Frauenarzttermin, was wird gemacht?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Was passiert beim Frauenarzt?

Zunächst sollte ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patientin stattfinden. Es werden Fragen zur Krankengeschichte gestellt bzw. zu vorangegangenen Operationen und Erkrankungen.

Wichtig sind auch Angaben über den Zeitpunkt der ersten Periode (Menarche), das Datum der letzten Blutung bzw. zur Zyklusdauer und Blutungsstärke. Mitunter wird auch nach der Art der Monatshygiene gefragt, ob Tampons oder Binden verwendet werden.

Der Gesprächsverlauf ist sicher individuell unterschiedlich und abhängig vom Arzt, der Patientin und auch von der Situation. Damit sich der Arzt ein umfassendes Bild machen kann, sind auch Angaben zum sexuellen Verhalten notwendig. Sehr junge Mädchen brauchen davor keine Angst haben, denn das Gespräch kann auf Wunsch selbstverständlich ohne Beisein der Mutter geführt werden. Nicht vergessen: Der Arzt steht unter Schweigepflicht!

Erste Untersuchung beim Frauenarzt

Wichtig ist, dass beim ersten Besuch der Arzt vor der Untersuchung erklärt, was gemacht wird. Falls der Arzt dies unterlässt, kann die Patientin ihn darauf ansprechen und ihn bitten, ihr die Untersuchungsschritte zu erklären. Zusätzlich zu den Erklärungen zeigen manche Ärzte auch an Hand von anatomischen Zeichnungen oder Modellen, wie die Schritte ablaufen. Damit hat man eine bessere Vorstellung von dem, was während des Untersuchungsvorgangs passiert.

Da für die Patientin ein direktes Zuschauen nicht möglich ist, - was unter Umständen manchen Frauen die Angst nehmen könnte - besteht auf Wunsch eventuell die Möglichkeit, dass der Arzt der Patientin den Muttermund mit einem Spiegel zeigt.

Zunächst betrachtet der Arzt das äußere Genitale, um eventuell bestehende Hautveränderungen, äußere Infektionen oder Ähnliches festzustellen. Anschließend werden die Scheide und der Muttermund untersucht. Dazu muss die Scheide mit zwei Instrumenten (Spekula) - diese ähneln gebogenen Löffeln - entfaltet werden. Dieser Vorgang ist etwas unangenehm, vor allem wenn man sich sehr verkrampft und die Luft anhält.

Um diese Untersuchung für sich einfacher zu gestalten, ist es wichtig, den Po "fallen zu lassen", schwer zu machen und gleichzeitig tief ein- und auszuatmen. Die Instrumente können auch etwas kalt sein. In manchen Praxen werden sie daher leicht angewärmt.

Die Abstrichentnahme an sich merkt man fast nicht. Es kann etwas ziehen, was aber nicht weiter problematisch ist.

Bimanuelle Untersuchung

Die bimanuelle Untersuchung ist die typische Untersuchung des Frauenarztes, bei der Größe, Lage, Druckempfindlichkeit und Beweglichkeit der Gebärmutter beurteilt werden. Zusätzlich gibt sie Aufschluss über die Eierstöcke, welche jedoch besser durch den Ultraschall beurteilt werden.
Neben den Geschlechtsorganen wird dann noch der Aufhängeapparat der Gebärmutter untersucht, der z. B. bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen verändert erscheint.

Bei der bimanuellen Untersuchung führt der Arzt einen oder zwei Finger der rechten Hand in die Scheide ein, die Gebärmutter wird auf denFinger geladen und nach oben gedrückt. Die linke Hand liegt auf dem Unterbauch und drückt gegen die Bauchdecke. Dadurch kann man die Gebärmutter tasten, beziehungsweise schieben sich die Eierstöcke und die Gebärmutter in eine Position, in der sie beurteilt werden können.

Ein sehr wichtiger Befund ist z. B. der Portioschiebeschmerz. Das istein Schmerz, der durch das Wackeln am Gebärmutterhals hervorgerufen werden kann und einen Hinweis auf eine Infektion darstellt. Diese Untersuchung ist etwas unangenehm, aber einfach zu überstehen, wenn man sich entsprechend entspannt. Zudem sollte die Harnblase leer sein. Wichtig ist es wiederum, den Po "fallen zu lassen" und tief ein- und auszuatmen.


Ultraschalluntersuchung

Oft erfolgt auch eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide.Sie ergänzt die vorangegangene Untersuchung. Durch den Ultraschall kann man die Struktur der Gebärmutter, die Schleimhaut, die Zyklusphase oder auch andere Strukturen erkennen. Wichtig ist die Beurteilung der Eierstöcke, die mit Ultraschall genauer möglich ist.


Brustuntersuchung

Die Brustuntersuchung findet entweder vor oder nach der gynäkologischen Untersuchung statt. Das bedeutet, man braucht nicht völlig nackt vor dem Arzt stehen, sondern es kann zuerst die Brust und dann das Genitale entblößt werden. Wenn man nicht komplett nackt ist, fühlt man sich auch nicht ganz so ausgeliefert.


Abschließendes Gespräch

Nach der Untersuchung sollte in einem Gespräch eine Befundbeurteilungerfolgen. Je nachdem was die Untersuchung ergeben hat, wird die notwendige Therapie besprochen bzw. das entsprechende Verhütungsmittel (Pille, Dreimonatsspritze etc.) verordnet, falls die Verhütung der Grund für den Arztbesuch war.

Generell sollte sich der Frauenarzt für seine Patientin beim ersten Besuch viel Zeit nehmen, um einen guten Kontakt zu gewährleisten, so dass sich die jungen Mädchen/Frauen wohl fühlen. Das kann man als Patientin vom Arzt auch einfordern. Hilfreich ist es, wenn man sich vor dem Besuch überlegt, was man den Arzt fragen möchte.

http://www.netdoktor.at/untersuchung/der-erste-frauenarztbesuch-8229

Raten würde ich dir nur dazu ein Kleid oder ein langes Oberteil anzuziehen. So musst du nicht komplett entblößt auf den Stuhl watscheln. Normale Hygiene reicht aus. Verzichte auf Intimsprays o.ä..

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Lg

Helpful Masked

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Blvckstyle28 31.05.2016, 15:12

Dankesehr! Es ist sehr hilfreich! :-)

0

"Die körperliche Untersuchung erfolgt auf dem berühmt-berüchtigten gynäkologischen Stuhl. Auch
wenn seine Form eher abschreckt und er - v.a. durch seine
Beinhaltevorrichtungen – vielen Frauen ein Gefühl des Ausgeliefertseins
vermittelt, ermöglicht er sowohl dem Untersucher als auch der Patientin
so die bestmögliche Position in dieser Situation: Die Bauchdecke wird
durch die leichte Erhöhung des Oberkörpers entlastet und dadurch weich
und gut tastbar, die Polsterung des Stuhls auch im Rückenbereich wirkt
einem Hohlkreuz entgegen und unterstützt die Patientin dabei, möglichst
zu entspannen, und das Spreizen der Beine gibt dem Arzt die Möglichkeit,
die Vaginalregion gut einsehen und abtasten zu können. Unmittelbar vor
Beginn der Untersuchung sollte die Patientin noch einmal die Toilette
aufsuchen – nur bei einer entleerten und damit kleinen Harnblase kann
der Arzt die Region richtig beurteilen."

Quelle und mehr zum Thema:

http://www.gesundheit.de/familie/frauengesundheit/untersuchungen-beim-frauenarzt/untersuchungen-beim-frauenarzt-grunddiagnostik 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du darfst dich untenrum frei machen und wirst untersucht. Das macht der Frauenarzt täglich viele Male.

Bleib locker.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich glaub da waren wir alle nervös aber ist im Nachhinein völlig unnötig wirst schon merken :D

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sie macht nur einen Ultraschall deiner Eierstöcke das überhaupt nicht weh tut ist nur ein bißchen kalt und sie stellt dir fragen also keine sorgen machen😉

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
malour 31.05.2016, 14:16

Nein es wird keine Ultraschalluntersuchung gemacht bzw sind das Zusatzleistungen die man selbst tragen muss, nur wenn ein begründeter Verdacht besteht oder eine Vorerkrankung wird das übernommen.

Übernommen werden:
Der Zellabstrich am Muttermund (Pap-Abstrich)
Die Tastuntersuchung des Beckens, der Brust und der Achselhöhlen
Die Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) für Frauen zwischen 50 und 69
Jahren

Angeboten werden ,Selbst zu zahlend:
die Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke zur Früherkennung
von Krebs,
ein HPV-Test zur Vorsorge von Gebärmutterhalskrebs oder
eine routinemäßige Ultraschalluntersuchung der Brust.

0
Cupcake0106 15.11.2016, 21:55

Bei mir war es aber nicht so

0

das ist eine Routineuntersuchung, entspann dich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Blvckstyle28 31.05.2016, 15:14

Was passiert dort genau?

0

Was möchtest Du wissen?