"Frauen-Hunde" -oder "Maenner-Hunde" - gibt es das? Eure Erfahrungen, bitte!

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Also wenn man sich die Klischees so anschaut, dann möchte man denken der typische "Männerhund" wäre ein Rottweiler und der typische "Frauenhund" ein Bichon Frise.

Kann ich so nicht bestätigen. Jedenfalls nicht aus den fünf Jahren die ich im Tierheim aktiv war. Vielleicht wenn man noch einen bestimmten Faktor dazunimmt: "Hundekenntnis". Vielleicht ist es nur ein Eindruck, aber ich habe das Gefühl, dass eher unbedarfte Leute sich für einen "Rollenklischeehund" entscheiden. Also die unbedarften Frauen hätten gerne nen kleinen, süßen Puschel den sie knuddeln und lieb haben und betüddeln dürfen und die eher unbedarften Herren hätten gerne so nen richtigen Hund, so ne richtige Kischt halt. Einer mit Muckis, der richtig was her macht. Ein Schelm wer da an Kompensation denkt...

Ansonsten gibt es genügend Männer die kleine Knuffel total niedlich finden: Mein Bruder z.B. liebt die kleinen kompakt, robusten: Dackel, Zwerggriffon, Basset. Mein Vater bekommt eigentlich bei allen Hunden ein Leuchten in den Augen (Vom Yorkie bis zum Rottweiler), allerdings kann er mit allzu ruhigen Hunden nichts anfangen (Von den richtig großen konnte bisher nur der hyperaktive Berner Sennen einer Bekannten sein Herz erobern). Meine Mutter mag zwar eigentlich auch eher die kleinen, kompakten - aber im Grunde kann jeder Hund ihr Herz erobern, wenn er ihr nur einmal tief in die Augen blickt (deswegen hat sie auch so ne kleine Schwäche für Galgos entwickelt). Meine Schwester, die ist schon immer ein bisschen größenwahnsinnig veranlagt: Bei der ist alles besser je größer es ist. Dementsprechend hätte sie auch am liebsten nen Hund der ihr auf den Kopf sabbern kann.

Mir persönlich ist die Größe vollkommen wurscht. Ein kleiner Hund hat so seine Vorteile, aber auch ein großer Hund ist was tolles. Nur wenn es in die Extreme geht (extrem klein oder extrem groß) könnte ich das als Minuspunkt sehen.

Was unsere Hündin angeht: Die liebt jeder. Scheint die perfekte Mischung zu sein, jedenfalls haben wir bisher nur Ablehnung von Leuten erfahren, die Hunde generell nicht ausstehen können (vielleicht ist es deshalb dann jedes Mal um so überraschender wenn sie einer böse anguckt oder uns gar anmeckert? Wenn der Hund sonst von der ganzen Welt geliebt wird, denkt man dann selbst auch mal "Wie kann der nur so böse wegen diesem niedlichen Hund sein!?"). Und dann vielleicht noch die ganz coolen Jungs, da könnt´s auch mal vorkommen das einer vorbeiläuft und sich mit ganz viel Mühe ein Lächeln verkneift.

Was mir hier noch einfällt:

Privat ist es so- ich liebe natuerlich meine beiden Hunde -aber mit meinem Border Inicio habe ich immer ein wortloses Einverstaendnis... Meine Shiba ist mehr auf meinen Mann fixiert und wickelt diesen auch mal um den Finger...

Ist nur ne Vermutung aber könnte das nicht auch in der Natur der jeweiligen Hunde liegen? Bei Bordern hab ich schon öfters von dieser fast magischen Fähigkeit gehört, dass man denken könnte, dass sie geradezu Gedanken lesen können. Shibas hingegen sollen ja auch eher Opportunisten sein, denen die eigenen Wünsche wohl auch manchmal wichtiger sind als Herrchen glücklich zu machen - und wenn er deinen Mann manipulieren kann, wird er das wohl gerne ausnutzen ;)

vielen dank fuer deine ausfuehrliche antwort.

mein mann ist eher durch mich auf den hund gekommen. als kind hatte er immer gewaltige angst vor jedem hund...

ich hatte schon immer null angst vor hunden und konnte selbst mit nachbarns kettenhund (die gab es ja in den 50er jahren noch oft) unbefangen schmusen...

einmal suchte man mich vergebens und fand mich pennend in der hundehuette bei dem als bissig-verschrieenen belgischem schaeferhund -ich war 4 jahre alt....

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@inicio

Bitte, bitte und Danke für das Sternchen ;)

Jepp, ich muss als Kleinkind wohl auch so einige Blicke auf mich gezogen haben, wie ich da als Kleinkind (von 2-4 Jahren) im Vorgarten saß und mit den Pitbulls unseres Bekannten gespielt hab.

Übrigens wieder so ne Sache wo man merkt wie sich die Gemüter geändert haben: Als ich klein war (also vor knapp 20 Jahren), hat sich wohl eher selten einer darüber aufgeregt (es gab wohl schon ein paar entrüstete ältere Damen, aber ich selbst kann mich daran ja sowieso nicht erinnern - müsste mal meine Mutter fragen). Aber stell sich das heute mal einer vor: Ein dreijähriges Kind mit vier halbstarken Pitbullwelpen inmitten eines Blumenbeets. Das sieht für die Leute heute wohl so aus, als würde ein kleines Kind in nem Haifischbecken schwimmen...

Mein Bruder war als Kind interessanterweise schon so ein kleines Weichei und hatte Schiss vor großen Hunden (deshalb hat er auch nicht als "Sozialisierungsmaterial" für Nachbars Welpen getaugt ;) Vielleicht hat er deshalb so ein Faible für Wadenbeißer...

Lehne ich mich eigentlich weit aus dem Fenster, wenn ich meine in der artifiziellen Präferenzierung "Rollenkonformer" Hunde eine Re-genderisierung zu vermuten? Wie gesagt, es sind nur meine persönlichen Beobachtungen, aber ich werd das Gefühl nicht los, dass es immer mehr Leute gibt, die sich ihren Hund nach diesen Kriterien aussuchen. Vor allem bei Jugendlichen ist mir diese Rollendifferenz aufgefallen. Als wir unseren Hund vor zwei Jahren geholt haben, war ich nämlich nach knapp 4 Jahren Pause wieder öfters da und da fiel mir das auf, das weiß ich noch. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob das einfach nur der Eindruck war und ich als Jugendliche doch nicht so darauf geachtet habe oder ob es ein neues Phänomen ist, dass Mädchen nach einem süßen, kleinen Schnuffel verlangen, wenn sie mit ihren Eltern ins Tierheim kommen und Jungs nicht mit so nem Mini gesehen werden wollen, sondern nen "coolen" Hund haben wollen...

...oder es liegt einfach an meiner schon bekannten Vermutung und die Kiddies haben echt einfach kein wirkliches Interesse mehr an Hunden - von Wissen ganz zu schweigen, sondern achten nur noch auf den "Style" -.-

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@niska

ich denke, beides ist der fall. auch an pferden haben die kinder immer weniger interesse. es ist einfach chic, zu reiten.

und eine starke rollenverteilung der geschlechter fällt mir auch seit jahren auf.

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@taigafee

Joah und beides ist vielleicht Ausdruck von Kompensationsversuchen angesichts komplexer werdender Lebensverhältnisse.

Einfachheit schaffen wo viel komplexere Strukturen hinterstehen.

Konsumieren und Moden hinterherlaufen anstatt sich mit den Hintergründen dieses Konsums auseinander zu setzen und das was man da tut bzw. hat verstehen (Reiten bzw. ein Pferd, ein Lebewesen mit Bedürfnissen und anderer Wahrnehmung)

Sich an konstruierte Strukturen halten, die einem Verhaltens- und Denkvorgaben machen - aka Rollenverteilung der Geschlecher.

Echt erbärmlich. Ich weiß schon wieso ich eher in Richtung Bildungsarbeit drifte... Endlosbaustelle is das

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Mir kommt es mehr auf den "Charakter" des Hundes an und wie Herrchen / Frauchen mit ihm umgehen.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass Frauen mit schwarzen Hunden mehr respektiert werden.Je grösser desto besser. Das ist aber nur von aussen so. Unser Hund sieht ja auch aus, wie ein Liebchen, aber mit Maulkorb haben viele Leute Angst vor ihm, obwohl er so ein lieber Zottel ist.Der Shiba in unserem Haus hört nur auf Frauchen, aber die hat ihn ja auch gewollt und erzogen. Unserer hört nur gut auf mich.Aber er kennt mich am meisten. Unserer kennt männer nicht im Haushalt, aber er geht mit ihnen gut um Unserer ist ja ein Fundhund. Ich denke generell er kann mit Frauen besser. Er hat so eine Art zu schmusen, die Männer nicht erfüllen können. Hört sich irgendwie dumm an, aber bestätigt mein Bild von dem Hund. Übrigens glaube ich dass Schäferhunde typisch männlich sind. Frauen haben fast nie einen Schäferhund.

danke fuer deine antwort

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Eine goldige Frage, dich ich hier verpasst habe (danke taigafee^^).

Meine Große Schweizer Hündin ist eigentlich ein Frauenhund, wenngleich ihr oberster Chef (das bin ich :D) maskuliner Natur ist.

Ich muss dazu sagen, dass sie als Welpe vorrangig von Frauen für süß befunden wurde und spürbar eine Vorliebe für fremde Frauen entwickelte. Allerdings wurde ihr Fanclub immer kleiner, je größer sie wurde^^

Neben mir gibt es eigentlich nur Frauen (vier Stück), die sich noch mit um sie kümmern und ich denke, ein wenig hat sich ihre Vorliebe für Frauen gehalten. Ich bin ihr sehr dankbar, dass sie für mich eine Ausnahme macht^^

danke fuer deine antwort.

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Von Seiten der Menschen mag das sicherlich so sein. Insbesondere bei denen, die keine Hundeerfahrung haben. Da sprechen Männer wohl eher "imposante" Hunde an, hingegen Frauen gehen eher nach dem Kindchenschema, nach meinem Gefühl. Bei Jugendlichen brauchen wir nicht darüber zu reden, da ist es oft eine Frage der Mode.

Von Seiten der Hunde denke ich nicht. Hinsichtlich ihrer Eigenschaften können manche Rassen "Herrchen" oder "Frauchen" einfach besser manipulieren ohne dass sie es merken.

Ein Hoch auf unsere klugen Hunde!!!!

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