Frauenhaus- gibts auch Männerhäuser?

21 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich glaube es gibt davon 2 in Deutschland, allerdings in privater Trägerschaft.

http://www.maennerwohnhilfe.de/

Leider findet es viel zu wenig Beachtung, dass auch Männer Opfer von Gewalt durch ihre Partnerinnen sein können

Leider gibts nur einmal DH, hast mehr verdient ;-)

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@FrauWinter

Kommentare kann man auch bewerten (siehe den Daumen unter diesen); so kannst Du noch einmal ein DH setzen...

MfG Fantho

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Wenn mehr Männerhäuser gebraucht würden, würde es mehr Männerhäuser geben.

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@Dummie42

Krankenhäuser und Schulen sind marode, dafür wird in die Rüstungsindustrie investiert. Denk mal drüber nach lieber Dummie42! ;)

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@Dummie42

Wenn es mehr Männerhäuser geben würde, würde man sich wohl anfangen zu fragen "warum" das so ist.

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@Dummie42

Nicht logisch, denn die Realität zeigt auf, dass dem nicht so ist oder sein muss. Ein Beispiel: Es werden mehr KiTas gebraucht, sind aber dennoch nicht genug vorhanden....

MfG Fantho

2
@Dummie42

Das ist ein gesellschaftliches "Ding", dass anscheinend nicht mehr gebraucht werden. Es ist einfach nicht anerkannt genug, dass auch Männer durchaus solcher Hilfe bedürfen könnten. Man(n) ist doch noch sehr in seine Rolle gepresst und so ein Männerhaus passt nicht ins Bild. Der Mann in so einer Lage hat keine Chance, akzeptiert, also "für voll" genommen zu werden. Aus diesem Grund, an dem die Gesellschaft noch sehr sehr viel arbeiten muss - an sich selbst und der eigenen "allgemeinen" Einstellung zur Sache - gibt es nur wenig Nachfrage. Daher erscheint der Bedarf niedrig.

Männer stecken doch heutzutage mit ihrem "Männerbild" und "Mann sein" ohnehin in einem gesellschaftlichen Dilemma. Es braucht noch so einiges an Aufklärungsarbeit und Strukturwandel, bis sich in der Hinsicht ein neues akzeptables (von Männern für Männer akzeptiertes) Männerbild etablieren kann.

Leider bremsen sich da viele Gruppen von Männern selbst aus und blocken ab. Ein Phänomen von "Stammtischmentalität" der eher unteren Bildungsschichten, wo die (männliche) Fassade hoch geschätzt und um jeden Preis aufrecht erhalten werden muss. Hier stößt man sehr häufig noch auf absolute Empörung, wenn es darum geht, diesen Horizont zu erweitern. Andere Gruppierungen sind davon natürlich nicht ganz auszuschließen.

Ich sehe da noch nicht allzuviel Bewegung, wahrscheinlich wird das wohl noch 10-20 Jahre dauern.

Ein Buchtipp für Männer: Männerseelen. Gibts bei Amazon. Frauen dürfens natürlich auch lesen. Aber psst ;-)

7
@FrauWinter

danke für die vielen DH's^^ zu der Aussage: wenn mehr solche Häuser gebraucht werden würden, würden auch mehr gebaut...

Leider ist dem nicht so, denn in unserer Gesellschaft ist es immer noch so, dass Männer stark zu sein haben. Die Tatsache, dass auch Frauen Gewalttäter in der Beziehung sein können, wird verdrängt und das Opfer (der Mann) als Weichei abgestempelt

3
@Dummie42

Nomen est Omen. facepalm

Schreibst du derartiges eigentlich auch unter den Thread zu Spenderherzen, Kinderbetreuungsstellen, oder Arbeitsplätzen?

2
@FrauWinter

Das ist ein gesellschaftliches "Ding", dass anscheinend nicht mehr gebraucht werden.

Nö. Das hat eher was mit der Physiologie zu tun. Bzw. die Einbildung es wäre etwas anderes, mit linkem Spießbürgertum und Genderwahn.

Es ist einfach nicht anerkannt genug, dass auch Männer durchaus solcher Hilfe bedürfen könnten.

Wieso sollte das nicht anerkannt sein? Das ist vielleicht in einigen beengten Herzen nicht anerkannt - ansonsten ist das ganz normal. Um aber eine Einrichtung auf die Beine zu stellen bedarf es genügend Opfer die Schutz suchen. Und da wird es so viele nicht geben, weil die meiste Gewalt nun mal vom Manne ausgeht.

an dem die Gesellschaft noch sehr sehr viel arbeiten muss - an sich selbst und der eigenen "allgemeinen" Einstellung zur Sache

nö also ich hab schon fertig

Es braucht noch so einiges an Aufklärungsarbeit und Strukturwandel, bis sich in der Hinsicht ein neues akzeptables (von Männern für Männer akzeptiertes) Männerbild etablieren kann.

Repräsentiert das jetzt etwa die weibliche Sicht auf die Dinge?

Ne mal im ernst: Absoluter Humbug. Da gingen einige Dogmen nach hinten los.

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@Syclo

Schreibst du derartiges eigentlich auch unter den Thread zu Spenderherzen, Kinderbetreuungsstellen, oder Arbeitsplätzen?

Gähn. Nach dem gefühlten 10. sinnlosen Kommentar zu dieser Aussage hier vielleicht der Hinweis, dass es wohl einfach darum geht, dass es keine Anzeichen für einen Bedarf gibt.

btw. DH Dummie

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@Gegengift

Bedarf ist da, nur wird nicht so offen darüber geredet.

http://www.psychomeda.de/psychologie-blog/auch-maenner-brauchen-hilfe-maennerhaeuser-familienhaeuser.html

Um ehrlich zu sein, habe ich das bis vor zwei Jahren auch nicht ernst genommen. Ein Kumpel von mir kam dann allerdings öfters mit kleineren Verletzungen in die Uni und auf mehrmaliges Nachfragen kam dann schließlich heraus, dass seiner Göttergattin öfters mal die Hand ausrutschte. Ihm war es peinlich und ich musste ihm versprechen, es niemandem zu sagen. Ein Mann, der sich von seiner Frau schlagen lässt? Ich bitte dich, wer hätte das vor einigen Jahren noch ernst genommen?

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@Mewchen

Bedarf ist da, nur wird nicht so offen darüber geredet.

Nö ist er nicht. Oder worauf stützt sich denn die Behauptung?

In Ketzin gibt es für acht Betroffene Platz, sie können auch ihre Kinder mitbringen. Besonders voll ist es im Männerhaus bisher allerdings nicht. http://www.taz.de/!46423/

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@Gegengift

Als Mann ins Männerhaus müssen - dem Stigma will sich keiner aussetzen.

Es gibt genug, die es nötig hätten, Hilfe zu bekommen. Aber sie gehen nicht hin. Das ist das Problem, das ich vorher schon angesprochen hatte. Man kann noch 500 Männerheime bauen, solange sich die Akzeptanz derer mitsamt der Hintergründe nicht ändert, werden sie auch leer bleiben.

2
@Gegengift

hast du den link überhaupt gelesen? Die Handgreiflichkeiten gegen Männer sind fast genauso hoch wie die von Männern gegen Frauen begangenen Gewalttaten.

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@FrauWinter

Schön und gut. Aber aus was speist sich die Annahme es gäbe so eine hohe Nachfrage?

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@Mewchen

Nein sind sie nicht. Den Link habe ich komplett gelesen und auch einige Zahlen aus dieser Studie. Aus der geht derartiges nicht hervor.

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@lupfi

Es geht nicht nur um Handgreiflichkeiten. Auch um psychische und sexualisierte Gewalt.

Auch schon im Kindes- und Jugendalter sind viele von Gewalt betroffen. Statistiken zeigen, dass 30-50% aller von sex. Kindesmissbrauch betroffenen Kinder männlich sind. Noch vor wenigen Jahren dachte man noch an allerhöchstens 5-10% (30-50% da bei den Untersuchungen "Kindesmissbrauch" unterschiedlich definiert wurde)

Von den Betroffenen, die ich betreue und betreut habe waren mehr als 60% Männer. Wenn ich an meine Schüler denke... sind mir bislang ausschließlich Fälle von körperlicher Misshandlung bei männlichen Jugendlichen bekannt geworden. Das ist sicher Zufall und ich schließe nicht aus, dass es auch betroffene Mädchen gibt. Betroffene Jungen benehmen sich oft einfach viel auffälliger.

Bezeichnenderweise fallen besonders die Männer, die eine entsprechende Stigmatisierung und "entmännlichung" aufgrund eigener Erfahrungen mit Gewalt und damit einhergehender Machtlosigkeit fürchten, durch übertrieben männliches Gehabe auf.

1
@Gegengift

Dann hast du den Anfang direkt übersprungen?

Auch nach Berichten vieler Kollegen und Betroffenen ( - Verbänden) sowie Untersuchungen ist der gr. Bedarf an "Männerhäusern" offensichtlich. Studien belegen, dass Männer, männl. Jugendliche und Kinder etwa genauso oft Opfer häuslicher Gewalt sind wie Frauen. Zusätzlich noch oft außerfamiliärer physischer, psych., seel. Gewalt.

1
@Gegengift

Ich zitiere mal aus dem Link den du gelesen haben willst...

Nach Peter Thiel, Initiator des Berliner Männerhauses, in einem Interview mit der SH.Z im Oktober 2012 liegt dort der Bedarf bei "rund 1000 Fällen im Jahr, in denen Situationen derart eskalieren, dass es für die Männer richtig gefährlich wird". Das Männerhaus dort ist, ähnlich wie das andere in Oldenburg, völlig überlaufen und zeigt so auch in der Praxis enormen Bedarf

Daraus ergibt sich sogar, dass sich in den letzten 2-3 Jahren was getan hat, (seit meiner letzten Recherche) und in Berlin tatsächlich die Anlaufstelle "Männerhaus" angenommen und genutzt wird.

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@FrauWinter

schön, dass es doch noch Leute gibt, die lesen können...

Aber ich sehe schon das Problem hier: Frauen sind IMMER die Opfer, Männer nie. Das sind dann nur Weicheier, die sollen sich mal nicht so anstellen...

Es kann nicht sein, was nicht sein darf...

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@FrauWinter

Dann hast du den Anfang direkt übersprungen?

Ich kann dir da nur auch nicht helfen. Die Studien belegen so etwas nicht. Die Aussage in diesem zweifelhaften Artikel ist Unsinn. Dazu einen Blick in die Studie. Dass Interessengruppen Studienergebnisse verdrehen ist jetzt nichts neues. Ich hab aber vorher schon gesagt, dass die Studie so eine Aussage gar nicht zulässt. Mal davon abgesehen, dass die Methodik der Studien so wie so schon unzureichend ist, da die Art und Weise der Gewalt keine Gewichtung fand und die Art der Datengewinnung durch Interviews mehr Fragen aufwirft als beantwortet.

Das einzige was in etwa gleich verteilt ist laut der Pilotstudie, sind Aggressionen. Aggressionen gehen in etwa von beiden Seiten gleich aus (das wird durch Befragung festgestellt). Bei "wahrnehmbarer" körperlicher Verletzungen (also auch so was wie ein von sich weg stoßen) liegen Männer nur bei 38%, die von dieser Art von Aggressionen betroffen sind. Und beim Thema um das es hier wohl geht nämlich das Verprügeln liegen Männer irgendwo bei 0%. Diese Studie selbst trifft eine Aussage über Aggressionen und zu nicht näher spezifizierter körperlicher Gewalt.. Die Interpretation der Zahlen wie im Artikel ist einfach nur total falsch.

Die Konsequenzen aus Gewalt sind für Frauen ganz andere, weil ihnen Gewalt in einem ganz anderem Ausmaß widerfährt als Männern.

Im Prinzip zeigen die Studien, dass Frauen zu zwei Drittel von Gewalt betroffen sind und Männer zu ein Drittel. Und von diesem einem Drittel ist nur ein Bruchteil derartige körperliche Gewalt um die es da geht, so wie sie bei Frauen sehr häufig vor kommt - sprich das Verprügeln und Schläge, was dann auch den Aufenthalt in einem speziellen Haus erfordert als Schutzzone.

Auch nach Berichten vieler Kollegen und Betroffenen ( - Verbänden) sowie Untersuchungen ist der gr. Bedarf an "Männerhäusern" offensichtlich.

In Ketzin gibt es für acht Betroffene Platz, sie können auch ihre Kinder mitbringen. Besonders voll ist es im Männerhaus bisher allerdings nicht.

http://www.taz.de/!46423/

Berichten können solche Einrichtungen viel. Je nach dem wie ehrlich man ist oder wie viel Gelder man bekommen möchte. Diese Behauptungen im Artikel ohne Quellenangaben kann ich nicht ernst nehmen

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@Gegengift

Der Artikel ist übrigens ein Blogbeitrag und nicht redaktionell. Und ich denke dass hier auch viele dem Trugschluss erlegen, Gewalt sei Gewalt. Gut möglich dass Psychotherapeuten mit weiblicher Aggression und Gewalt genauso oft zu tun haben wie mit männlicher. Das will niemand bestreiten - sehr wahrscheinlich ist das so. Nur ist Schlagen und Verprügeln etwas anderes als Aggression oder an sich das körperlich werden. Frauenhäuser dienen aber primär dazu Frauen aufzunehmen, die körperlich misshandelt oder vergewaltigt werden. Sie sind nicht dazu da einen Schutzraum gegen Aggressionen innerhalb einer Beziehung zu geben. Dann nämlich können wir anfangen hunderttausende neue Häuser zu bauen - für Frauen wie für Männer.

Bei der Mordrate liegen übrigens auch die Männer weit vorne. Nur ca. ein Siebtel der Opfer sind Männer. Und beim geplanten Mord muss man bedenken, dass der schon von seiner Art eher auf die Frau "zugeschnitten" ist. Er ist in vielen Fällen die einzige Möglichkeit für eine Frau den Aggressionen des Mannes zu entkommen und dürfte in vielen Fällen eine erweiterte Form der Notwehr sein. Und trotz diesem Umstandes sind nur ein Siebtel der Opfer Männer.

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@Gegengift

Weder "der Freitag" noch "der Spiegel" sind geeignete Quellen. Beide picken sich nur raus, was sie gerne hören wollen. Man sollte sich lieber mal die original Studie anschaauen.

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@FrauWinter

picken sich nur raus, was sie gerne hören wollen

Wovon hier wohl einige ein Lied singen können

Man sollte sich lieber mal die original Studie anschaauen.

Nö das hab ich ja gemacht. Die Studien erfassen die Art der Gewalt nicht. Von daher sind sie vollkommen ungeeignet festzustellen ob ein Bedarf für Männerhäuser besteht.

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@Gegengift

Weder "der Freitag" noch "der Spiegel" sind geeignete Quellen.

Und du meinst ein Blogbeitrag auf "psychomeda.de" wär da geeigneter ....

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@Gegengift

Ich verstehe berhaupt nicht, wieso du dich da so vehement wehrst!? Eigentlich hörst du dich an, wie eine von den Turbofeministinnen, die es nicht ertragen können, wenn man den Problemen der männlichen Bevölkerung entsprechende Gewichtung zubilligt. Und das als Mann, das würde mir zu denken geben... ;-)

Ich finde es grundsätzlich egal, ob nun 0,9 oder 1,2% häusliche Gewalt erleben (Unterschied in der Studie von männlichen zu weiblichen Opfern), wir haben ein Ungleichgewicht von 400 Frauenhäusern zu 2 Anlaufstellen für Männer. Von Beratungsstelle für männliche Opfer von sexuellem Missbrauch will ich gar nicht erst anfangen, da gibt es fast genauso große Lücken.

Unterm Strich finde ich es wichtig, dass man die Haltung entwickelt, dass es in Ordnung ist, sich Hilfe zu suchen, ganz unabhängig vom Geschlecht. Wenn es da Fortschritte gäbe, bin ich mir sicher, wird sich auch das Bewusstsein ändern und die Leute werden merken, wie dürftig das Angebot ist.

Du kannst endlos "Beweise" sammeln, dass es den Männern ganz toll geht und sie die Gewalttäter sind. Das ändert absolut nichts daran, dass es auch Opfer gibt. Opfer die du nicht sehen willst und denen du die Bedürftigkeit absprichst. Aber das steht dir nicht zu. Jeder darf selbst entscheiden, ob und inwiefern eine Situation belastend ist und ob man Hilfe haben möchte. Wie gesagt, wenn man(n) dann in so einer Situation steckt wäre es doch eine gute Sache wenn man sich auch trauen darf, sich Hilfe zu holen, ganz ohne "Weichei-Stigmata".

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@FrauWinter

Eigentlich hörst du dich an, wie eine von den Turbofeministinnen

Wirklich? Eigentlich habe ich nur einigen Unsinn in Zusammenhang mit den Studien aufgedröselt und erläutert. Ich hätte darauf eigentlich sachliche Gegenargumente erwartet, denen ich mit Spannung entgegen blickte. Nun wurde ich allerdings überrascht.

das würde mir zu denken geben... ;-)

Du meinst es sollte mir zu denken geben, wenn ich als Mann die Verharmlosung und Verleugnung von Gewalt ablehne?

(Unterschied in der Studie von männlichen zu weiblichen Opfern)

Du scheinst nicht wirklich begriffen zu haben worum es in diesen Studien ging. Hier wurde nicht festgestellt um welche Art der Gewalt es sich handelt. Aggressionen gehen immer von beiden Geschlechtern aus. Schutzhäuser bedarf es hierfür jedoch nicht. Diese sind für misshandelte, unterdrückte und vergewaltigte Menschen da und diese Menschen sind fast ausschließlich Frauen.

Das ändert absolut nichts daran, dass es auch Opfer gibt.

Opfer von was genau denn? Dass es zahlreiche Männer gibt, die Opfer der Aggressionen von Frauen werden ist ohne Zweifel richtig. Es ist auch richtig, dass diese Männer Hilfe bekommen sollen mit dieser Situation umzugehen wenn es sie belastet (da würde ich aber mal die Betonung des Geschlechts aussetzen da unangebracht, da das eine geschlechtsunabhängige Situation ist, die beide Geschlechter gleichermaßen trifft). Aber dafür bedarf es keine Schutzhäuser sondern wenn dann Beratungsstellen. Und es bedarf dafür auch nicht diese hässlichen Relativierungen.

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@Gegengift

Du meinst es sollte mir zu denken geben, wenn ich als Mann die Verharmlosung und Verleugnung von Gewalt ablehne?

Bislang bist doch du derjenige, der hier verharmlost

Schutzhäuser bedarf es hierfür jedoch nicht. Diese sind für misshandelte, unterdrückte und vergewaltigte Menschen da und diese Menschen sind fast ausschließlich Frauen.

Ich glaube du siehst die Sache mit den Schutzhäusern unter einem zu einseitigen Blickwinkel. Es soll gar nicht um den Schutz vor Verbrechen und Vergewaltigung gehen, so wie es bestimmt bei manchen Frauen der Fall ist.und eventuell auch bei dem ein oder anderen Mann. Allerdings gibt es sehr wohl auch misshandelte, unterdrückte und vergewaltigte Männer.

Selbst wenn wir nur ein Opfer aus 1 Million Menschen in Deutschland im Jahr hätten - was wirklich wenig ist - bräuchte es um die 80 Plätze. Genug für 10 Männerheime. Dazu kommen ja auch noch die, die es nicht ganz so übel erleben zuhause und trotzdem raus wollen.

Es soll eine Option für Männer darstellen, erst mal unter zu kommen, wenn sie sich dazu aufraffen konnten, die aggressive Ehefrau zu verlassen. Sowas ist meist kein von langer Hand geplanter Prozess mit Wohnungssuche und Lebensplanung etc. sondern eher der Moment, wo das Fass überläuft und man mit fliegenden Fahnen irgendwo Zuflucht sucht. Vielleicht sogar mit den Kindern unterm Arm. Vielleicht gibts auch mal eine Eskalation daheim und man muss schnell raus.

Nach dem Motto "Ich will keine Psychospielchen und Ohrfeigen mehr ertragen müssen, will nicht mehr jeden Abend streiten weil sie das Kind schlagen will, will nicht mehr wie Dreck behandelt werden..... und genau JETZT in diesem Moment finde ich die Kraft tatsächlich zu gehen. Gestern hatte ich sie nicht und in einer Stunde habe ich sie vllt auch nicht mehr"

Aber auf jeden Fall fehlt es auch an Beratungsstellen, ein ziemlich wichtiger Punkt. In Frankfurt gibt es gar eine, die Opfer und Täter gleichermaßen berät. Für die meisten Opfer die ich kennen gelernt habe, ein absolutes Unding.

Hier wurde nicht festgestellt um welche Art der Gewalt es sich handelt.

Das habe ich versucht zu erklären - es ist nicht relevant, um welche Art von Gewalt e sich handelt. Alles was wichtig ist, ist wie die Gewalt vom Opfer empfunden wird. Dies ist zu individuell, um da als Außenstehender als "relevant" oder "nicht relevant" zu unterscheiden. Für den einen ist es eine absolute Horrorsituation, täglich drei mal böse angeschaut zu werden, während der andere nach der täglichen Prügel mit dem Gürtel noch ganz gut klar zu kommen scheint. Deswegen finde ich es gerade gut, dass man da keinen Unterschied gemacht hat, sondern nach dem ging, was die Befragten für sich selbst als gewaltsam eingestuft haben. An der Tür von so einem Frauen - oder Männerhaus wird auch keiner sagen "hör mal, das ist nicht schlimm genug, geh gefälligst wieder nach hause!"

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@FrauWinter

Allerdings gibt es sehr wohl auch misshandelte, unterdrückte und vergewaltigte Männer.

Ja es gibt nichts was es nicht gibt. Das ändert aber an der statistischen Irrelevanz nichts.

Selbst wenn wir nur ein Opfer aus 1 Million Menschen in Deutschland im Jahr hätten - was wirklich wenig ist - bräuchte es um die 80 Plätze. Genug für 10 Männerheime.

Nö das ist ne Milchmädchenrechnung. Das würde nur hinhauen, wenn diese Leute dann 12 Monate in diesem Haus blieben.

Dazu kommen ja auch noch die, die es nicht ganz so übel erleben zuhause und trotzdem raus wollen.

Das schöne ist, dass man auch einfach ausziehen kann. Der Mann hats da im allgemeinen auch leichter, da er öfter der Verdiener ist und ganz selten Kinder an der Backe hat

Es soll eine Option für Männer darstellen, erst mal unter zu kommen, wenn sie sich dazu aufraffen konnten, die aggressive Ehefrau zu verlassen.

Ist ja ok. Aber meinst du nicht dass man da auch mal bei einem Kumpel pennen kann? Braucht es dafür Schutzhäuser?

Vielleicht sogar mit den Kindern unterm Arm.

Wie oft kommt das vor, dass der Mann mit den Kindern vor der Frau flüchtet. Das ist einfach nur noch total irrelevant. Ein Haus für solche Fälle würde die meiste Zeit leer stehen.

Aber auf jeden Fall fehlt es auch an Beratungsstellen

Es gibt einfach nicht für jede Eventualität im Leben eine Beratungsstelle. Es gibt ja für all diese Familienangelegenheiten zusammengefasst sehr wohl Beratungsstellen.

Für den einen ist es eine absolute Horrorsituation, täglich drei mal böse angeschaut zu werden

Sicher. Dafür braucht man aber keine Schutzhäuser sondern wenn dann eine Psychotherapie.

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@Gegengift

Du widerspricht einem sogar dann, wenn man dir in einzelnen Punkten mal Recht gibt. Daher fühle ich mich nicht genötigt, hier noch weiter zu antworten. Es wird eh ziemlich unübersichtlich, wer jetzt wem wo was kommentiert hat.

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@FrauWinter

Du musst dich zu keiner Zeit genötigt fühlen. Ich verstehe ja deine Argumentation. Ich verstehe auch, dass es sinnvoll ist sich für Menschen einzusetzen, die in einer Beziehung Aggressionen ausgesetzt sind. Aber wer meint der Bedarf an Frauenhäusern als Schutz vor Misshandlung und Vergewaltigung sei mit dem Bedarf an Männerhäusern in gleicher Funktion vergleichbar, liegt für meine Begriffe sehr fern der Realität.

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Habe Ich auch noch nicht gehört,aber damals habe Ich mir Hilfe beim Diakonischen Werk geholt.War selber im Frauenhaus,Die Diakonie hat mir weitergeholfen.Gewalt in der Ehe ist was Schlimmes,egal ob Mann oder Frau.Man sollte Keine Angst haben sich Hilfe zu suchen keiner hat verdient geschlagen und gedemütigt zu werden.Die Seele leidet ein Leben lang,auch bei einer bestehenden Neuen Beziehung,All.Gu

Hey, es gibt natürlich auch ein betreutes Männerheim. Warum denn auch nicht? Man stellt hier Frauen immer als die Unschuldigen dar...auch wenn ich es nicht gerne sage, aber es gibt Frauen die können durchaus gefährlich für manche Männer werden, wir Frauen sind garantiert nicht ganz so unschuldig...ich kenne einen jungen Mann aus meiner Selbsthilfegruppe, er ist derzeit auch in einem Männerheim dort gilt das selbe wie in einem Frauenhaus-die Adresse bleibt anonym.

Man stellt hier Frauen immer als die Unschuldigen dar...

Echt? Wann und wo passiert so was denn?

Frauen werden nur oft als Opfer dargestellt. Das liegt daran, dass sie oft Opfer sind. Im Bereich des Menschenhandels hat sich die Lage in Deutschland sehr verschlechtert. Ausbeuterische Prostitution nimmt ebenfalls stark zu. Dazu kommt die häusliche Gewalt und die gigantische Anzahl vergewaltigter Frauen.

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@Gegengift

Nein, man stellt sie auch immer als die Unschuldigen dar, dass sieht man wenn man die Augen offen hält. Du musst mir swas nicht erklären, das weiß ich schn zu gut selbst! Vergiss nicht, dass auch Männer verkauft werden und vergewaltigt werden können, das lässt man immer aus.

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@Sesshomarux33

Nö das ist Quatsch. Menschenhandel und Prostitution betrifft praktisch nur Frauen und häusliche Gewalt ebenfalls überwiegend.

2
@Gegengift

Ich verstehe nicht wie man dir dafür ein DH geben kann...natürlich überwiegend Frauen das habe ich selber geschrieben, aber auch Männer und das sollte man nicht ausser acht lassen! Männer werden auch verkauft genau wie Frauen.

2
@Gegengift

Du scheinst ja keine Ahnung zu haben...tut mir leid aber so ganz stimmt es nicht. Natürlich ist die Anzahl gering, aber Fakt: Männer werden oder müssen sich verkaufen! Auch Männer leiden unter folgenden Situationen es wird leider nur zu wenig Preis gegeben.

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@Sesshomarux33

Du scheinst ja keine Ahnung zu haben...

Ja wirklich nicht? Hast du dir auch schon einmal die Zahlen dazu angeschaut und hast dich mit dem Thema beschäftigt?

Auch Männer leiden unter folgenden Situationen

Und? Die Frage hier war ob die Anzahl misshandelter Männer ausreicht um dafür solche Stellen zu schaffen. Hier ein klares nein, da Schläge, Misshandlung und Vergewaltigung fast nur Frauen trifft.

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@Gegengift

Ja, wie gesagt ich kenne ein paar Männer aus meiner Selbsthilfegruppe, wie gesagt es ist zwar eine geringe Zahl aber es ist auch ein Fakt. Nur leider wird dem zu wenig Achtung geschenkt. Naja es trifft in den meisten Fällen Frauen, dass stimmt schon, allerdings gehen die Herren aus meiner Gruppe in ein Männerhaus bzw. Männer-WG. Man bietet immerhin Schutzwohnungen an und Häuser gibt es dazu auch.

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@Sesshomarux33

Nur leider wird dem zu wenig Achtung geschenkt.

Wirklich? Haben andere Opfergruppen nicht Vorrang wie z.B vergewaltigte und misshandelte Kinder - eine erschreckend große Gruppe. Die haben Glück wenn sie ein halbes oder ein Jahr nach einem traumatischen Erlebnis endlich einen Therapieplatz bekommen. Statt dessen Geld in Schutzhäuser für Männer investieren? Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln.

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@Gegengift

Das ist sehr schön für dich! Ich bin froh, dass es sowas für Männer gibt es kann jeder Opfer werden und jeder hat die gleiche Hilfe verdient, soviel zum Thema jeder Mensch ist vor dem deutschem Gesetz gleich. Das mit der Traumatherapie kann ich dir auch noch erklären, ich kenne welche mich damit eingeschlossen die selber Opfer sexueller Gewalt sind und deren Therapeut so wie mein Psychologe haben uns noch zwischen die Stunden schieben können, ein Trauma sollte so schnell wie möglich in Therapie kommen und da hatten wir keine ewige Warteliste abfristen müssen. Ich weiß, es gibt auch andere Fälle wie gesagt es ist alles möglich, aber im Normalfall läuft das ungefähr so ab. Naja es gibt überall schwarze Schafe.

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@Sesshomarux33

und jeder hat die gleiche Hilfe verdient

Klar. Aber auch Hilfeinrichtungen müssen sich irgendwie lohnen. Genügend Leute die es in Anspruch nehmen sollten vorhanden sein. Und zwar Männer die Schutz brauchen vor Misshandlung o. Vergewaltigung. Wer etwas anderes fordert, müsste das begründen finde ich.

und deren Therapeut so wie mein Psychologe haben uns noch zwischen die Stunden schieben können, ein Trauma sollte so schnell wie möglich in Therapie kommen und da hatten wir keine ewige Warteliste abfristen müssen

Das stimmt. Aber in wie fern das möglich ist kommt auch auf das Gebiet an. Es gibt Städte wo der Andrang auf halbwegs genügend Kapazität stößt, aber in anderen Gebieten sind die Listen hoffnunglos lang. Leider ist es keine Seltenheit, dass Vergewaltigungsopfer warten müssen, wenn eben viele traumatisierte und suizidgefährdete Menschen Hilfe suchen und alle eine dringende Behandlung brauchen. Inzwischen beschäftigt sich auch die Politik mit diesem Problem.

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@Gegengift

Sicher sollte sich das auch lohnen, wenn man Menschen helfen kann, dann lohnt es sich ja alleine deshalb ja. ^-^ So viel wie mein Therapeut mir sagte wird dafür gesorgt das jede Person mit einem erlittenem Trauma in sofortiger Behandlung kommt bzw. sobald es geht da sich ein Trauma ganz schön "ausweiten" kann. Es kommen dann ja noch sämtliche Vorfälle dazu Albträume, Angstzustände oder negative Gefühle verstärken sich. Wie lang solche Wartelisten sind weiß ich ja, aber man versucht immer hin diese Leute dazwischen zu bekommen. Was soll man denn sonst mit ihnen machen?

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