Frauenbeschneidung MSA!

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5 Antworten

Die Torturen der beschnittenen Frauen - Was müssen sie noch ertragen?

würde mir auf Anhieb einfallen. Dann könnt ihr auch schön darauf eingehen, welche unterschiedlichen "Beschneidungs"typen es gibt, wie viele dieser Frauen diese Verstümmelung überhaupt überleben und unter welchen Folgen die überlebenden Frauen zu leiden haben.

Wenn du es schaffst hierbei Neutral zu bleiben versuche es mit dem "Warum" überhaupt die Frau beschnitten wird.

Sollte die Leitfrage die biologische Sichtweise betreffen, dann wohl, mit welchen Folgen die Frauen im Laufe ihres Lebens zu kämpfen haben - sofern sie diesen "Eingriff" überleben.

Ursusmaritimus 01.09.2014, 14:11

Na ja, die überwiegende Anzahl der Frauen überlebt, sonst wäre diese Gesellschaftsgruppe ausgestorben.

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koenigscobra 01.09.2014, 14:27
@Ursusmaritimus

...auch wenn der überwiegende Anteil der Frauen überlebt, ist die Mortalität (Blutverlust, Infektionen) in der Folgezeit (kurz nach der Beschneidung oder auch Jahre danach, Bsp. Geburt) höher als bei Frauen, die nicht beschnitten wurden. Dieser Umstand sollte mE durchaus Erwähnung finden.

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Ursusmaritimus 01.09.2014, 14:35
@koenigscobra

Ich gebe dir grundsätzlich Recht, jedoch lässt sich dieses Problem nicht von "Außen" mit erhobenem Zeigefinger sondern nur von "Innen" durch veränderte Wahrnehmungsprozesse ändern.

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koenigscobra 01.09.2014, 14:56
@Ursusmaritimus

...als ich von "biologischer Sichtweise" schrieb, hatte ich vornehmlich die Fakten-/Sachlage im Sinn - und dazu gehört eben auch die Tatsache, dass Frauen durch diesen Eingriff bzw. die Folgen sterben bzw., sofern sie überleben, mit verschiedenen Komplikationen konfrontiert sind, die man durchaus als nachteilig für die Lebensqualität bezeichnen könnte. Nicht mehr und nicht weniger. Kein Moralapostelgetue, kein erhobener Zeigefinger. Auch wenn es ein emotional geladenes Thema ist, muss es im Zuge einer Präsentation sachlich aufbereitet werden. Inwiefern man fest im Brauchtum verankerte, oftmals Jahrunderte alte Traditionen mit einem "veränderten Wahrnehmungsprozess" beeinflussen/abändern kann, wage ich ehrlich gesagt nicht zu beurteilen.

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Ursusmaritimus 01.09.2014, 15:35
@koenigscobra

Wenn ich die Beschneidung nicht als kulturelle Notwendigkeit sondern als Verletzung wahrnehme habe ich den veränderten Wahrnehmungsprozess....

Rüdiger Nehberg hat es in seinen Gesprächen in Afrika auch so erkannt.......

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koenigscobra 01.09.2014, 15:57
@Ursusmaritimus

....und während Ägyptens Al-Azhar-Universität die FGM verbieten ließ, hob die indonesische Regierung durch den Druck von Muslimorganisationen das bestehende Verbot zur FGM auf - stattdessen wurden sogar offizielle Vorschriften erlassen, die die Durchführung der Beschneidung regelmentieren. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, aber hier einen Lösungsansatz zu finden ist insofern schwierig, da er allumfassend sein sollte und in vielen verschiedenen Gebieten/Kulturkreisen/Bevölkerungssschichten "greifen" muss. Aber das sollte nicht das Thema einer Biologie-Arbeit sein, sondern umfasst eher den soziologischen/gesellschaftlichen Aspekt dieser Thematik...

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Mein Tipp: wende Dich mit Deiner Frage an qualifizierte Institutionen, z.B. "Terre des Femmes" oder "Tabu e.V.". Du brauchst keine Hemmungen zu haben, die Leute dort sind sehr nett. Rufe einfach da mal an.

Weibliche Genitalverstümmelung - abgekürzt auch FGM genannt - hat ganz verschiedene Ausprägungen. Von einem Einritzen der Klitorisvorhaut oder der Amputation der Klitorisvorhaut (FGM Typ 1) bis zur sog. "pharaonischen Beschneidung", bei der alles weggeschnitten wird, sind viele Formen der Verstümmelung möglich. Auch werden sie keineswegs immer unter unhygienischen Bedingungen vorgenommen. In Ägypten zum Beispiel werden 77% aller weiblichen Beschneidungen unter hygienischen Bedingungen von medizinisch gut ausgebildetem Personal vorgenommen. Das macht sie keineswegs weniger verwerflich, dennoch lohnt es sich, sich einmal jenseits der gängigen Vorstellungen mit der weiblichen - am Besten auch mit der männlichen - Beschneidung zu befassen. Du hast also zwei Komplexe: einmal der medizinische Standard und einmal die Frage der Intensität - wie viel und was wird jeweils abgeschnitten.

Hieraus ergibt sich dann schon die Leitfrage, je nachdem, was Du von den gesammelten Informationen am Spannendsten findest. Ich würde also erst gründlich recherchieren und dann etwas herausgreifen, was ich am Interessantesten finde. Erst aus diesen Überlegungen heraus kann eine Leitfrage entwickelt werden, nicht umgekehrt.

Viel Erfolg!

Naja, ich würde als erstes nach dem Sinn fragen...

Ursusmaritimus 01.09.2014, 14:07

Das ist die Frage und die schwierigste Antwort überhaupt, dazu müsste man sich in die Gesellschaft (ohne Scheuklappen) dieser Menschen einfinden.

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