Französischen Bulldoggen kaufen?

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5 Antworten

Hallo,

Erstmal sollten wir mehr über dich und deine Lebensumstände wissen.

Einen ausgewachsenen Hund, der das Alleinsein gelernt hat, kann man bis zu vier Stunden täglich allein lassen. Einen Welpen jedoch sollte man die ersten Wochen und Monate gar nicht allein lassen. Danach muss das Alleinsein langsam und in kleinen Schritten antrainiert werden. Eh der Hund dann tatsächlich vier Stunden allein sein kann, vergehen erneut mehrere Wochen und Monate.

Außerdem brauchst du natürlich auch noch ausreichend Geld. Ein Welpe von einem seriösen (Vereins)Züchter kostet mindestens 1000€, meist mehr. Im Tierheim oder vergleichbaren Einrichtungen kosten Hunde meist zwischen 200€ und 400€. Dazu kommt natürlich die Erstausstattung (Körbe, Decken, Spielzeug, Näpfe, Leinen, Geschirr, Halsband etc. pp.), Hundesteuer, Hundeschule sowie Futter (hochwertiges Nassfutter oder Barf, von Trockenfutter bin ich persönlich kein Fan) und Tierarztkosten. Letztere können durchaus in den drei- oder vierstelligen Bereich gehen, am besten legst ein eigenes Konto an, auf dem du regelmäßig einen gewissen Beitrag einzahlst, sodass im Zweifelsfall immer Geld da ist.

Dann möchte der Hund natürlich noch ausgelastet und bespaßt werden. Das heißt, dass du mindestens drei Stunden täglich mit dem Hund raus musst, jedoch nicht nur normal laufen, sondern auch wirklich aktiv sein. Zusätzlich zur physischen Auslastung benötigt der Hund auch noch psychische Auslastung.

Wenn du all das voraussichtlich in den nächsten 15 Jahren gewährleisten kannst, dann steht dem Hund eigentlich nichts im Wege.

Und noch ein Rat von mir: Wenn du dich für einen Französischen Bulldogenwelpen entscheidest, dann suche direinen seriösen Züchter, welcher diese Rasse mit Nase züchtet.

Soweit ich das beurteilen kann, klingt das sehr gut:

http://www.feuchter-bullys.de/ueber-mich.html

Ich konnte jetzt natürlich nur einen kleinen Einblick geben. Bitte informiere dich auch weiterhin über die Haltung eines Hundes. Ein seriöser Züchter wird dir auch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Liebe Grüße

Bevor du über eine geeignete Rasse nachdenkst, denke doch bitte erstmal darüber nach, ob du überhaupt für einen Hund geeignet bist.
- wie alt bist du?
- wie ist deine wohnsituation?
- wie sieht es finanziell aus?
- falls du einen Welpen haben willst, kannst du mindestens 6 Monate komplett zu Hause bleiben und dann stückweise das alleine bleiben üben?
- hast du einen Job, zu dem du den Hund mitnehmen kannst?
- wenn nicht, wer passt auf den Hund auf, da der ja nur maximal 5 Stunden alleine bleiben kann?
- bist du bereit auf vielen zu verzichten?

Etc pp. Da kommt wirklich einiges zusammen!

Vor allem musst du wissen was so eine Rasse bedeutet. Permanente Luftnot, Hautekzeme, Augenentzündung. 95% dieser Hunde sind nicht belastbar weil sie nicht frei atmen können. Halte dir mal den Mund zu, lege die Hand über die Nase und versuche mal ein bißchen zu laufen. Dann hast du eine Vorstellung davon was der Hund 24 Stunden am Tag aushalten muss. 

Mit viel Recherche und Geduld kannst du sicher auch einen freiatmigen finden. Aber das wird nicht leicht. 

Dann steklle ich die erste Frage an dich, wie willst du einen Hund halten wenn du scheinbar nicht mal die Zeit oder Motivation aufbringst dir Bücher über die Hunderasse und die Hundehaltung zu kaufen oder auszuleihen und dir im Internet, in einschlägigen Hundefachforen und Ratgeberseiten das nötige Wissen anzulesen?

Wonach hast du denn die Rasse ausgewöhlt "Sie nett aus"? Dir fehlt noch das Verantwortungsbewusstsein, das sieht man schon an dem Satz: "Ich vermute die Fragen kommen zu kurz, deswegen bitte ich euch einfach alles was ihr an Erfahrungen gesammelt habt mit mir zu teilen, sodass ich den Hund nicht nach kurzer Zeit wieder weggeben muss."

Du willst dir als Anfänger irgendeine Rasse anschaffen die du nett findest und wenn wir dich nicht genug aufklären und wegen deinem Unwissen der Hund nicht schnell genug funktioniert...wohl auch noch ein Welpe der dann am besten in 2 Wochen gehorsam ist wie ein vom Profi trainierter Hund, entsorgst du ihn wie ein kaputtes Spielzeug.

Du vergisst deine Position. Nicht der Hund ist in der Verantwortung für dich da zu sein, sondern du trägst sein gesamtes Leben lang Verantwortung für ihn.

Du musst ihn, wenn du einen Welpen willst, die gesamte Zeit pflegen und beschäftigen und vor allem dem Alter entsprechend mit viel Wissen erziehen, du darfst ihn nicht alleine lassen auch später nicht für mehr als ein paar Stunden, du musst jeden Tag bei Wind und Wetter mit ihm raus und das nicht nur 3 Meter bis zur Straßenecke, du musst ihn erziehen, du musst ihn bespaßen, du musst für sein Fressen und Trinken sorgen, seine Gesundheit schützen und in schweren Zeiten auch hunderte Euro für Arztkosten tragen können, du musst wissen welche Versicherungen du brauchst und wo du deinen Hund wegen der Steuer anmeldest, du musst aufpassen, dass kein Nachwuchs entsteht der nicht entstehen sollte uvm. und das für die nächsten 10, 15 oder noch mehr Jahre. Du musst auch für eine Unterkunft sorgen wenn du in den Urlaub willst oder einen Ort suchen an dem der Hund mit kann, denn das ist einer der Gründe warum regelmäßig Tiere an Autobahnen landen. Besitzer wollen einen süßén Welpen und wollen dann die Verantwortung nicht mehr wenn der Urlaub ruft.

Informier dich selbst, vor allem ob DU überhaupt die Voraussetzung für einen Hund mitbringst und dann kannst du bei Bedarf schauen welche Rasse zu dir/euch passt.

Guten Morgen,

zunächst danke, dass du deine Antwort wie ne Faust formuliert hast!

Vorab möchte ich sagen, dass ich wirklich nicht tief recherchiert habe. Ich wollte zunächst nur einige allgemeine Informationen sammeln. Ich habe auch ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich das alles bewerkstelligen soll. Und gerade deswegen wollte ich zunächst allgemeine Informationen haben, um einfach mal eine Orientierung zu haben, in welchen Bahnen ich denken sollte.

Dass ich die Frage hier gestellt habe, heisst noch nicht, dass ich direkt am nächsten Tag einen Hund kaufen werde.

Mir ist bewusst, dass ich Zuhause einiges umstrukturieren sollte, um Unfälle zu vermeiden und Wohlbefinden aller zu fördern.

Thema Verantwortung:
Auch da habe ich mir einige Gedanken gemacht. Ich meine, dass Hunde es Wert sind, dass man bei Wind und Wetter, bei schlechter Laune, bei keiner Motivation, etc. zu haben.
Klingt etwas seltsam oder etwas böse, aber ich trage Verantwortung für Menschen. Familie und Mitarbeiter. Ich verdiene genug, meine Wohnung ist groß genug, Erstausstattung ist nicht das Problem.

Aberr: Wenn Ihr sagt, dass ein Welpe ständig unter Beobachtung stehen muss und man sie nicht aus den Augen lassen, das wäre ein essentieller Punkt.
Ich bin selbstständig und bin viel auf Achse. Habe zT 10-12 Std Tage.

Wie oben erwähnt, bin ich nicht alleine Zuhause, sonder mit meiner Familie.
Unsicher bin ich inwieweit meine Familie auch Verantwortung für einen Hund tragen würde. Müsste abgesprochen werden.

Was ich abschließend loswerden möchte ist,
dass manchmal zu viel Planen und Nachdenken nicht immer die besten Wege sind um ans Ziel zu kommen.
Manchmal muss man den Weg einfach gehen und man weiss was genau auf einen zukommt, wo man anpacken muss, doch vieles ergibt sich auch von selbst.

Danke euch!

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@omer36

Wie eine Faust? Ich sage nur was ich in der Frage sehe. Fragen hier in der Richtung "Hallo mein Husky XY ist soooo süß, aber warum zerfetzt er mir das Haus? Er ist 8 Stunden allein, aber er hat einen Garten und ich gehe jeden Tag mit ihm 30 Min spazieren!" häufen sich weil keiner vorher mal einfach ein Buch in die Hand nimmt oder nach vernünftigen Ratgebern googelt. Ließ dir ein paar der Fragen durch und du wirst wissen warum einige hier schon über solche Fragen stöhnen.

Allgemeine Angaben findest du hier in hunderten Fragen weil praktusch täglich 50 Kinder sowas fragen und ihnen immer wieder alles aufgelistet wird was so ein Hund an Pflege, Erziehung, Zeit etc. benötigt. Es ist einfach ein Alarmsignal wenn jemand solch eine Verantwortung tragen will aber schon keine vernünftige Literatur ließt in der auch die Grundpunkte sicher auftauchen.

Das du gleich los rennst vermutete ich auch nicht, aber besser du hast gleich ein paar ehrliche Meinungen als irgendwas schwammiges. Es gibt leider auch User jenseits der 16 die meinen erwachsen sein reicht um schon den Hund irgendwo dazwischen zu quetschen.

Deine Einstellung finde ich gut, was ich aber mal einwerfen möchte, was wäre mit einem erwachsenen Tierheimhund, gerade als Anfänger? Das erspart dir nicht dich zu informierenund du kannst ihn trotzdem nicht 8, 10, 12 oder mehr Stunden alleine lassen, aber dir bleibt die Welpenerziehung erspart.

Wenn du es schaffst den Hund vernünftig in deinen Arbeitsalltag zu integrieren und ihm genug Auslauf bietest spricht nichts dagegen ein erwachsenes Tier aus einem Tierheim, was sich sicher sehr über ein zu Hause freut, zu nehmen. Das ist aber außer der Welpenerziehung eine ähnliche Arbeit, denn du musst das Tier nicht nir im Alltag unter Kontrolle haben, sondern auch dafür sorgen, dass es in deinem Berufsalltag entspannt bleibt. Ein Tier das Kunden anbellt, Sitze und Unternehmensmöbel zerfetzt hilft keinem.

Wo du deine Familie erwähnst, das ist das A und O. Ein Hund ist ein Hund, aber trotzdem Teil der Familie. Es müssen alle das Tier wollen, sonst hat es keinen Sinn. Eine Alternative wäre z. B. wenn jemand eh zu Hause bleibt, dass er sich über Tag kümmert. Wenn die Familie aber auch sechs Stunden aufwärts mit Job, Schule etc. beschäftigt ist bringt das nichts.

Bei einem Hund würde ich aber durchaus mehr denken als einfach handeln. Wenn du als Hundebesitzer Erfahrung hast kannst du Dinge einschätzen und spontaner handeln aber nicht als Anfänger, schon gar nicht bei einem Lebewesen. Wenn du dir spontan ein Auto anschaffst ist das deine Sache, das ist ein Gegenstand, den kannst du wieder verscherbeln und gut. Einen Hund schafft man aber nicht mit dem Gedanken an. Wenn es nicht unumstößliche Gründe gibt weswegen der Hund nicht bleiben kann, sorgt man als Besitzer dafür, dass das Tier niemals die Unzulänglichkeiten die man hat spüren muss.

Sagen wir du hättest nun spontan gehandelt. Ein Züchter wäre in der Nähe, du holst einen Welpen und deine Familie hat keine Zeit oder Lust sich zu kümmern. du hast deine 10 - 12 Stunden, das Tier kann nicht alleine gelassen werden. Was wäre die Konsequemz? Ein Notbehälf auf Kosten des Hundes oder dessen Abgabe. Von daher ist bei Lebewesen jeder Gedanke zu viel besser als zu wenig.

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Qualzuchten kauft man nicht!

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