgleichs-Quote".

Die "berufliche Chancengleichheit" existiert bereits. Und wenn ein Unternehmen lieber einen Mann an der Stelle sieht, dann, weil dieser seiner Ansicht nach für den Job besser geeignet ist. Der Unternehmer wäre ja dumm, würde er nicht von den Vorteilen profitieren wollen...

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Wenn frau WIRKLICH Gleichberechtigung wollte, gäbe es einen ganzen Maßnahmen-Katalog, den man als Frau realisieren könnte. Nichts davon würde unmittelbar wirken, doch das ist ein Generalproblem von Gesellschaften: Tragfähige Dinge müssen sich immer "einschleichen".

  1. Gesellschaftliche Gleichstellung sozialer Berufe (die traditionell von Frauen bevorzugt werden). Warum soll die Arbeit einer Kindergärtnerin weniger wert sein, als die eines Fließband-Arbeiters?
  2. Gleiches Geld für gleiche Arbeit. Warum soll eine Frau, die in der gleichen Firma den gleichen Job macht, weniger Geld bekommen, als ein Mann?
  3. Gezielt nur Parteien wählen, die kein "klassisches Frauenbild" vertreten; und das auch aktiv nach außen kommunizieren. Warum sollte eine Frau die CDU oder die CSU wählen, wenn diese "Herdprämien" und andere summa summarum frauen- und vor allem gleichberechtigungsfeindliche Wertebilder vertreten? 
  4. Verabschiedung von Wertebildern, wie "Rabenmütter". Kinder brauchen keine "Elternzeit". Eltern, und vor allem Mütter, brauchen sie für ihren eigenen, egoistischen Seelenfrieden. Doch Kinder sind auf die Gesellschaft Gleichaltriger angewiesen. Frauen, die diesen Egoismus überwunden haben, damit zu bestrafen, wirkt regressiv auf die Gleichberechtigung.
  5. Verabschiedung von Egozentralismen & "Emanzentum". Viele Hindernisse für Frauen sind durch Frauen selbstgeschaffene Leiden. Ich denke dabei insbesondere an die Pseudo-Emanzen, wie Alice Schwarzer, die es regelmäßig schaffen, gewaltige Flurschäden anzurichten, indem sie sich an billigsten Nebensächlichkeiten, wie etwa der "Gender-Sprache", aufhalten. Das führt immer wieder in Absurditäten, die nur noch lächerlich wirken und damit den gesamten "Gleichberechtigungs-Kampf" der Frauen ins Absurde und Lächerliche ziehen...
  6. Strikte Ablehnung von "Quoten". Quotierungen erzeugen immer Unmut und Abwehr. Sie erschweren also mehr, als sie nutzen. Das gilt insbesondere für das Quoten-Gesetz "Frauen in Vorstands-Positionen von DAX-Unternehmen", das letztlich gerade einmal 8 - in Worten: A-C-H-T - Frauen nutzt.

Es gibt noch eine Reihe weiterer Maßnahmen, doch die genannten zeigen schon einen wichtigen Punkt: Wirkliche Gleichberechtigung ist in diesem Werte-, Gesellschafts- und Wirtschaftssystem nicht durchsetzbar. 

Denn, und hier schließt sich der Kreis, entweder will man "funktionierenden Kapitalismus"; und dann muss man sich mit der Bewertung von Vor- und Nachteilen und der Abwertung gesellschaftlich gering geachteter Jobs oder eben der Bewertung des Ausfallrisikos von Frauen, um nur ein Beispiel zu nennen, abfinden. Oder man will ein Gesellschaftssystem, das die Gleichberechtigung möglich macht, weil es die vorgenannten Bewertungen (beispielsweise durch Generalverbote oder Nivellierungen, etwa durch Subventionierungen) ausschließt.

Und im Gesetz steht zwar in Art. 3 Absatz 2, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau gefördert werden muss, aber in in Absatz 3 steht, dass keiner wegen seines Geschlechtes benachteiligt werden darf. Heißt das, die Frauenquote benachteiligt die Männer?

Technisch gesehen: Ja. Überall dort, wo "Zwangs-Quoten" gelten, entsteht Benachteiligung, weil innerhalb der Quotenregelung nicht mehr Qualifikation oder Tauglichkeit als Bewertungsmaßstab gelten, sondern nur noch Quote zählt; ganz egal, wie gering oder falsch qualifiziert diese Quoten-Menschen sind.

Im krassen Fall kann das also bedeuten, dass ein Unternehmen auf einen hochqualifizierten Ingenieur verzichten muss, weil es wegen der Quote eine geringer qualifizierte Frau einstellen muss.

Nicht zuletzt deshalb hält man die Strafen für die Verletzung solcher Quotenregeln ja auch bewusst sehr niedrig: Diese Quoten dienen als Schlaftablette für die Frauen. Sie sollen sich mit Glasperlen abfinden und noch ein paar weitere Jahre von der "ganz sicher bald kommenden Gleichberechtigung" träumen. Und in der Zwischenzeit können sie sich schon mal ihren Mann nach dem passenden Doppel-Namen aussuchen, um so ihre "Gleichberechtigung" wenigstens im Namen zur Schau zu tragen...

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Puh, haarsträubende Antworten, die man hier zu lesen bekommt...

Wie so oft liegt das Problem meiner Meinung nach auf mehreren Ebenen.

Auf der ganz allgemeinen, abstrakten Ebene wäre Gleichberechtigung natürlich ein Zustand, indem Menschen bei einer Einstellung nur nach ihren beruflichen Qualifikationen beurteilt werden, wie hier x-mal zu lesen war. In einer solchen Welt leben wir aber leider nicht - das kann jede anständige Studie, die sich mit dem Thema beschäftigt hat, bestätigen.

Ein großes Problem, das die Einstellung von Frauen verhindert, ist die Tatsache, dass die Vorstellung, Frauen wären zu Führungspositionen weniger in der Lage (weil sie z.B. mehr emotional statt rational, fürsorglicher statt durchsetzungfähig oder eine Reihe anderer Klischees, seien) - und bei allen, die glauben, Menschen würden wirklich nur nach objektiven - also berufsbezogenen - Kriterien eingestellt, scheint die Wirklichkeit einem solchen Argument ja Recht zu geben: denn es gibt ja deutlich weniger Frauen in Führungspositionen als Männer - ergo scheinen sie dafür weniger qualifiziert zu sein. Ein Quote hätte die Chance, Frauen in Führungspositionen auf lange Perspektive zu einer Selbstverständlichkeit zu machen; und damit dem Argument, sie seien dazu nicht in der Lage, den Boden entziehen.

Allerdings stimmt es auch, dass eine Quote nur ein kleiner Teil ist, wenn man wirklich eine Gleichberechtigung der Geschlechter erreichen will. Denn die Vorurteile, die sexistischen Auswahlverfahren zu Grunde liegen, sind gesellschaftlich weit verbreitet (übrigens auch bei Frauen) - und die zu beseitigen, dazu reicht ein relativ einfaches Instument wie die Quote nicht aus.

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Kommentar von Unsinkable2
16.06.2016, 22:55

Ein Quote hätte die Chance, Frauen in Führungspositionen auf lange Perspektive zu einer Selbstverständlichkeit zu machen; und damit dem Argument, sie seien dazu nicht in der Lage, den Boden entziehen.

Es ist nicht so, dass man es nicht immer wieder versuchen würde, Exisaur.

Doch - du kannst auch das "Klischee" nennen - Frauen liegt im Allgemeinen die laute, rülpsende und furzende Art, mit der Männer ihr Revier markieren, nicht. Sie bevorzugen die stillere, die subtilere Art. Und sie neigen auch - zumindest jenseits des Sommerschlussverkaufs ;) - nicht dazu, ihre Ellenbogen auszufahren und gewaltsam Erfolg haben zu wollen. Stattdessen ist ihre ganze Biologie darauf ausgerichtet, 1.001 Gedanken - oft gleichzeitig - im Kopf zu haben und meist mehrere Probleme gleichzeitig vor- und zurückzuwälzen.

Dummerweise wird aber in dieser Gesellschaft nicht nach "Leistung" bewertet, denn in diesem Fall hätten zahllose männliche "Leistungsträger" unseres Landes einen sicheren Platz im Knast oder zumindest im Schuldturm.  

Es wird in dieser "individuellen" Gesellschaft vielmehr nach Lautstärke der Selbstdarstellung und Kraft der Ellenbogen bewertet: Wer sich am lautesten und weitschweifigsten selbst loben, fremde Leistungen am glaubhaftesten als eigene verkaufen und dabei möglichst lange andere vom Rednerpult fernhalten kann, der wird "Spitzen-Mann" genannt. ... Und da sind wir wieder bei "Defiziten" der Frau: Ihr liegt es einfach nicht, sich rülpsend und furzend ans Rednerpult zu stellen und laut über ihre Scheinerfolge zu schwadronieren, während der Kopf völlig leer ist...

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Und deshalb werden Frauen auf diesem Weg auch weiterhin brachial scheitern. Nicht alle. Denn es gibt auch Frauen, die sich "integrieren" können, und die so ihren Weg gehen.

Doch das sind Ausnahmen; und nicht die Regel. Denn die Schwelle ist verdammt hoch. Und die gesamte Biologie stemmt sich dagegen.

Um nur ein einziges Beispiel zu nennen, an dem du selbst (falls du eine Frau bist, was ich vermute ;)) testen kannst: Wie schnell bist du auf "180", wenn du mit deinem Mann/Freund oder deiner Frau/Freundin bei "Wir müssen mal reden" bist? Bleibst du cool? Kannst du dich distanzieren? Bleibst du bei der Sache? Fokussierst du deine Ziele, die du dir vorgenommen hast; oder lässt du dich von der Situation tragen und kommst vom Hundertsten ins Tausendste; lässt dich ablenken und irritieren? 

... Und, mindestens genauso wichtig: Kannst du nach einer solchen Auseinandersetzung innerhalb von wenigen Minuten aufs nächste Thema umschwenken und dich nur noch darauf konzentrieren? Oder sagt dir dein ganzer Körper und allen voran der Kopf, dass du jetzt noch stundenlang schmollen und "darüber nachdenken" musst und gar nicht aufnahmefähig bist?

In der "höheren Geschäftswelt" musst du das können, denn anderenfalls wirst du von "cooleren Typen" nach Strich und Faden über den Tisch gezogen, weil eben auch immer die kleinen, subtilen emotionalen Elemente in Verhandlungen genutzt werden, um in eine vorteilhaftere Position zu kommen.

All das ist nicht "böse" gemeint, sondern soll dir einen Denkanstoß geben. Denn der erste Schritt in die richtige Richtung ist eine Analyse der tatsächlichen Stärken und Schwächen, und nicht etwa die - immer wieder versuchte - absolute Gleichmacherei auf Teufel komm raus.

Denn diese Welt wurde über Jahrtausende auf Männer ausgerichtet. Und es ist ein höchst fragwürdiges Zeichen, mit einem über Jahrtausende trainierten Gegner zu seinen Bedingungen kämpfen zu wollen; ... und dann auch noch zu glauben, dass das "clever" sei...

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Gleichberechtigung ist mehr als die Frauenquote, ja.
Die Frauenquote betrifft ganz exakt Börsennotierte Unternehmen.
30% von ca. 100 Unternehmen müssen also 30 Frauen den Vorzug geben.
Es betrifft nur die Aufsichtsräte.
Wir reden also von 30 Frauen.
Wer sich da benachteiligt fühlt, wenn 70 Männer und 30 Frauen in Aufsichtsräten sitzten .....


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-03/frauenquote-bundestag-gesetz

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Die Frauenquote hat rein garnichts mit Demokratie zu tun, entspricht haargenau dem was unter Stalin und dann später in den sozialistischen Ländern praktiziert wurde, nämlich eine vorgetäuschte Theaterposse, die demokratisch wirken sollte. wie kann es sein, dass in Parteiversammlungen sagen wir mal 80% Männer und nur 20% Frauen sind, - so was kommt recht oft vor - dann aber im Vorstand eine Parität vorherrscht. Es kommt so gar noch gespenstischer, 2 Frauen im Vorstand ja bitte, 2 Männer im Vorstand - nein Danke. Wo geschieht`s? Nun bei den Grünen. Diese Männer dort müssen wohl wahre Fiffis sein, sich so was bieten zu lassen, schlimmer noch diese Wasser,- als auch Schleppenträger der dortigen Radikalfeministinnen haben für all das auch noch die Bahn frei gemacht.

Da kann man mal sehen, dass zahlreiche Vertreter meines Geschlechts offensichtlich der Esel im Galopp verloren hat, diese nicht alle am Christbaum haben. Woran liegt`s, der Mann als Ritter und Frauenromantiker in einem. tz-tz-tz ("je cherche la femme", "ich brauch unbedingt ne Frau" ja warum eigentlich unverbesserlicher Knallkopp?) 

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Kommentar von DreiGegengifts
16.06.2016, 15:28

Ich hätte gerne Argumente widerlegt. Aber ich konnte im Text keines finden. Bei den anderen wurde ich überall fündig. Oder hab ich was übersehen?


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Frauenquote hängt kaum mit der Gleichberechtigung zusammen. Frauenquote erzwingt zu etwas, was gar keinen Sinn macht. Stattdessen müsste man die Gesetze nach dem Ansatz gestaltet werden, dass es gar nicht nach Frauen oder Männer unterschieden wird. Diese Frauenquote ist das genaue Gegenteil, denn es wird nach Geschlecht gerichtet und das fördert nicht im Geringsten die Gleichberechtigung.

Vielmehr sollte man es verbieten, dass irgendetwas überhaupt nach Geschlecht gerichtet wird. Es sollte nach Leistung und Qualität gerichtet werden.

Ein Gesetz, der eine offensichtliche Benachteiligung der Frauen - weil sie Frauen sind - verbietet, ist sinnvoller.

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Kommentar von DreiGegengifts
16.06.2016, 14:26

Vielmehr sollte man es verbieten, dass irgendetwas überhaupt nach Geschlecht gerichtet wird.

Genau das forciert man ja mit einer Quote. Da sich die Arbeitgeber nach Geschlecht richten, schreibt man ihnen vor, dass bei x% nicht das üblicherweise favorisierte Geschlecht genommen werden darf.

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Kommentar von atzef
16.06.2016, 16:37

Sinnvoll ist, was die faktische Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen gegen letzte strukturelle Bastionen des patriarchats fördert.

Und da sind Frauenquoten ein absolutes Erfolgsmodell!

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"Heißt das, die Frauenquote benachteiligt die Männer?"
Nein tut sie nicht. Nicht im großen und ganzen.
Aber die Frauenquote löst trotzdem nicht das Problem in unserer Gesellschaft.
Frauen werden auf der Karriereleiter eben oft von Männern nicht so ernst genommen, eine Frauenquote ändert daran nichts.
Positionen sollten nach Leistung vergeben werden, nicht nach Geschlecht. Wenn es eine Frau besser macht dann sollte sie nicht benachteiligt werden, aber wenn es in einem Umfeld eben einen qulifizierteren Mann gibt sollte er aufgrund der Frauenquote nicht abgewiesen werden.
Das Problem lässt sich durch eine pauschale Regelung einfach nicht lösen.

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Kommentar von Martinantwortet
16.06.2016, 14:16

Wahre Worte. Gesellschaftliche Veränderungen sind noch nie mit der Brechstange realisiert worden.

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Kommentar von TaErAlSahfer
16.06.2016, 14:16

Gibt ja auch eine ganze Menge Frauen, welche diese Quote nicht gut finden, weil sie einfach keine Quotenfrau sein wollen, sondern es aufgrund ihrer Leistung schaffen wollen.

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Kommentar von unddannkamessah
16.06.2016, 14:51

Inwiefern ist das keine Brechstange? Im übertragenen Sinne.
Eine Gesetzgebung die Leuten ein faires Denken und Handeln lehren soll, aber stattdessen lediglich Leuten durch die Kraft des Gestetzes die Machtverhältnisse aufzwingt.

"Und gesellschaftliche Veränderungen wurden schon oft durch gesetzliche Bestimmungen forciert."

Aber dieses Gesetz ändert doch nichts am Denken über Frauen als qualifizierte Führungskräfte? Klar gab es schon viele Veränderungen deswegen, keine Frage.

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Kommentar von unddannkamessah
16.06.2016, 15:45

Das ändert trotzdem nichts an der Einstellung Frauen gegenüber, nur weil Frauen im Aufsichtsrat sitzen schützt sie das doch nicht vor Verachtung und Diskriminierung?
Egal wie viel Mitbestimmungsrecht, kein Chef, egal welche Position in der Hierarchie hat Einfluss auf das Denken der Menschen.
Die Hoffnung besteht darin dass sich Frauen in Zukunft durch die geänderten Strukturen besser etablieren können, ja.

Das lässt sich allerdings nicht anhand einer Abstimmung bestätigen wie bei einem Wahlrecht, das durch eine Wahl beschlossen wird, sondern eben ob es sich im Denken der Männer durchsetzten kann. Das ist nicht zu vergleichen.

Und wie du selbst mehr oder weniger in den Kommentaren beschrieben hast, ist eine brachiale Gesetzesänderung zur Lösung eines Problems sehrwohl eine metaphorische Brechstange, was hast du daran auszusetzen? Das ist einfach ein Fakt.
Ohne einen radikalen Schritt wäre so etwas doch unmöglich.

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Wenn Gleichberechtigung darin bestehen soll, dass z.B. zwei Geschlechter dieselben Chancen haben, eine Position, sagen wir in einem Vorstand, zu erreichen, dann besteht Gleichberechtigung darin, dass beide Geschlechter die gleichen Zugangschancen haben. 

Eine Quote richtet sich auf eine Verteilung, meint also gerade nicht den Zugang zu einer Positionsverteilung, sondern die Besetzung der Position (also den Vorstandsposten). Entsprechend steht eine Quote nicht nur im Gegensatz zu Verteilungskriterien, die die Vergabe des Vorstandspostens an  z.B. Leistung, Qualifikation oder Motivation knüpfen, sie ist auch das Gegenteil von Gleichberechtigung, denn die Gleichberechtigung in der Chance, eine Position zu erreichen, wird durch eine Quote gerade beseitigt.

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Welche "Frauenquote" meinst du überhaupt?

Ansosnte sind Frauen seit jahrtausenden systematisch unterdrückte zweitklassige Menschen gewesen.

I Deutschlad sind sie gerade eimal knapp hundert Jahre den Männern formal gleichgestellt - und erst seit den sSiebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden systematische gesetzliche Benachteiligugen beseitigt.

Da braucht es gelegentlich hier und da mal einer kleinen Starthilfe...

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Frauenquote ist das Gegenteil von Gleichberechtigung.

Frauenquote heißt, dass immer eine Frau eingestellt wird, solange die Quote noch nicht erfüllt ist, egal wie unfähig sie im Vergleich zu den männlichen Mitbewerbern ist. Das beste aktuelle Beispiel ist Ursula von der Leihen. Die ist sowas von unfähig, die hätte den Posten als Verteidigungsminister niemals bekommen, wenn sie ein Mann wäre. Ein anderes schönes Beispiel ist das Professorinnenprogramm. Hier werden rechtswidrig Stellen de fakto nur für Frauen ausgeschrieben.

Frauenquote ist sexuelle Diskriminierung pur. Aber gegenüber Männern.

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Kommentar von DreiGegengifts
16.06.2016, 15:24

egal wie unfähig sie im Vergleich zu den männlichen Mitbewerbern ist

Nö. Bzw. gilt das ja umgekehrt genauso:

"Keine Frauenquote heißt, keine Frau eingestellt wird, egal wie fähig und überlegen sie im Vergleich zu den männlichen Mitbewerbern ist."

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Kommentar von atzef
16.06.2016, 16:58

Das ist eine ahnungslose und völlig falsche Tatsachenbehauptung. Nirgendwo werden schlechter qualifizierte Frauen besser qualifizierten Männern gegenüber bevorteilt.

Auch die Verteidigungsministerin, die einen beanstandungslosen Job macht, taugt da nicht als Gegenbeispiel.

Vielmehr solltest du dir klarmachen, dass die ganzen Materialunzulänglichkeiten, die Uschi nun auszubaden hat (Drohnen, G 36 etc.) von ihren männlichen Vorgängern zu verantworten sind!

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Kommentar von voayager
16.06.2016, 18:38

an der Uni in Leipzig die neue Anredeform: Herr Professorin!

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Eine Frauenquote, die nicht auf Leistung sondern dem Geschlecht beruht, ist nichts anderes als eine Diskriminierung von Männern. Gleichberechtigung bedeutet nicht Gleichheit im Ergebnis, sondern Gleichheit in den Chancen. Daran ändert auch eine von Feministen imaginierte "gläserne Decke" etwas. Im Moment laufen gesetzliche Maßnahmen auch Gleichstellung hinaus, nicht auf Gleichberechtigung. Künstliche Gleichstellung von Ungleichem ist jedoch unzulässig.

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Kommentar von DreiGegengifts
16.06.2016, 15:25

ist nichts anderes als eine Diskriminierung von Männern

Nö. Sie verkleinert lediglich die Diskriminierung der Frauen.

Gleichberechtigung bedeutet Gleichheit in den Chance

= Frauenquote

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Die Frauenquote benachteiligt nach meiner Ansicht in erster Linie die Intelligenz.

Eine Unternehmung gleich welcher Art sucht die Arbeitskräfte grundlegend nach Qualifikationen aus.

Wenn nun eine Frau bessere Qualifikationen als ein Mann hat, dann wird sie auch eingestellt.

Wenn aber jetzt die männlichen Bewerber bessere Qualifikationen haben, warum soll ich die jetzt wegen einer Quote benachteiligen ?

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Kommentar von atzef
16.06.2016, 17:07

Keine Frauenquote fordert eine Benachteiligung besser qualifizierter Männer gegenüber Frauen, sondern die bevorzugung gleichqualifizierter Frauen gegenüber Männern, weil ansonsten die Frauen aufgrund ihres Geschlechts aussortiert werden würden.

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Nein, Gleichberechtigung findet im Kopf statt. Diese Sesselfurzer würden nie zulassen dass eine Frau freiwillig in die höhere Positionen kommt, stattdessen zwingt man es ihnen auf. Ausserdem sollten die Menschen nach Qualität und nicht nach Geschlecht ausgesucht werden, für die Frauen ist die Frauenquote eine positive Diskriminierung, wir werden Ausgesucht weil wir Frauen sind, nicht wegen unseren Qualitäten. - Na super. 

Die Gesellschaft muss sich ändern und da kann kein Gesetz helfen, Sexismus und Gleichgültigkeit lassen sich nicht verbieten.

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Kommentar von DreiGegengifts
16.06.2016, 14:31

Die Gesellschaft muss sich ändern und da kann kein Gesetz helfen

Die Gesellschaft ändert sich mit den Gesetzen.

In der Schweiz gäbe es im letzten Kanton heute noch kein Wahlrecht für Frauen, wenn den Frauen nicht in den 90er Jahren bescheinigt worden wäre, dass das reine Männerwahlrecht gegen die Verfassung verstößt.

25 Jahre später wäre ein reines Männerwahlrecht gar nicht mehr denkbar, weil nun Frauen mitbestimmen. Das kann man 1:1 auf die Geschichte mit der Frauenquote übertragen.

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